Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester 2011/2012

Was wird es uns bringen, das neue Jahr?

- „The same procedure as last year?“
- „The same procedure as every year!“

Unter dieser Prämisse lief bei mir auch der Silvestertag ab, nämlich wie jedes Jahr. Ich schlief aus und frühstückte spät, dann räumte ich die Wohnung auf und richtete alles schön für den Abend und für das neue Jahr her. Am Nachmittag legte ich mich noch ein wenig hin, dann duschte ich ausführlich, machte mich schick und zog mich fein an. Um 18.50 Uhr sah ich wie jedes Jahr „Dinner for One“. Das gehört einfach zu Silvester dazu. Als dies zu Ende war, ging ich nach unten vor das Haus, wo das bestellte Taxi auch nach wenigen Minuten erschien. Damit fuhr ich dann zum Haus Kemnade, wo ich genau um 19.30 Uhr ankam. Nur das Wetter war nicht so schön für Silvester, denn es war erstens nicht besonders kalt und zweitens gab es schon den ganzen Tag über leichten Nieselregen. Aber am Wetter kann man ja leider nichts ändern, und so konnte ich nur hoffen, dass es wenigstens um Mitternacht, wenn vor der Burg das große Feuerwerk stattfindet, trocken ist. Sodann begab ich mich hinüber zur Party-Scheune, in der die Silvesterparty – wie jedes Jahr – stattfindet.

Der Ablauf der Party, wie man ihn kennt und mag:

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Silvester-Party in der Scheune mit großem Höhenfeuerwerk
incl. Buffet, Musikprogramm, Begrüßungscocktail,
Mitternachtssekt und Feuerwerk

19:30 Uhr:
Einlass mit Begrüßungscocktail

20:00 Uhr:
Silvester-Buffet;
Live-Musik mit der Band „The Tweens“

24:00 Uhr:
Mitternachtssekt im Burghof;
Anstoßen auf das neue Jahr mit Höhenfeuerwerk

0:15 Uhr bis 4:00 Uhr:
Musikprogramm
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Am Eingang der Partyscheune macht Heinz Bruns Fotos der ankommenden Gäste. Dann bekam jeder Gast seinen Begrüßungscocktail und wurde zu seinem Platz geführt. Diesmal saß ich ganz vorne, direkt an der Tanzfläche. Die Silvesterparty war in diesem Jahr wieder gut besucht, und viele Leute kennt man bereits aus den vergangenen Jahren, die auch jedes Jahr wiederkommen. Mit vielen Leuten, egal ob bekannt oder unbekannt, kam man dann auch recht schnell ins Gespräch. Am Tag zuvor gab es übrigens einen Bericht im WDR in der Lokalzeit Ruhr über die Vorbereitungen zu dieser Silvesterparty im Haus Kemnade. Darauf stieß ich durch Zufall und war höchst angenehm überrascht. Wenn sich sogar das Fernsehen schon dafür interessiert, will das ja schon etwas heißen. Und selbstverständlich sorgte für die musikalische Unterhaltung auch in diesem Jahr wieder die Band „The Tweens“ mit Michael Wurst, die auf den Silvesterpartys im Haus Kemnade schon Tradition haben.

Um 20.00 Uhr begann die Silvesterparty offiziell und auch ich hatte diesmal die Ehre, zur Eröffnung ein paar offizielle und persönliche Worte zu sagen. Immerhin war diese Silvesterparty für mich bereits die zehnte in Folge, die ich im Haus Kemnade mitmachte.

 

 

Nachdem ich gesprochen hatte, ging die Party los und das Buffet wurde eröffnet. Es gab wieder ein sehr reichhaltiges Buffet mit vielen kalten und warmen Leckereien, sowohl edle als auch deftige Speisen:

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Kaltes Buffet:
Räucherfischauswahl
mit Dillsenfsauce und Sahnemeerrettich,
Shrimps-Cocktail, Eier mit Kaviar,
Salat von Flußkrebsen im Weckglas,
italienischer Landschinken mit Melone,
Tomaten mit Mozzarella,
feine Tranchen vom Roastbeef
mit Sauce Remoulade,
geräucherte Entenbrust mit Sauce Cumberland,
Romanasalat mit Beef und Pecorino,
Feldsalat mit Croutons und geröstetem Speck,
hausgemachter Nudelsalat,
Brot, Butter und Schmalz

***

Warmes Buffet:
Geschnetzeltes von Kalbsfilet und Pute
mit Austernpilzen und Morcheln,
Edelfischragout in Dillsahne mit Wildreis,
Schweinefilet mit Pfeffersauce
mit Gemüse und Kartoffelgratin,
Gemüselasagne,
Gebratene Blut- und Leberwurst
auf Sauerkraut mit Kartoffeln,
Kasseler-Nacken auf Grünkohl
mit Bratkartoffeln,
Ragout vom heimischen Wild
mit Serviettenknödeln,
Rehbraten,
Gänsebraten mit Klößen,
Apfelrotkohl und Backapfel

***

Dessertbuffet
Käseauswahl mit Trauben
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Zuerst machte ich mir einen kalten gemischten Vorspeisenteller zurecht. Danach holte ich mir einen Teller vom warmen Buffet, und danach noch einen weiteren Teller vom warmen Buffet. Und zum Abschluss einen Käseteller. Es war alles einfach köstlich. Beim Essen trank ich eine Flasche Rotwein, und zwar einen trockenen Spätburgunder aus 2009, die eigene „Hausmarke“ vom Haus Kemnade. Das Abendessen nahm gute zwei Stunden in Anspruch, was ich auch angemessen finde. Für ein gutes Abendessen, gerade bei einem so reichhaltigen Angebot, braucht man eben Zeit.

Ab ungefähr 22.00 Uhr ging die Party dann so richtig los, denn da spielten die „Tweens“ zum Tanzen auf. In kürzester Zeit war die Tanzfläche gefüllt, und auch ich bin in diesem Punkt diesmal nicht zu kurz gekommen, denn es waren mehrere Damen da (die Gabi vom letzten Jahr übrigens auch wieder), die sehr gerne tanzten, und die Stimmung war ausgelassen genug. Darüber war ich sehr froh und konnte die Party nun richtig genießen. Die Zeit von 22.00 Uhr bis Mitternacht spielte sich für mich zum größten Teil auf der Tanzfläche ab, und zwar ziemlich fröhlich und ausgelassen, eben passend zur jeweiligen Musik der „Tweens“, die wieder ein breites Repertoire ausspielten (natürlich auch das, das und das – denn es gehört einfach dazu!). So muss es einfach sein! Musik ist Leben, und beim ausgelassenen Tanzen spürt man auch so richtig, dass man lebt. Und so genießt man und die Zeit vergeht schnell ...

Die Band „The Tweens“ mit Michael Wurst …

… auf der Silvesterparty im Haus Kemnade ...

… sorgte für ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche!

Es wurde bis etwa 23.45 Uhr Musik gemacht und getanzt, und dann begaben sich die Gäste in den Burghof, denn nun begann der Countdown. Die Sekt-Bar im Hof war eröffnet. Wenigstens regnete es nicht mehr, man spürte höchstens ein paar kleine Nieseltropfen. Ich nahm mir ein Glas Sekt, begab mich wie die meisten anderen Gäste auf die Brücke vor der Burg, wo der Countdown (aus dem Radio) ablief, und erwartete die Ankunft des Neuen Jahres .....

Um 0.00 Uhr war es dann soweit! Prost Neujahr!


Wir stießen an, wünschten uns gegenseitig ein glückliches neues Jahr und tranken unseren Sekt. Dann begann das große Höhenfeuerwerk, das vor der Burg Kemnade stattfand. Und das war wieder einmal vom Feinsten! So viele Farben, so viele Lichter, so viele besondere Effekte. Wir alle schauten begeistert zu. Einige Gäste hatten selber noch Raketen und Kracher mitgebracht, die sie danach losließen.


Als das Feuerwerk schließlich zu Ende war, gingen wir alle so gegen 0.30 Uhr wieder zurück in die Partyscheune. Nun spielte die Band weiter und die Party wurde fortgesetzt, mit der guten Stimmung des Neuen Jahres und jetzt erst recht. Es gab auch noch einen „Mitternachts-Snack“ in Form von Suppe, aber darauf hatte ich keinen Appetit mehr. Was die Getränke betrifft, stieg ich jetzt zunächst auf kühles Bier um. Dann wurde weiterhin gefeiert und getanzt. Ich tanzte auch noch mehrere Male mit den oben erwähnten Damen, mehr discomäßig und ganz locker. Und wenn man mal gerade nicht tanzte, kam man auch sehr schnell mit netten Leuten ins Gespräch. Ein Herr am Tisch neben mir lud mich zum Wein ein, und eine Dame namens Heidrun war auch sehr lieb und nett, und mit ihr hatte ich am Ende meinen letzten Tanz.

Es wurde bis etwa 3.00 Uhr getanzt und gefeiert, dann brachen die meisten Gäste auf. Auch die Band machte Schluß und es wurde nur noch Disco-Musik gespielt. Und auch ich wurde allmählich müde, und so verabschiedete ich mich – sowohl von Familie Bruns als auch von all den netten Menschen, die ich an diesem Abend kennengelernt hatte oder schon aus den letzten Jahren kannte.
Für das nächtliche Heimfahren gab es wieder einen Fahrservice vom Haus Kemnade, der die Gäste in die verschiedenen Stadtteile zurückbrachte. Ich ging auf den Burghof und wartete mit einigen anderen Gästen noch einige Minuten (die gleichen, die im letzten Jahr mit mir zurückfuhren), bis der Fahrservice zurückkam. Dann stiegen wir ein und er fuhr zuerst nach Bochum-Wiemelhausen, wo ich wohne und in der Nähe vom Kiefernweg ausstieg. Ich ging noch ein wenig draußen umher, um noch ein wenig frische Luft zu schnappen, bevor ich wieder nach Hause ging, wo ich genau um 4.00 Uhr eintraf.

*****

Jetzt wollen wir sehen, was das Jahr 2012 bringen wird.
Als erstes ist zu hoffen, dass der vielzitierte und für das Jahr 2012 vorausgesagte 
Weltuntergang nicht stattfinden wird und Ereignisse wie in diesem Film 
niemals Wirklichkeit werden.
Aber da bin ich optimistisch. Und Optimismus ist
die Grundvoraussetzung für eine positive Lebenseinstellung.


*****

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs
ein gutes, gesundes, erfolgreiches,
friedliches, gesegnetes und glückliches
Neues Jahr 2012

Caesar

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Freitag, 16. Dezember 2011

Artemis am 09.12.2011

Es ist kaum zu glauben, aber das Jahr ist schon wieder fast zu Ende. So schnell vergeht die Zeit, und am Freitag, dem 09. Dezember, fand mein letztes Essengehen in diesem Jahr statt. Es war meine private „Weihnachtsfeier“ im kleinen Kreise (also ich).

Das Restaurant „Artemis“ an der Wasserstraße 419 in Bochum

Wer diesen Blog regelmäßig liest, dem wird sicher schon aufgefallen sein, dass ich zu bestimmten Zeiten im Jahr immer bestimmte Restaurants besuche und danach bestimmte Filme sehe. So ist das eben bei mir; gewisse Dinge, die jeweils schön waren, spielten sich ein und finden nun bei mir in einer gewissen Regelmäßigkeit statt, und sei es auch nur jährlich. Ich bin eben ein Gewohnheitsmensch.

Es war heute, wie schon in den letzten Tagen, meist stark bewölkt, ungemütlich und regnerisch, und dabei auch nicht besonders kalt (also kein typisches Dezemberwetter). Ich fuhr wie üblich mit dem Taxi zum „Artemis“ und traf dort um etwa 20.30 Uhr ein. Anwesende Personen von der Belegschaft waren Stelios, der Inhaber, sowie noch andere Damen und Herren vom Service, die ich bereits alle kenne. Das Restaurant war mal wieder gut besucht, so wie immer in der Vorweihnachtszeit. Ich hatte wieder meinen üblichen Stammplatz.


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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Ouzo.

Begleitend zum Menü ein Mineralwasser.

1. Gang – 1. Vorspeise:
„Dolmadakia“
Griechische Weinblätter gefüllt mit Reis
an einer hauseigenen Spezialsauce, dazu Brot

2. Gang – 2. Vorspeise:
Gegrillter Oktopus
Zwei frische Oktopus-Tentakeln vom Grill
auf Olivensauce mit Zitrone und etwas Salat

Wein bei den Vorspeisen:
„Makedonikos“, ein griechischer Weißwein
(eine Karaffe zu 0,5 l)

3. Gang – Hauptgericht:
Grillteller „Artemis“
Eine Auswahl verschiedener Fleischsorten vom Grill:
Ein Souflaki, ein Zuzuki, ein Lammkotelett,
ein Steak, eine Leber und ein Filet;
dazu Zaziki, Pommes frites, Reis und ein gemischter Salat

Wein beim Hauptgericht:
„Makedonikos“, ein griechischer Rotwein
(eine Karaffe zu 0,5 l)

4. Gang – Dessert:
Eisbecher „Nussknacker“
Pistazieneis und Walnusseis mit Walnüssen,
Nusslikör und Sahne

Danach noch einen Kaffee und vom Haus noch
einen sehr guten, 40 Jahre alten Metaxa.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also – trotz einiger kleinerer Pannen, die wohl durch den vorweihnachtlichen Stress bedingt waren - wieder ein schöner griechischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant, wünschte schöne Feiertage und ein gutes Neues Jahr. Dieses war, wie schon gesagt, mein letztes Essengehen im Jahr 2011. Dann fuhr ich mit dem Taxi wieder nach Hause, wo ich um kurz nach 23.30 Uhr eintraf und wo ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film zu Gemüte führte:



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Freitag, 9. Dezember 2011

Besinnliches im Advent


Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.
Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?
Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent.

Mit diesem Adventsgedicht möchte ich an den großen Meister des deutschen Humors erinnern, der in diesem Jahr für immer von uns gegangen ist.


Vicco von Bülow alias Loriot

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Dienstag, 29. November 2011

Haus Oekey am 17.11.2011

Wie es bei mir im November Tradition ist, gönnte ich mir auch in diesem Jahr in einem meiner Lieblingsrestaurants ein besonderes Gänse-Menü, und zwar, wie im letzten Jahr, im Haus Oekey.

Das Hotel und Restaurant „Oekey“ in Bochum.

Da ich weiß, dass dieses Restaurant zu dieser Jahreszeit an einem Freitag Abend fast völlig ausgebucht ist, wählte ich für mein Gänse-Essen einen Donnerstag Abend, denn dann ist es nicht ganz so voll und die Reservierung kein Problem. Am Donnerstag, dem 17. November also, war es am Abend recht kalt, aber trocken und klar. Ich ging um 20.10 Uhr von zu Hause aus los und traf um etwa 20.30 Uhr im Haus Oekey ein.

Das Restaurant war gut besucht. Anwesende Personen von der Belegschaft waren diesmal: Herr Wicherek, Herr Rehbein, Herr Weiß, eine junge Kellnerin namens Anna und noch eine weitere junge Kellnerin namens Eva. Ich hatte meinen üblichen Stammplatz, in der Mitte des ersten Raumes. Ich stellte mir ein vorzügliches Menü rund um die Gans zusammen, und als Hauptgericht selbstverständlich den gegrillten Gänsebraten, das heißt: Brust und Keule. Erst nach der Bestellung erfuhr ich von Herrn Wicherek, dass zwei verschiedene Gänsebraten im Angebot sind, nämlich die Dithmarsche Gans und die polnische Gans. Da die Dithmarsche Gans aber noch qualitativ besser und schmackhafter ist (von freilaufenden Gänsen, die im hohen Norden über die Deiche marschieren), wählte ich selbstverständlich diese, und Herr Wicherek sagte noch rechtzeitig in der Küche bescheid und sorgte dafür, dass ich auch wirklich den Dithmarschen Gänsebraten bekomme. Und damit hat er mir nicht zuviel versprochen. Eine Köstlichkeit, für die ich hier keine treffenden Worte finde. Dazu noch die passenden Beilagen und ein guter Wein … hmmm, einfach vor-züg-lichst!

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Cocktail namens „Hugo“
mit Sekt, Limette und Minze.

Als Amuse Bouche:
Hausgemachtes Gänseschmalz und Zwiebelbrot

Begleitend zum Menü eine kleine Flasche Mineralwasser (0,5 l).

1. Gang – Vorspeise:
Gebratene Gänseleber in Balsamicojus,
mit geschmorten Zwiebeln, Paprikastreifen und Nudeln

2. Gang – Suppe:
Muskat-Kürbissuppe
mit Räucheraal und gebratener Blutwurst

Wein bei der Vorspeise und der Suppe:
„Bellevue La Foret“
Halbtrockener französischer Rosé-Wein, 2009

3. Gang – Fisch:
Filet vom St. Petersfisch im Knuspermantel
mit Pfifferlingrahm, dazu Rosenkohl und Kräuterkartoffeln

Wein beim Fisch:
„Weisser von Stromberg“ (nein, NICHT der hier!)
Trockener Württemberger Weißburgunder, 2010

4. Gang – Zwischengang:
Apfelsorbet mit Calvados

5. Gang – Hauptgericht:
„Gegrillter Dithmarscher Gänsebraten“
Brust und Keule von der Dithmarschen Gans
mit Gänsesauce, Marzipan-Bratapfel,
Rotkohl und Kartoffelklößen



Wein beim Hauptgericht:
„Neo Cuvee Rot“, Cleebronn & Güglingen
Trockener Lemberger Rotwein, 2007

6. Gang – Dessert:
Wan Tan mit Zwetschgen und Nüssen gefüllt,
dazu Schokoladen-Chili-Honigeis und Safran-Vanillesauce

Danach noch einen Kaffee und einen Williams Birnengeist.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten empfohlenen Weine. Es wurde also ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Da die anderen Gäste alle vor mir gingen, war ich am Ende der letzte Gast. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Dann ging ich wieder nach Hause, wo ich um ca. 0.20 Uhr eintraf.
Dort sah ich dann bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film:



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Dienstag, 15. November 2011

Isola Bella am 11.11.2011

Am Freitag, dem 11.11.11 (was für eine Schnapszahl!) war ich nach längerer Zeit mal wieder im „Isola Bella“ essen. Auf ein italienisches Menü in diesem Restaurant hatte ich nämlich wirklich mal wieder Appetit, auch wenn am Martinstag sicherlich etwas anderes angesagt gewesen wäre, nämlich Gans. Aber die kommt in diesem Monat auch noch dran! Ich bin ein Mensch, der das Leben trotz aller Widrigkeiten und Schattenseiten zu genießen weiß, und zwar auf seine ganz persönliche Weise. Genau das macht einen „Lebenskünstler“ aus. Darum heißt es bei mir „Carpe Diem“ und hin und wieder auch „La Dolce Vita“...

Das Isola Bella an der Ecke Hauptstraße/Bonhoefferstraße in Witten.

In den letzten Tagen war es bereits recht kalt geworden, aber dabei immer trocken und klar. Ich fuhr um 19.10 Uhr mit dem Bus 375 von der Markstraße aus los (er kam diesmal auch pünktlich, gottseidank!) und kam um kurz vor 19.30 Uhr in Witten am Ossietzkyplatz an. Von dort aus ging ich die Wideystraße hinauf bis zum „Isola Bella“.

Das Restaurant war etwa zur Hälfte besucht. Anwesende Personen von der Belegschaft waren: Frau Ender, Rosario und Janine. Diesmal hatte ich aber nicht meinen üblichen Stammplatz, sondern einen Platz dahinter, in der Ecke, wo die Spiegel sind (es war der Platz, den ich in der ersten Jahren dort immer hatte). Zwischen den einzelnen Gängen unterhielt ich mich hin und wieder mit Rosario oder Frau Ender über verschiedene Dinge.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Prosecco.

Als Amuse Bouche sowie begleitend zum Menü gab es ein Körbchen
mit kleinen Brötchen und hausgemachter Kräuterbutter.

Begleitend zum Menü eine Mineralwasser.

1. Gang – Vorspeise:
Antipasto „Isola Bella“
Kalte Vorspeise – eine besondere Spezialität des Hauses

2. Gang – Suppe:
Minestrone
Italienische Gemüsesuppe

3. Gang – Fisch:
Gamberoni alle Erbe
Riesengarnelen mit Kräutersauce und Reis

Wein von der Vorspeise bis zum Fisch:
Pinot Grigio“, ein leichter Weißwein
(drei Karaffen zu je 0,25 l – bei jedem Gang eine)

4. Gang – Hauptgericht:
Scaloppa Bella Vista
Kalbsschnitzel mit Zwiebeln, Champignons und Schinken in Sahnesauce,
 dazu gratinierte Kartoffeln, Bohnen und Auberginen

Wein beim Hauptgericht:
Montepulciano D´Abruzzo“, ein italienischer Rotwein
(eine Karaffe zu 0,5 l)

5. Gang – Dessert:
Tartufo
Italienische Eisspezialität

Danach noch einen Kaffee und einen sehr guten Grappa.

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Dieses Menü war mal wieder ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde somit wieder ein schöner italienischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Dann ging ich zum Ossietzkyplatz und fuhr von dort aus um 22.47 Uhr mit dem Bus 375 wieder zurück nach Bochum bis zur Haltestelle Kiefernweg. Von dort aus ging ich wieder nach Hause, wo ich um etwa 23.10 Uhr eintraf.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:


James Bond 007: „Goldeneye
(diesmal sogar auf DVD!)

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Freitag, 11. November 2011

Gedanken im November


Das Jahr geht allmählich in seine letzte Runde... die Tage werden kürzer, die Luft wird kälter und die Bäume haben schon fast alle Blätter verloren. Leichte Nebelschwaden ziehen über Wiesen und Felder, und alles wird etwas ruhiger. Das ist der November!

Man unternimmt einen Spaziergang in der Abenddämmerung. Auf dem Friedhof leuchten noch all die roten Lichter von Allerheiligen. Es entsteht ein angenehmes Gefühl der Ruhe und des Friedens. Der Vollmond ist aufgegangen. In der Ferne heult ein Hund. Man geht weiter über dunkle Wege am Friedhof entlang. Eine Gestalt in einem schwarzen Umhang nähert sich. Ist es ein Vampir? Nein, es ist nur ein älterer Herr, der auch nur spazieren geht. Auf der Friedhofsmauer steht ein grinsender Kürbis, der noch von Halloween übrig war. Ein paar Krähen (oder Raben?) fliegen laut krächzend über die Bäume. Es ist eine schon leicht gruselige, aber durchaus angenehme und friedvolle Atmosphäre. Man atmet die frische, kalte, würzige Herbstluft ein. Man schlurft durch das Laub auf allen Wegen. Nun ist es bereits stockdunkel. Man denkt nach. Über das Leben, über seinen Sinn, über die Menschen, über die Wege eines friedlichen Miteinanders. Auch darüber, wie kurz das Leben ist und dass man versuchen sollte, jeden einzelnen Tag zu genießen und bewusst zu erleben – und nicht wartet auf das, was man tun möchte. Wir nehmen alles als so selbstverständlich hin, dabei hängt es doch am seidenen Faden. Das wird uns leider immer zu spät bewusst.
Man blickt über den dunklen Friedhof und sieht unzählige rote Lichter. Leichter Nebel schleicht über die Gräber. Ich glaube, ich gehe wieder nach Hause, mir wird kalt. Es ist so friedlich. Von der Straße hört man kaum etwas. In der Ferne wieder der Hund. Liegt es am Vollmond, oder was hat er? Oder ist es gar ein Werwolf? Man weiß es nicht, man weiß es nicht.... Situationen wie diese stimulieren die Phantasie. Andererseits, es gibt viel Mystisches, vieles zwischen Himmel und Erde, was wir nicht verstehen oder von dem wir nichts wissen. Gibt es außerirdisches Leben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Fragen über Fragen. Aber müssen wir Menschen denn alles wissen? Ist es vielleicht nicht besser, gewisse Dinge nicht zu wissen?
Langsam führt der Weg nach Hause. Das Jahr ist viel zu schnell vergangen. Ich glaube, ich lasse den Abend mit klassischer Musik und einen guten Glas Rotwein ausklingen.
Etwas Ruhe in der Unrast dieser Zeit. Das ist es, was wir brauchen.

Das waren Gedanken, die mir heute am frühen Abend während eines Spaziergangs kamen.

Dazu passend noch ein Gedicht:


Herbsttag

HERR: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke
(Herbst 1902)

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Sonntag, 30. Oktober 2011

Haus Kemnade am 28.10.2011


Am 25. Oktober 2011 feierte ich meinen 39. Geburtstag. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich schon so alt bin, denn so fühle ich mich noch gar nicht. Und dass ich im nächsten Jahr sogar 40 werde, daran mag ich noch gar nicht denken. Mein Gott, wo ist bloß die ganze Zeit geblieben? Sie läuft offenbar schneller, als man mitkommen mag ...

Meinen Geburtstag habe ich in diesem Jahr so gefeiert wie in den letzten Jahren auch: Vormittags kamen Anrufe von einigen Gratulanten, am Nachmittag und Abend feierte ich mit Familie und Verwandten. Auch mit den Geschenken war ich wieder sehr zufrieden. Insgesamt hatte ich am 25.10. einen schönen Geburtstag. Jetzt fehlte nur noch das besondere „Geburtstagsessen“ in einem meiner Lieblingsrestaurants, welches bei mir immer traditionell an dem Freitag nach meinem Geburtstag, also am letzten Freitag im Oktober, stattfindet. In diesem Jahr fand dieses Abendessen, wie auch schon in den vergangenen Jahren, im Haus Kemnade statt.

An diesem Freitag also, dem 28. Oktober, war das Wetter angenehm, trocken, und auch gar nicht kalt (vor zwei Wochen war es kälter). Um 19.30 Uhr verließ ich meine Wohnung und ging zur Bushaltestelle an der Königsallee, von wo aus ich um 19.56 Uhr mit dem Bus CE31 bis zum Haus Kemnade fuhr. Ich ging gemütlich ins Burggelände (in der Partyscheune und im Rittersaal fand auch irgendetwas statt) und hinüber zum Restaurant, wo ich um ca. 20.30 Uhr eintraf.

Das Restaurant war halbvoll. Als ich eintraf, wurde mir nachträglich zum Geburtstag gratuliert und Birgit Bruns hatte sogar ein Präsent für mich, was mich sehr gefreut hat, nämlich eine Flasche Schlumberger Jahrgangssekt, welche in einer wirklich originellen Dose verpackt war, die, wenn man sie öffnete, Donauwalzerklänge spielte – so, als ob André Rieu persönlich in der Dose stecken würde. Weitere Personen von der Belegschaft waren Denise, Svenja und Tibor, welche mich an diesem Abend auch bedienten, sehr zuvorkommend und sehr nett.

Ich hatte wie immer meinen Stammplatz.

Nach dem Aperitif stellte ich mir das Menü dieses Abends zusammen und ließ mir wie üblich von Birgit die passenden Weine dazu empfehlen. Bei dem Menü lag diesmal der Schwerpunkt auf Wild, wie es zu dieser Jahreszeit auch am besten passt. Ein junger Mann aus der Küche kam einmal und stellte sich vor (leider weiß ich jetzt seinen Namen nicht mehr). Auch Heinz Bruns kam einmal kurz und gratulierte mir, er hatte an diesem Abend in der Küche zu tun. Und Sascha, der eigentlich im Rittersaal tätig war, kam einmal herunter und unterhielt sich ein wenig mit mir. So kam es zwischen den Gängen immer mal wieder zu Abwechselung und netten Gesprächen.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Glas Champagner.

Als Amuse Bouche gab es ein Scheibchen Gänsestopfleber.

Begleitend zum Menü eine Flasche Mineralwasser (Herzog life)
sowie ein Körbchen mit kleinen gemischten Brötchen.

1. Gang – Vorspeise:
Feine Tranchen vom Wildschinken
mit Sauce Cumberland und Feldsalat

2. Gang – Suppe:
Kürbiscrémesuppe
mit gerösteten Kernen und steirischem Kernöl

Wein bei der Vorspeise und der Suppe:
„Jechtinger Steingrube“ vom Weingut Norbert Helde
(kräftiger Chardonnay aus 2010)

3. Gang – Fisch:
Lachsfilet vom Grill mit Kräuterbutter,
Rosmarinkartoffeln und Salat

Wein beim Fisch:
„Hex´ von Dasenstein“ - Grauer Burgunder
(ein trockener Weißwein aus 2009)

4. Gang – Hauptgericht:
Rehrücken „Klassisch“
mit gefüllter Williamsbirne,
Pfifferlingen und hausgemachten Spätzle

5. Gang – Käse:
„Gemischter Käseteller“
Drei französische Käsesorten, dazu Brot und Butter

Wein beim Hauptgericht und beim Käse:
„Ardosino“
(ein trockener portugiesischer Rotwein aus 2005)

6. Gang – Dessert:
Rote Beerengrütze
mit Bourbon-Vanille-Eis und Vanillesahne

Danach noch einen Kaffee und einen „Hennessee“.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Um 23.49 Uhr fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Gegen 0.20 Uhr traf ich wieder zu Hause ein.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen Klassiker an:


von und mit dem unnachahmlichen Louis de Funés.

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Pablo am 13.10.2011

Am Donnerstag, dem 13. Oktober 2011 war ich in einem meiner Lieblingsrestaurants essen, und zwar im spanischen Restaurant „Pablo“. Hier ist der Bericht:

Das spanische Restaurant „Pablo“ in der Goystraße.

Nachdem es Anfang Oktober noch richtig schön warm und sommerlich war (siehe hier), so hatte es sich in den letzten Tagen doch sehr abgekühlt und es war schon richtig herbstlich geworden. Auch heute abend war es schon relativ kalt – aber eine sehr angenehme, frische, klare Herbstluft. Ich fuhr mit der Stadtbahn bis zur Wasserstraße und ging den Rest zu Fuß. Das „Pablo“ war nicht ganz so voll wie an einem Freitagabend, sondern eher zur Hälfte; so war es wenigstens nicht ganz so laut und hektisch. Ich bekam wieder einen schönen gemütlichen Tisch an der Seite, wo ich sonst auch immer sitze.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Wodka Martini.
(natürlich geschüttelt, nicht gerührt!)

Als Amuse Bouche ein kleines Tomaten-Bruschetta.

Begleitend zum Menü eine Mineralwasser.

1. Gang – Vorspeise:
„Tapas Variadas“
Aioli mit Brot, Oliven mit Anchovis, Pflaumen im Speckmantel, eingelegte Sardellenfilets, paniertes Krebsfleisch mit Sweet-Chili-Sauce, getrocknete Tomaten, frittierte Sardellenfilets, Calamares alla Romana, marinierter Schafskäse

2. Gang – Suppe:
Crémesüppchen von der Petersilienwurzel
mit gerösteten Birnenspalten und Walnüssen
(dieses „Süppchen“ war aber eher ein Brei)

3. Gang – Hauptgericht:
Dorade Royal – frisch vom Grill –
gefüllt mit frischen Kräutern und Knoblauch,
dazu Patatas und mediterranes Gemüse


Wein bei diesem Menü:
„Marques de Caro“, ein spanischer Weißwein
(zwei Karaffen zu je 0,5 l)

3. Gang – Dessert:
Drei Kugel Eis von Plückthun:
Erdbeer, Schokolade und Vanille mit Sahne

Danach noch einen Kaffee und einen sehr guten Brandy.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also wieder ein wunderbarer spanischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Dann ging ich zur Wasserstraße zurück und fuhr mit der Stadtbahn wieder nach Hause.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:



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Sonntag, 2. Oktober 2011

Das Herbstfest im Haus Oekey

Das Restaurant „Oekey“, eines meiner Lieblingsrestaurants, veranstaltete in diesem Jahr vom 01. bis zum 03. Oktober in seinen Räumen ein „Herbstfest“, jeweils von 17.00 – 22.00 Uhr. An allen drei Tagen wurden französische, italienische und spanische Spezialitäten angeboten. Auch für musikalische Unterhaltung wurde gesorgt. 
Am Samstag, dem 01. Oktober, nahm ich an diesem Fest teil.

Das Hotel und Restaurant „Oekey“ in Bochum.

Das „Herbstfest“ hätte eigentlich auch als „Sommerfest“ durchgehen können, denn an den ersten drei Oktobertagen war es sonnig und sehr sehr warm, am Samstag sogar 27°C. Als ich um 17.00 Uhr losging, merkte ich schon, dass mir selbst das Jackett und das langärmelige Oberhemd zu viel waren. Ein kurzes Hemd hätte allemal gereicht. 
Naja, als ich kurz darauf im „Oekey“ eintraf, konnte ich das Jackett ja wenigstens ausziehen und die Ärmel hochkrempeln. Es war – sowohl drinnen als auch draußen – sehr sehr warm, so dass drinnen der Ventilator eingeschaltet werden musste. Als ich eintraf, musste ich feststellen, das ich der erste Gast des heutigen Herbstfestes war. Aber angesichts der reichhaltigen Auswahl an Speisen habe ich mir absichtlich gedacht, ich komme etwas früher, um genug Zeit zu haben und wirklich von allem mal etwas probieren zu können. Für ein gutes Essen braucht man eben Zeit, und die Sättigung soll ja nicht zu früh eintreten. Nach der Begrüßung durch Frau und Herrn Wicherek nahm ich an meinem Stammtisch Platz, in der Mitte des ersten Raumes. Die anderen Gäste des heutigen Herbstfestes trudelten im Laufe der nächsten zwei Stunden ein, später war das Lokal dann voll.

Nach einem Aperitif und dem Studium der Angebote des heutigen Herbstfestes besah ich mir das Buffet. Wie gesagt, es wurden sowohl französische, als auch italienische, als auch spanische Spezialitäten angeboten. Ein kaltes Buffet war drinnen, gegenüber der Theke, aufgebaut, während die warmen Speisen draußen auf der Terasse zu holen waren, wo sie teilweise frisch auf dem Grill zubereitet wurden. Andere Spezialitäten wiederum wurden in der Küche zubereitet, waren also zu bestellen. Bei mir war es recht bunt gemischt; manches holte ich mir vom Buffet, manches bestellte ich. Am Ende kam jedenfalls ein ausgiebiges Menü mit lukullischen Genüssen aus drei Ländern dabei heraus. Dazu trank ich selbstverständlich die jeweils passenden Weine, die ich mir wie immer empfehlen ließ.

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Insbesondere nahm ich folgende Spezialitäten zu mir:

Aperitif und Amuse gueule

Entenlebermousse, Serranoschinken, Vitello Tonnato,
Carpaccio vom Rinderfilet mit Parmesan
dazu Weißwein

Scampis aus dem Olivenöl,
Austern überbacken, Austern Natur,
spanische Muscheln, Jakobsmuscheln
dazu Weißwein

Gebratene Entenleber
dazu Rotwein

Charolais-Roastbeef und Filetspitzen „Normandie“,
mit feinen Bandnudeln
dazu Rotwein

Filet vom Iberico-Schwein und Lammrücken
mit spanischen Kartoffeln und Gemüse
dazu Rotwein

Käseteller mit Brot
dazu Rotwein

Gemischte Dessertcreation
aus allen drei Ländern

Kaffee und Pflaumengeist

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Es war einfach alles köstlich, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine.

Für musikalische Unterhaltung wurde auch gesorgt. Zuerst gab es französische Musik in Gestalt eines französischen Akkordeonspielers, der auch dazu sang, und später stimmungsvolle italienische Musik durch das Tischmusik-Duo „Bella Italia“ mit einem Sänger und einem Gitarristen. Ja, da kam Freunde auf!

Erst französische Musik, ….

… dann italienische!
(aber nur mit dem Herrn links und dem in der Mitte)

Fazit:
Ein gelungener Auftakt des beginnenden Herbstes!

Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich dann wieder und ging durch die laue Abendluft nach Hause.
Dort sah ich mir bei Kaffe und Cognac noch einen Klassiker an:


von und mit dem unnachahmlichen Mel Brooks.

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Montag, 12. September 2011

Zehn Jahre danach


Genau 10 Jahre sind nun schon vergangen seit dem 11. September 2001, dem „Tag des Terrors“. Dem Tag, der die Welt veränderte. Dem Tag, der der Welt einen mächtigen Schock versetzte. Der Tag, von dem vorher keiner geglaubt hätte, dass so etwas tatsächlich mal passieren könnte …

Jeder Mensch wird sich sicher noch gut daran erinnern, was er am 11.09.2001 gemacht hat. Ich weiß es auch noch sehr genau, denn für mich hatte dieser Tag eine ganz andere Bedeutung. Der 11.09.2001 ist nämlich der Tag gewesen, an dem ich mein erstes Staatsexamen bestanden habe.

Die fünf Klausuren für dieses Examen habe ich bereits im März 2001 geschrieben, die Examens-Hausarbeit schrieb ich von Mitte April bis Mitte Mai; sie dauerte insgesamt vier Wochen. Im Juni 2001 erhielt ich dann die Nachricht, dass ich zur mündlichen Prüfung zugelassen wurde. Darüber war ich sehr froh, denn das bedeutete, dass ich die Klausuren und die Hausarbeit schon mal so weit bestanden hatte. Für den Tag der mündlichen Prüfung wurde der 11.09.2001 festgesetzt.

Am 11.09.2001 stand ich dann morgens früh auf, frühstückte und zog mir einen guten Anzug an (man möchte ja schließlich einen guten Eindruck auf die Prüfer machen). Dann fuhr ich mit dem Zug nach Düsseldorf, denn dort fand die mündliche Prüfung statt, und zwar in einer Nebenstelle des Oberlandesgerichts. Außer mir waren noch fünf weitere Kandidaten da, die an diesem Tag mit mir zusammen diese Prüfung hatten. Zuerst gab es für jeden einzelnen ein Vorgespräch mit dem Vorsitzenden der Prüfungskommission. Dann gingen die Prüfungsgespräche los: Zuerst kam das Zivilrecht an die Reihe, das dauerte eine Stunde. Dann, nach einer kurzen Pause, das Strafrecht, ebenfalls eine Stunde. Dann, nach einer weiteren Pause, das Staats- und Verwaltungsrecht, wiederum eine Stunde, und dann, nach einer weiteren Pause, wurde jeder in der von ihm/ihr gewählten Wahlfachgruppe geprüft, was insgesamt wiederum eine Stunde dauerte. Diese Prüfungsgespräche liefen, wie ich zugeben muss, in einer sehr angenehmen Atmosphäre ab, ohne Stress und Anspannung, und ohne dass man sich besonders unter Druck gesetzt fühlte. Darüber war ich schonmal sehr erleichtert.
Nach einer weiteren Pause, in der die Prüfungskommission sich beriet, wurden dann die Ergebnisse verkündet: Ich hatte bestanden, und die fünf anderen Kolleginnen und Kollegen auch! Ich weiß noch genau, welche Erleichterung ich da verspürte. Es war geschafft!!!!!!
Inzwischen war es 15.00 Uhr geworden, und ich ging mit den fünf anderen erst einmal etwas essen und trinken. Wir stießen auf unser bestandenes Examen an und unterhielten uns voller Freude und Heiterkeit... (etwa zur gleichen Zeit passierten in den USA die Katastrophen, wovon ich aber erst später erfuhr...).
Dann verabschiedete ich mich von den anderen und fuhr mit dem Zug wieder nach Bochum zurück. Dort wurde dann mit Sekt und Musik noch weiter gefeiert.

Als ich irgendwann am Abend, schon deutlich angetüdelt vom Sekt, den Fernseher einschaltete und die Bilder vom einstürzenden World Trade Center sah, dachte ich zuerst, das wäre ein Film! Ich meine, wer hätte denn (vorher) gedacht, dass so etwas wirklich passieren könnte! Dann aber merkte ich, dass es kein Film war, sondern eine Nachrichten-Sondersendung, und dass auf jedem Programm darüber berichtet wurde – dass es also wirklich geschehen war....

Irgendwann bin ich dann ins Bett gefallen. Erst am nächsten Morgen beim Kaffee und wieder halbwegs nüchtern, erfuhr ich durch Zeitung, Internet und Fernsehen mehr über die Terror-Anschläge.

Ja, so habe ich diesen Tag erlebt. Jeder Mensch hat wohl seine ganz eigene Geschichte zu diesem Tag.

Im April 2005 war ich in New York und habe mich auch am Ground Zero umgesehen. Damals war es eine riesengroße Baustelle, man arbeitete zu der Zeit an den Tiefgeschossen für das, was dort entstehen sollte.
Jetzt haben wir 2011. In weiteren zehn Jahren, also 2021, wird es am Ground Zero voraussichtlich so aussehen:

Das neue World Trade Center, besonders der Turm
One World Trade Center“, auch „Freedom Tower“ genannt.
Die beiden Wasserbecken sind genau dort,
wo die Türme des alten World Trade Centers gestanden haben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Welt nie wieder so etwas erleben muss, wie sie es am 11.09.2001 erleben musste. Der internationale Terrorismus ist eines der größten Probleme der heutigen Zeit, und alle Nationen sind aufgerufen, weiterhin an der Lösung dieses Problems zu arbeiten. Dass die Menschen auf diesem Planeten miteinander – und nicht nebeneinander oder gar gegeneinander – leben, wird leider noch immer zu oft vergessen.

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Dienstag, 23. August 2011

Falschbeschuldigungen und Fehlurteile

Wie ich in meinem Bericht über den Fall Kachelmann schon schrieb, sind Falschbeschuldigungen sexueller Art keine Seltenheit. Es scheint bei Frauen inzwischen zu einem regelrechten „Sport“ geworden zu sein, Männer zu Unrecht einer Sexualstraftat zu bezichtigen. Egal ob aus Eifersucht, aus Rache, um einem Mann „auszuschalten“, aus gekränkter weiblicher Eitelkeit, aufgrund von psychischen Störungen, um sich zu profilieren, oder um in Scheidungs- oder Sorgerechtsverfahren besser abzuschneiden – die Gründe dafür sind vielfältig. Dass es Frauen gibt, sie so bösartig und skrupellos sind und mit solchen Bezichtigungen das Leben, zumindest aber den Ruf eines Mannes nachhaltig zerstören, ist schon schlimm genug. Das Schlimmste aber ist, dass solche Frauen mit solchen Vorwürfen bei der Justiz auch noch durchkommen! Das ist der größte Skandal.


Als ich von dem konkreten Fall, um den es hier geht, erfuhr, hat es mir glatt die Sprache verschlagen und es lief mir eiskalt den Rücken herunter – obwohl ich in dieser Hinsicht schon wahrlich einiges gewohnt bin. Wenn ich von solchen Fällen erfahre, verursacht es mir ein körperliches und seelisches Unbehagen, für das mir hier schlichtweg die Worte fehlen. Und wenn ich mich als absolut Unbeteiligter, als Außenstehender, schon so fühle, wie mögen sich dann erst diejenigen fühlen, die direkt betroffen sind? Die Opfer dieser furchtbaren, voreingenommenen und unkontrolliert wütenden Justiz, denen das Leben unwiderruflich versaut worden ist, und die körperlich und seelisch irreparabel zerstört worden sind....

Das Opfer in diesem konkreten Fall heißt Horst Arnold. Er war Lehrer für Biologie und Sport, als plötzlich im Jahre 2001 das Unglück in Gestalt einer neuen Kollegin über ihn hereinbrach: Diese Kollegin, die noch neu an seiner Schule war und es offenbar auf seinen Posten als Leiter des Fachbereichs Biologie abgesehen hatte, bezichtigte ihn, sie während der Pause im Lehrerzimmer anal vergewaltigt zu haben... Ein Vorwurf, der als solcher schon ziemlich abstrus anmutet, wenn man einmal logisch nachdenkt (wozu viele Juristen offenbar nicht in der Lage sind), und für den es im übrigen auch keinerlei Beweise gab. Trotzdem glaubten Polizei und Justiz uneingeschränkt dieser Frau und verhafteten Horst Arnold. Bei dem Prozess im Jahre 2002 stellte sich die Frau als armes, armes Opfer dar und weinte, was wohl großen Eindruck auf die Richter machte, was aber jede gute Schauspielerin fertigbringt. Beweise gab es, wie gesagt, nicht. Es stand Aussage gegen Aussage. Trotzdem glaubte der vorsitzende Richter, dieser Dr. Christoph Trapp vom Landgericht Darmstadt, uneingeschränkt der Frau und verurteilte Arnold wegen Vergewaltigung zu fünf Jahren Gefängnis. Das ist selbst im Falle der Schuld eine extrem hohe Strafe!

Diese fünf Jahre musste er vollständig absitzen und bekam keinerlei Erleichterungen des Vollzuges. Das ist gängige Vollzugspraxis, wenn jemand die Tat, wegen der er verurteilt wurde, nicht gestehen und nicht bereuen will. Dies tat Horst Arnold nicht, da er ja unschuldig war. Mit anderen Worten: Unschuldige erleben um ein Vielfaches härtere Knastbedingungen als Schuldige. Unschuldige haben es tausendmal schwerer. Da ein wegen Vergewaltigung verurteilter Mensch in der Knasthierarchie auf tiefster Stufe steht, bedeutete der Knast für Horst Arnold einen täglichen Kampf ums Überleben. Nach seiner Entlassung war eine Rückkehr ins normale Leben unmöglich. Als verurteilter Vergewaltiger bekam er keinen Job mehr (heute lebt er von Hartz IV), und keiner wollte mehr etwas mit ihm zu tun haben.

Horst Arnold (links) mit seinem Anwalt Hartmut Lierow.

Im Jahre 2008 stellte sich dann aber mit Hilfe einer Frauenbeauftragten und ihres Bruders, des engagierten Rechtsanwalts Hartmut Lierow (der dann auch die Verteidigung für Horst Arnold übernahm) heraus, dass das angebliche „Opfer“ in allen Punkten gelogen hatte. Es kam plötzlich so viel über diese Frau ans Licht, dass es einem die Sprache verschlägt; diese Frau ist eine chronische Lügnerin. Nach all diesen Erkenntnissen kam eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor dem Landgericht Kassel zustande, in welcher Horst Arnold am 05.07.2011 wegen erwiesener Unschuld freigesprochen wurde.
Der Richter am Landgericht Kassel sagte in seiner Urteilsbegründung: „Ihnen wurden 10 Jahre ihres Lebens genommen“. Das ist wahr, und diese 10 Jahre gibt ihm auch niemand zurück. Er ist psychisch und physisch kaputt, wirtschaftlich und beruflich ruiniert, seine Ehre ist kaputt, sein Leben versaut. Dafür gibt es keine Wiedergutmachung. Die dürftige, kümmerliche Haftentschädigung, die er vielleicht irgendwann, nach langem Kampf, einmal bekommen wird, ändert daran nichts und ist blanker Hohn – und eine weitere Schande für diesen Staat, der die Würde von Menschen mit Füßen tritt.


Was mich im letztgenannten Artikel am meisten wütend macht, ist der Satz:

Der Richter am Landgericht Darmstadt, der die Freiheitsstrafe im Jahr 2002 verhängt hat, muss übrigens nicht mit Konsequenzen für seinen Fehler rechnen. Nur wenn er vorsätzlich falsch geurteilt hätte, könnte er belangt werden.

Der Richter hat also nicht vorsätzlich geurteilt? Hallo? Es stand doch Aussage gegen Aussage, es gab keine Beweise, und es gab in den Aussagen der Frau und darumherum eklatante Widersprüche. Trotzdem hat Richter Trapp Horst Arnold verurteilt. Das war in jedem Fall vorsätzlich, und zwar vorsätzlich falsch, das ist so offensichtlich, dass es förmlich schreit.
Aber Richter müssen eben niemals mit Konsequenzen für ihre Fehler rechnen. In jedem anderen Beruf wird man für Fehler zur Rechenschaft gezogen, nur nicht in diesem. Denn wer müsste einen Richter oder einen Staatsanwalt für seine Verfehlungen zur Rechenschaft ziehen? Na, wer müsste das tun? Richtig: Andere Richter und andere Staatsanwälte, also Berufskollegen, Mitglieder derselben Gruppe, müssten das tun. Na, und dass das nicht funktioniert, liegt klar auf der Hand. Denn es ist offenbar oberstes Prinzip, niemals gegen Mitglieder der eigenen Gruppe vorzugehen, komme was da kommen mag; oder wie der Volksmund sagt: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!“ Es wird dann einfach nur behauptet, dem Richter bzw. Staatsanwalt sei kein Vorsatz bezüglich seines Fehlers nachzuweisen. Damit ist die Sache dann erledigt.

Der Richter Dr. Christoph Trapp vom Landgericht Darmstadt.
Er schickte einen Unschuldigen für fünf Jahre in den Knast.
Dieser Mann muss unverzüglich raus aus der Justiz,
bevor er noch mehr Schaden anrichten kann.
Er sollte auch mal das Gefängnis kennenlernen!

Es ist einfach zum Kotzen und ein nicht hinzunehmender Skandal für dieses Land, dass eine Verfolgung und Ahndung richterlicher Delikte nicht möglich ist. Nicht einmal die Nazi-Richter, die viele Menschen zum Tode verurteilten, sind nach 1945 bestraft worden. Stattdessen bekamen diese Verbrecher allesamt Posten in der bundesdeutschen Justiz. Sie bildeten Nachfolger aus, diese bildeten später wieder Nachfolger aus, gaben ihr Gedankengut, ihre Mentalität und ihre Fehlbegriffe weiter, und so wurde dafür gesorgt, dass auch die Richter von heute in überwiegender Zahl Verbrecher sind.

Wen könnte man also noch für das Verbrechen, das an Horst Arnold begangen wurde, zur Rechenschaft ziehen? Übrig bliebe da nur noch die Person, die alles angezettelt hat, nämlich die Falschbeschuldigerin Heidi K.. Sie ist nach dem Freispruch von Horst Arnold erst einmal vom Schuldienst suspendiert worden. Sollte der Freispruch endgültig rechtskräftig werden, droht ihr ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung (in mittelbarer Täterschaft, da sie die Justiz „benutzt“ hat) und uneidlicher Falschaussage vor Gericht. Auf Freiheitsberaubung stehen bis zu zehn Jahre, die sie, wie ich finde, auch vollständig absitzen sollte; schließlich sind Horst Arnold wegen ihr 10 Jahre seines Lebens genommen worden.
Doch leider, leider, leider ist der Freispruch noch nicht rechtskräftig, denn – man glaubt es kaum! – Heidi K. hat als Nebenklägerin Revision gegen diesen Freispruch eingelegt, mit Hilfe (oder auf Anraten) ihrer Anwältin Susanne Renner von der Kanzlei Binder & Partner in Bielefeld.
Der Grund für das Einlegen dieser Revision ist klar: Heidi K. weiß, das ihr ein beträchtliches Verfahren wegen Freiheitsberaubung droht, welches aber erst dann gestartet werden kann, wenn der Freispruch von Horst Arnold rechtskräftig ist. Sie versucht ganz einfach, durch diese Revision das Verfahren zu verschleppen und die Rechtskraft des Freispruchs so lange wie möglich hinauszuzögern, damit bezüglich ihrer eigenen Straftaten Verjährung eintritt und sie für das, was sie getan hat, nicht mehr belangt werden kann. Darum geht es ihr nur. Als ob sie ihrem Opfer Horst Arnold nicht schon genug angetan hätte, schneidet sie ihm jetzt auch noch weiterhin den Weg in die berufliche und soziale Rehabilitation ab. Wie bösartig, dreckig, charakterlos, skrupellos und krank muss ein Mensch (falls man sie überhaupt noch so nennen kann) eigentlich sein, um so etwas abzuziehen? Und was sind das für Anwälte, die so jemanden dabei auch noch unterstützen? Haben die gar keine Ehre? Für meine Fassungslosigkeit über so viel Dreckigkeit und Unmenschlichkeit finde ich einfach keine passenden Worte. Ich kann nur hoffen, dass das, was diese Frau jetzt noch abzieht, sich eines Tages strafverschärfend für sie auswirken wird.

Die Falschbeschuldigerin Heidi K.
(wie sie wirklich heißt, erfährt man hier)
Ihr Gesicht ist unkenntlich gemacht worden.
Warum werden solche Leute noch geschützt?

Diese Frau sollte die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen und nicht verschont werden, schon gar nicht, weil sie eine Frau ist oder aus ähnlichen blödsinnigen Gründen. Ihr Opfer Horst Arnold ist ja auch nicht verschont worden. Sie muss mindestens 10 Jahre weggesperrt werden und darf nicht in den Genuss irgendwelcher Hafterleichterungen kommen – Horst Arnold hat ja auch keine bekommen. Auch unter generalpräventiven Gesichtspunkten ist eine maximale Bestrafung dieser Frau vonnöten. So könnten nämlich zukünftige potentielle Falschbeschuldigerinnen davon abgehalten werden, das zu tun, was diese Frau getan hat.

Das Hauptproblem ist und bleibt aber nach wie vor das Verhalten der Justiz in solchen Fällen. Auch wenn außer der Aussage der angeblich vergewaltigten Frau keinerlei Beweise für die Wahrheit ihrer Behauptungen vorliegen, neigen viele Richter dazu, der Frau uneingeschränkt zu glauben. Warum?
Weil viele Frauen gute Schauspielerinnen sind und sehr überzeugend auftreten können, und es schaffen, nicht nur Richter, sondern sogar Psychologen und sogenannte „Glaubwürdigkeitsgutachter“ zu täuschen. Weil in breiten Kreisen der Gesellschaft, auch in der Justiz, die (feministische) These herrscht, dass einer Frau, die behauptet, Opfer einer Sexualstraftat geworden zu sein, uneingeschränkt geglaubt werden muss. Das aber ist total falsch verstandener Opferschutz.
Richter, Staatsanwälte und Gutachter meinen, dass es „politisch korrekt“ und „gesellschaftlich erwünscht“ sei, dem angeblichen „Opfer“ einer Sexualstraftat uneingeschränkt und bedingungslos zu glauben. Denn wenn sie das nicht tun, so glauben sie, dann wäre das Geschrei in der Öffentlichkeit, besonders von feministischer Seite, riesengroß.
Doch wie groß ist das Geschrei, möchte ich fragen, wenn sich herausstellt, dass ein Unschuldiger verurteilt worden ist und jahrelang unter schrecklichsten Bedingungen im Gefängnis gesessen hat? Das ist doch wohl tausendmal schlimmer, als einen Mann, der vielleicht schuldig sein könnte, freizusprechen.

   
       Klicken Sie auf das Bild, um es groß zu sehen.

Früher wurde Frauen, die behaupteten, Opfer einer Sexualstraftat geworden zu sein, meist nicht geglaubt. Heute aber ist es umgekehrt und es wird solchen Frauen sofort, bedingungslos und uneingeschränkt geglaubt; was genauso falsch ist. Die Beweislast wird umgekehrt, die Unschuldsvermutung wird abgeschafft und der Grundsatz „in dubio pro reo“ gilt nicht mehr. Von einer „unabhängigen“ Justiz kann insofern keine Rede mehr sein! Gerade in Sexualstrafverfahren werden elementarste Rechtsgrundsätze mit Füßen getreten!

Dass solche Fälle wie der von Horst Arnold, Ralf Witte, Jörg Kachelmann und vielen vielen anderen in Deutschland überhaupt möglich sind, ist ein Skandal und eine unaussprechliche Schande für dieses Land. Von einem „Rechtsstaat“ kann keine Rede sein.

Es wird Zeit, dass das endlich mal aufhört. Oder wie viele unschuldige Männer sollen noch dieser Justiz zum Opfer fallen?

Nach wie vor kann es jeden treffen.
Jeden. Auch Sie!
Vielleicht schon morgen!

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Nachtrag 10.10.2011:

Hier ein Video der ARD-Sendung „Beckmann“ zum Thema „Justizirrtümer“, in der Horst Arnold ausführlich über seinen Fall berichtet:



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Nachtrag 01.05.2013:

Eine Dokumentation mit dem Titel „Wenn der Staat zum Täter wird“. Hier berichten sowohl Horst Arnold als auch Monika de Montgazon von dem Unrecht, das ihnen angetan wurde:


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Sonntag, 14. August 2011

Bochum Kulinarisch 2011


Auch in diesem Jahr fand im August wieder mein Lieblingsfest in Bochum statt, nämlich „Bochum Kulinarisch“, wie üblich wieder auf dem Bongard-Boulevard, und in diesem Jahr bereits zum 23. Mal, nämlich vom 10. bis zum 14. August. Am Mittwoch, dem 10. August, dem Eröffnungstag, war ich mit dabei – als Ehrengast.


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Zum Glück hat das Wetter mitgespielt; es war trocken und klar. Am Nachmittag zog ich mich fein an, fuhr mit der Stadtbahn in die Innenstadt und ging zum Bongard-Boulevard, wo ich gegen 16.45 Uhr eintraf. Man sagte mir, dass sich die Organisatoren, Gastronomen und Ehrengäste vor dem Bochumer Rathaus versammelt haben, um von dort aus die Eröffnungs-Parade zu beginnen. Also begab ich mich auch zum Rathaus. Auf dem Rathausvorplatz waren alle versammelt, und es gab ein großes Hallo. Viele kenne ich ja schon seit Jahren.

Wieder mit von der Partie: Monsieur François Cambuse

Dann, um 17.00 Uhr, begann die Parade, der Eröffnungszug durch die Innenstadt zum Bongard-Boulevard. Vorneweg der große Fiege-Bierwagen, dann an der Spitze des Zuges der Chef-Organisator Helmut Wicherek mit Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz und François Cambuse. Dahinter die Ehrengäste (VIP´s, Sponsoren und andere namhafte Personen), und dahinter all die Gastronomen mit ihren Mitarbeitern. Mit viel Tamtam und sambamäßigem Töpfeklappern zog die Parade dann den Bongard-Boulevard entlang.

Gastronomenparade mit lautem Samba-Geschepper!

Schließlich versammelten sich alle an der kleinen Bühne, wo die Eröffnung begann und für die Ehrengäste bereits ein Aperitif gereicht wurde. Dann begann Helmut Wicherek die Eröffnung, anschließend sprach Oberbürgermeisterin Scholz. Weitere Ehrengäste waren die stellvertretende Bürgermeisterin von Hattingen, Margret Melsa, sowie der stellvertretende Bürgermeister von Witten, Hans-Ulrich Kieselbach, die ebenfalls ein paar Worte sprachen (weil einige der teilnehmenden Gastronomiebetriebe aus Hattingen und Witten kommen). Ferner sprach als weiterer Ehrengast Professor Hans Hatt von der Ruhr-Universität Bochum, der zur Zeit eine Ausstellung zum Thema Düfte ins Leben gerufen hat („Himmlische Düfte und Höllengestank“ - dieser Titel erinnert mich an „Blütenduft und Pesthauch“ von Alain Corbin), und um (aber angenehme!) Düfte und Gerüche geht es ja bei „Bochum Kulinarisch“ unter anderem auch...


Nach diesen Ansprachen war „Bochum Kulinarisch 2011“ offiziell eröffnet. Wir, die Ehrengäste, begaben uns nun zum „VIP-Bereich“, also zum Stand von Gasthaus Weiß, um dort gemeinsam zu speisen. In diesem Jahr hatte ich sogar die Ehre, an einer Tafel mit den oben erwähnten Personen (Scholz, Melsa, Kieselbach, Hatt, Wicherek, Cambuse und einige andere) zu sitzen, mit denen ich mich auch sehr angeregt unterhielt. Es war eine sehr fröhliche und heitere Runde.

Eröffnung im VIP-Bereich.

Austern vom „Gasthaus Weiß“...

… und Tapas von „Pablo“!

Nach diesem Auftakt im VIP-Bereich schlenderte ich über den Boulevard, der sehr gut besucht war, und genoss dieses wunderbare Gourmet-Fest in vollen Zügen. In einem Zeitraum von mehreren Stunden aß ich an diesem Stand mal eine köstliche Speise, an jenem Stand eine andere köstliche Speise, und so weiter, selbstverständlich mit einem Gläschen des jeweils passenden Weines dazu.

Unter anderen nahm ich folgende Speisen ein:

Sechs frische Austern auf Eis
dazu ein Prosecco

Getrüffeltes Carpaccio vom Weiderind
in einem Balsamico-Olivendressing mit gehobeltem Parmesan
dazu ein Rotwein

„Warme Tapas-Variation“:
Calamares alla Romana, Pflaumen im Speckmantel, kleine kanarische Kartoffeln mit roter Mojo-Sauce, paniertes Krebsfleisch mit Sweet-Chili-Sauce, marinierter Putenspieß, dazu Aioli mit Brot
dazu ein Rotwein

Roulade von weißem Wels, Zander und Lachs
mit feinen Bandnudeln und Salat
dazu ein Weißwein

Oekey´s gegrillte halbe Ente
mit Honig-Limettensauce
dazu ein Rotwein

Weiße und dunke Mousse von Schokolade
mit Waldbeeren-Crunch

Das war alles köstlich. So blieb ich auf dem Boulevard, der Bochumer „Gourmet-Meile“, bis es dunkel wurde. Zwischendurch entwickelten sich auch immer wieder Gespräche und ich lernte einige sehr nette Leute kennen (z.B. Matthias und Felicita). Zu später Stunde gab es als Höhepunkt dieses Tages noch ein großes Feuerwerk, begleitet von besonderen Lichteffekten und klassischer Musik:


Es war einfach spitzenmäßig. Irgendwann verabschiedete ich mich dann und fuhr mit der Stadtbahn wieder zurück nach Hause.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:



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