Samstag, 31. Juli 2010

Das Kemnader Hof-Fest 2010

Die Wasserburg Kemnade von oben.

Im Ruhrtal zwischen Bochum und Hattingen, eigentlich schon auf Hattinger Gebiet, liegt die Wasserburg Kemnade. In dieser Burg befindet sich ein vorzüglicher Gastronomiebetrieb, die „Burgstuben Haus Kemnade“. Diesen Gastronomiebetrieb entdeckte ich im Sommer 2002 durch „Bochum Kulinarisch“ und seitdem bin ich dort Stammgast. Das „Haus Kemnade“ gehört seitdem zu meinen Lieblingsrestaurants. Das Essen ist stets ausgezeichnet, und in dem mittelalterlichen Burgrestaurant ist es immer ein besonderes Erlebnis. Für größere Festlichkeiten steht die Partyscheune zur Verfügung. Dort feiere ich seit Jahren Silvester. Dort findet im Herbst auch immer ein Wild-und-Wein-Fest statt.

Einmal im Jahr, meist im Juli, veranstaltet die Belegschaft vom Haus Kemnade im romantischen Innenhof der Burg ein Sommerfest, das „Kemnader Hof-Fest.“
Ich war in den letzten Jahren dort und es hat mir immer sehr gut gefallen. Für 30.- Euro pro Person kann man den ganzen Nachmittag über essen und trinken, was man will und soviel man will. Es gibt ein reichhaltiges Buffet (kalt und warm) mit erlesenen Speisen. Am Nachmittag wird Tanzmusik gespielt und Kunststückchen vorgeführt.

Dort hinten ist der Eingang zum Burginnenhof.
Es herrscht Andrang. Unter den Zelten steht das Buffet.

In diesem Jahr fand das Kemnader Hof-Fest am Sonntag, dem 18. Juli, statt. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Auch das Wetter hat mitgespielt. Es war herrlicher Sonnenschein und zum Glück nicht mehr ganz so heiß wie in den Wochen zuvor. Das diesjährige Fest war sehr gut besucht.


Leider verlief jedoch nicht alles so schön wie erhofft. Ich hatte schon vor Monaten für diesen Tag reserviert. Doch als ich ankam, wurde mir gesagt, ich müsse mir meinen Platz selbst suchen. Die Reservierung war nicht ausgeführt worden. Wie so etwas passieren konnte, war mir unbegreiflich. Also suchte ich und bekam nur Sachen wie „Da ist besetzt!“ oder „Da ist reserviert!“ zu hören. Und bei Leuten, die rauchen, wollte ich auch nicht sitzen, weil ich das absolut nicht vertragen kann. Es hat fast eine Stunde gedauert, bis ich an einem (kleinen) Tisch definitiv sitzen bleiben konnte. Als ich dann endlich ans Buffet gehen konnte, war das bereits total überlaufen.


Aber ich beschloss, mir dadurch nicht die Laune verderben zu lassen 
und holte mir mein Essen. Und das war köstlich:

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Zuerst einen kalten gemischten Vorspeisenteller.
Dann am warmen Buffet Lachsfilet und Sepia vom Grill,
dazu frische Spaghetti.
Danach Lammhaxe, Frischlingsfilet und andere leckere
Fleischsorten vom Grill, mit den entsprechenden Saucen
und Rosmarinkartoffeln.
Dazu trank ich entsprechende Weine.
Und schließlich zum Dessert noch Kuchen und Eis.

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Es hat alles ausgezeichnet geschmeckt.


Nach dem Essen entspannte ich ein wenig auf der gemütlichen, kleinen Holzterrasse mit Blick auf den Wassergraben, sozusagen die VIP-Lounge, ideal für den Cognac danach.


Ab 16.00 Uhr spielte dann die Musik durch einen DJ zum Tanzen auf. Ich hätte sehr gerne auch mal getanzt. Aber leider wurde mir das verwehrt, zum Teil sogar auf höchst unverschämte Weise. Es waren ohnehin sehr wenig jüngere Frauen bzw. Frauen in meinem Alter da, die ich fragen konnte. Diese habe ich dann nacheinander höflich gefragt, ob sie mit mir tanzen möchten. Als Antwort kam aber immer nur ein wenig freundliches und genervtes „Nein!“. Das Schlimmste aber war, dass - und das geschah mehrmals! - anstelle der von mir angesprochenen Frau irgendein Kerl antwortete und mir das Tanzen mit dieser Frau ganz pampig verweigerte. Zum Beispiel legte einer schützend den Arm um eine Frau, bevor diese mir antworten konnte, und brüllte: „Auf gar keinen Fall!“
Mir wurde klargemacht, ich solle sie nicht belästigen!
Was haben diese Kerle sich eigentlich gedacht? Was wurde mir unterstellt? Muss ich mir ein solch unverschämtes und asoziales Verhalten überhaupt gefallen lassen? Das hat den Genuss dieses Festes für mich jedenfalls sehr negativ beeinträchtigt.

Dass ich eine solche Erfahrung auf einem Fest eines meiner Lieblingsrestaurants machen würde, hätte ich niemals für möglich gehalten, und ich fühlte mich dadurch sehr gekränkt.

Der Belegschaft vom Haus Kemnade ist kein Vorwurf zu machen. Bis auf das Debakel mit meiner verpatzten Tischreservierung haben sie alles richtig und optimal gemacht. Für das Verhalten anderer Gäste können sie nichts. Dennoch hat mich das Verhalten besagter anderer Gäste sehr schockiert und für mich das Fest sehr getrübt.

Die einzigen, die nett zu mir waren, waren diese schon sehr angeheiterten Jungs, die mich gegen 18.00 Uhr an ihren Tisch einluden und mir ein paar Schnäpse spendierten, die ich nun auch dringend nötig hatte.

Nun kann ich nur darauf hoffen, dass das Hof-Fest im nächsten Jahr, 2011,
besser wird und sich solche Probleme nicht mehr wiederholen .......

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Donnerstag, 29. Juli 2010

Die Ehrlich-Dani-Garten-Party 2010

Ein Video der Party gibt es hier:


Dani, die Administratorin des Ehrlich-Forums, und ihr Mann Teajay veranstalten jedes Jahr am ersten Samstag im Juli eine Foren-Party in ihrem Garten in Recklinghausen. So auch in diesem Jahr. Ich bin 2008 ins Ehrlich-Forum gekommen, und 2009 war ich erstmalig auf der besagten Party dabei, die mir einfach super gefallen hat. Darum hatte ich mich um so mehr auf die Party 2010 gefreut.

Einiges an diesem Samstag, dem 3. Juli 2010, lief aber nicht ganz so wie geplant. In den Tagen zuvor ist es sehr heiß und schwül gewesen, und ausgerechnet jetzt kam ein Unwetter auf. Als ich am Nachmittag so gegen 15.30 Uhr gerade nach Recklinghausen aufbrechen wollte, kam ein soooo starker Regen auf. Ich konnte aber nicht warten, bis er aufhört, denn ich musste ja zum Bahnhof. Also nahm ich mir einen Regenschirm und ging los. Nach zwei Minuten musste ich aber wieder umkehren, weil ich trotz des Schirms schon ganz nass war. Die Sachen, die ich gerade frisch angezogen hatte, waren schon wieder versaut. Den geplanten Zug um 16.04 Uhr habe ich natürlich verpasst.

Also zog ich mich um und wartete ab. Eine Stunde später, um 16.30 Uhr, verließ ich dann zum zweiten Mal das Haus, und zum Glück war zu diesem Zeitpunkt der Regen so gut wie vorbei, so dass ich immerhin trocken zum Bochumer Hauptbahnhof gelangte.
Der Zug um 17.04 Uhr ging dann auch gottseidank pünktlich. Während der Fahrt fing es dann aber wieder an zu schütten - dann kam das beschriebene Unwetter auf. Ein Gewitter mit Blitz, Donner, sehr starkem Regen und heftigem Sturm. Zum Glück saß ich im Zug.
In Wanne-Eickel musste ich jedoch umsteigen. Doch plötzlich ging gar nichts mehr. Die Züge nach Recklinghausen kamen - vermutlich bedingt durch das Unwetter - entweder zu spät oder gar nicht. Ich war stinksauer. Und ich fragte mich, ob es überhaupt noch Sinn hatte, weiterzufahren, denn ich konnte mir gut vorstellen, wie es jetzt in Danis Garten aussah. Es zog mich aber dennoch hin.
Nachdem ich fast 40 Minuten auf dem Bahnhof in Wanne-Eickel vergeblich gewartet hatte, platzte mir der Kragen. Da nahm ich mir von dort aus ein Taxi und fuhr damit direkt nach Recklinghausen zu Danis Garten - wo ich kurz nach 18.00 Uhr eintraf. Da hatte das Unwetter auch aufgehört. Es regnete und stürmte nicht mehr und es wurde wieder trocken.
Und ich erfuhr eine tolle Nachricht: Deutschland gewann gegen Argentinien 4:0 !!!

Der Garten hatten die schlimmen Spuren des Unwetters offenbar ganz gut überstanden. Dani und Teajay schienen alles super im Griff gehabt zu haben. Aufgrund der Wärme trocknete auch alles recht schnell wieder. Und nun war ich glücklich, endlich angekommen zu sein - und trank erst mal ein Warsteiner.

Ich freute mich, so viele Ehrlies wiederzusehen und diejenigen kennenzulernen, die ich bis dahin noch nicht kannte. Gleichzeitig war ich aber auch ein wenig traurig, weil so viele Ehrlies, die ich gerne (wieder)gesehen hätte, nicht gekommen waren.

Dann warf Teajay den Grill an und es ging los:


Es gab Würstchen, Spieße, Hähnchenschnitzel, Schweineschnitzel und scharfes Chevapchicci, dazu Kartoffelsalat und Nudelsalat, Weißbrot und immer wieder kühles Wari .....

Nah dem Essen saßen wir in froher Runde zusammen und unterhielten uns über Lindenstraße und über viele andere Dinge des Lebens ....

Zu späterer Stunde gab es auch wieder das Lagerfeuer auf der Wiese, um das wir uns versammelten. Wir lauschten dabei nicht nur unseren eigenen Erzählungen gebannt, sondern auch den Disco-Klängen einer Party drei Gärten weiter, bis Dani mit Lindenstraßen-Melodien dagegen antrat.... auf jeden Fall hatten wir aber auch hier viel Spaß.

Einmal fiel ein Stück brennendes Holz aus der Lagerfeuer-Schale heraus und entzündete 
im Nu die gesamte Fläche unter der Schale, denn das Gras war wieder absolut trocken. 
Zum Glück war Teajay mit einer Gieskanne sofort zur Stelle.

Gegen 1.30 Uhr verabschiedete ich mich und Rudolf brachte mich zum Bahnhof. Leider jedoch fuhren die Züge aber auch hier nicht wie geplant, so dass im Ergebnis eine ganze Stunde verloren ging und ich erst um 3.40 Uhr zu Hause eintraf.
Vielleicht finde ich dafür für das nächste Jahr eine andere Lösung, damit ich nachts nicht noch auf die Scheiß-Bahn angewiesen bin, um mich nach Bochum zurückzuquälen (vielleicht übernachte ich auch in Recklinghausen) .....

Fazit:

Es war eine wunderbare Party.
Dani und Teajay haben alles ganz toll gemacht. Danke.

Für das nächste Jahr hoffe ich nur, dass dann auch
die Ehrlies dabei sind, die wir jetzt schmerzlich vermisst haben,
dass es mit einem Überraschungsgast klappt
und dass auch das Wetter eine bessere Laune hat ....

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