Sonntag, 31. Oktober 2010

Das Geburtstagsessen im Haus Kemnade

Dies war das besondere Abendessen nach meinem Geburtstag, welches bei mir immer traditionell an dem Freitag nach meinem Geburtstag, also am letzten Freitag im Oktober, stattfindet.

Das Haupthaus der Burg Kemnade, vom Innenhof aus gesehen.
Darin befindet sich unten rechts das Restaurant.

Am 25. Oktober dieses Jahres feierte ich meinen 38. Geburtstag. Ich kann es gar nicht glauben dass ich schon so alt bin, denn ich fühle mich noch gar nicht wie 38, sondern höchstens wie 28. Aber es heißt ja wohl, dass man immer so alt ist, wie man sich fühlt. Ich habe meinen Geburtstag jedenfalls sehr schön gefeiert: Vormittags kamen Anrufe von einigen Gratulanten, nachmittags habe ich mit meiner Familie gefeiert. Auch das, was so an Geschenken kam, hat mich gefreut. Insgesamt hatte ich also einen schönen Geburtstag. Nun fehlte nur noch das besondere Abendessen am Freitag darauf, welches in diesem Jahr am 29. Oktober stattfand, und zwar im Haus Kemnade.

Das Wetter am 29.11. war trocken und nicht besonders kalt. Es war sogar recht milde am Abend, so dass ich auf den Übergangsmantel, den ich eigentlich anziehen wollte, verzichten konnte. Um 19.30 Uhr verließ ich meine Wohnung und ging zur Bushaltestelle an der Königsallee, von wo aus ich um 19.56 Uhr mit dem Bus CE31 bis zum Haus Kemnade fuhr. Ich ging gemütlich ins Burggelände und hinüber zum Restaurant, wo ich um ca. 20.15 Uhr eintraf.

Im Restaurant war mäßiger Betrieb. Anwesende Personen von der Belegschaft waren diesmal: Heinz und Birgit Bruns (die Inhaber der Burggastronomie, mit denen ich mich seit längerem bereits duze), sowie die jungen Servicekräfte Hendrik Trümpler (der mich an diesem Abend hauptsächlich bediente), Sascha und Dominique. Dass dieses Abendessen aus Anlass meines Geburtstages stattfand, hatten sie alle aber wohl nicht gewusst oder vergessen. Erst als ich es erwähnte, wurde mir noch gratuliert. Irgendeine Aufmerksamkeit des Hauses für einen guten Stammgast, wie es sie vor ein paar Jahren schonmal gegeben hat, gab es diesmal aber nicht. Wahrscheinlich weil sie es vergessen hatten.

Ich hatte meinen üblichen Stammplatz.

Mit Hendrik Trümpler traf ich dann die Besprechung der Speisen und ließ mir von Birgut Bruns ein paar Weine zum Menü empfehlen, die auch besonders gut waren. Auch das Menü war sehr gut, doch leider ist dem Küchelchef Josef Kachel die richtige Portionierung nicht gelungen. Er wollte wohl vermeiden, dass ich zu früh satt werde, und hat deshalb die einzelnen Menügänge stark reduziert; leider zu stark, so dass ich mir spätestens beim Hauptgericht die Frage stellen musste, ob ich überhaupt satt werde, worauf ich auch hinwies. Deswegen musste mit Käse und Dessert noch ganz schön nachgelegt werden, um die Sättigung noch zu erreichen. Aber das kann es ja wohl nicht sein. Von der Vorspeise und vom Hauptgericht hatte ich jedenfalls gar nicht viel. Ich glaube, beim nächsten Mal sollte ich bei der Bestellung noch ein paar Worte zur Portionierung der einzelnen Gänge sagen.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Glas Champagner.

Als Amuse Bouche bzw. begleitend zum Menü gab es
ein Körbchen mit kleinen gemischten Partybrötchen
sowie hausgemachtes Schweineschmalz.

Begleitend zum Menü eine Flasche Mineralwasser (Herzog life).

1. Gang – Vorspeise:
Duett von Jakobsmuscheln und Gambas
mit Safransauce und Lauchgemüse

2. Gang – Suppe:
Crémesüppchen von der Petersilienwurzel
mit Parmaschinkenstreifen

Wein bei der Vorspeise und der Suppe:
„Terra Montosa“ vom Weingut Georg Breuer
(Rheingauer Riesling aus 2008)

3. Gang – Fisch:
Gegrilltes Filet vom Seeteufel auf Champagnersauce
mit Broccoliröschen und gebutterten Trüffelnudeln

Wein beim Fisch:
„Tiefenbrunner“ - Chardonnay
(ein kräftiger Weißwein aus 2008)

4. Gang – Hauptgericht:
„Variation vom heimischen Wild“
Ragout vom Wildschwein, Hirschmedaillon und Schnitzel vom Reh,
mit Waldpilzen, Rahmwirsind und frischen Bratkartoffeln

5. Gang – Käse:
„Gemischter Käseteller“
Ziegenkäse, Walnußkäse und zwei französische Hartkäsesorten,
dazu Brot und Butter

Wein beim Hauptgericht und beim Käse:
„Tiefenbrunner“ - Lagrein
(ein kräftiger Südtiroler Rotwein aus 2008)

5. Gang – Dessert:
„Kemnader Waldbeer-Becher“
Mövenpick-Vanille-Eis mit marinierten Waldbeeren,
Schlagsahne, Waldbeersauce und Mandelkrokant

Danach noch einen Kaffee und einen Cognac „Otard“.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine, die ich mir wie immer empfehlen ließ. Es wurde also ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Ich sagte außerdem schon, dass ich auch an Silvester bei der großen Party in der Scheune wieder mit dabei sein werde. Um 23.49 Uhr fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Gegen 0.20 Uhr traf ich wieder zu Hause ein.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:


Die Abenteuer des Rabbi Jacob
von und mit dem unvergleichlichen Louis de Funés.

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