Donnerstag, 30. Juni 2011

Gedanken zum Fall Kachelmann

Der TV-Wettermann Jörg Kachelmann ist von dem Vorwurf, seine Ex-Geliebte vergewaltigt zu haben, freigesprochen worden. Dies war das einzig richtige Urteil, denn objektive Beweise für die Anschuldigung gab es von Anfang an nicht, es stand Aussage gegen Aussage, und es verdichtete sich immer mehr der Verdacht, dass es sich bei diesen Vorwürfen um die Racheaktion einer eifersüchtigen, gekränkten Geliebten handelte. Genau so war es ja dann offensichtlich, wie sich im Laufe der Verhandlungen immer mehr herauskristallisierte. Kachelmann war und ist unschuldig, aus diesem Grund musste er freigesprochen werden. Die Art und Weise allerdings, wie dieser Freispruch erfolgte, die Art der Verkündung und Begründung des Urteils durch die Richter des Landgerichts Mannheim, ist jedoch eine Schande, ein Armutszeugnis erster Klasse, eine impertinente Frechheit. Insgesamt ist dieser Fall mal wieder ein überdeutlicher Beweis dafür, dass die deutsche Justiz „einen an der Kachel“ hat.

Jörg Kachelmann mit seinem Verteidiger Johann Schwenn.

In diesem gesamten Verfahren, vom Anfang bis zum Ende, hat sich die Justiz nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Sie befand sich, wie in Sexualstrafverfahren üblich, von Anfang an auf Verurteilungskurs und hat wahrhaftig alles getan, um diesen Kurs beizubehalten. Kachelmann hat insofern „Glück“ gehabt, dass er einen hohen Bekanntheitsgrad hat, was zu einer großen öffentlichen Anteilnahme führte, und dass er mit dem Anwalt Johann Schwenn einen wirklich guten und engagierten Verteidiger hatte. Jeder andere „normale“ Mann an seiner Stelle wäre für Jahre im Knast verschwunden – unschuldig! Das ist Kachelmann nun gottseidank erspart geblieben, aber freuen kann er sich trotzdem nicht, denn er ist durch diese Anschuldigung und durch das Verfahren stark beschädigt worden. Gerade bei Vorwürfen sexueller Art bleibt, selbst im Falle eines Freispruches, immer „etwas hängen“, und nach diesem Freispruch ganz bestimmt, denn die Richter waren offensichtlich so frustriert und wütend darüber, dass sie Kachelmann freisprechen mussten, dass sie in der Urteilsbegründung noch kräftig nachtraten und einige Gehässigkeiten losließen.

Hier ist ein Auszug aus einem Bericht der Humanistischen Union Marburg, der es wohl am besten auf den Punkt bringt:

[…] Der Vorsitzende Richter am Landgericht Mannheim Seidling sah sich – wohl mit Unterstützung der gesamten Strafkammer – veranlasst, die mündliche Begründung des Freispruchs mit einer heftigen Kritik an der Verteidigung zu spicken. Allerdings sind Zweifel anzumelden, ob solche Schmähungen als berechtigt anerkannt werden können.
Strafrichterinnen und Strafrichter fühlen sich stets von engagierten und kompetenten Verteidigerinnen und Verteidigern gestört. Sachliche Kritik konnte Seidling augenscheinlich nicht vorbringen. Jedenfalls war von so etwas in der Presse nichts zu finden.
Der Vorwurf, die Verteidigung habe mehrmals „Anstand und Respekt vermissen lassen“, verwundert indes nicht. Strafrichterinnen und Strafrichter sind in der Regel beleidigt, wenn sie an den Inhalt der für sie geltenden Gesetze – insbesondere die Strafprozessordnung (StPO) – erinnert werden. Dass die darin enthaltenen Regelungen nicht selten den Schutz der Angeklagten vor den Übergriffen eines übermächtigen Staates bezwecken, haben sie aus ihrem Gedächtnis gestrichen.
Ohne eine fachlich geeignete Verteidigung wäre die Mannheimer Strafjustiz – wie üblich – nach der Land auf Land ab praktizierten „Drecksack-Theorie“ verfahren: Schuldig ist, wen die Kavallerie der Justiz anklagt. Wie sonst könnte erklärt werden, dass der Wetterfrosch 132 Tage in Untersuchungshaft gehalten worden ist, obwohl weder ein dringender Tatverdacht noch Haftgründe vorlagen.
Der gesunde Menschenverstand hätte ausgereicht, um zu erkennen, dass der Verdacht gegen ihn konstruiert worden sein könnte, aus welchen Gründen auch immer. Schon früh stand fest, dass der nette und charmante Wetteronkel viele Freundinnen gleichzeitig hatte. Warum sollte ausgerechnet eine solche Person geneigt sein, sich sexuelle Befriedigung mit Gewalt gegenüber einer der vielen Freundinnen zu verschaffen?
Zu Recht meint Verteidiger Schwenn, dass die Strafkammer seinen Mandanten Kachelmann nur zu gern verurteilt hätte, wäre sie nicht von der Verteidigung daran gehindert worden. Der Freispruch kam, als die Mannheimer Strafjustiz kein trübes Wasser mehr fand, um darin – in dubio contra reo – zu fischen.
Der Ausgang des Wetterfrosch-Prozesses ist dennoch kein Sieg für den Rechtsstaat, sondern ein Armutszeugnis erster Klasse. Jeder normale Mann ohne die finanziellen Möglichkeiten und den Bekanntheitsgrad Kachelmanns wäre dieser Strafjustiz zum Opfer gefallen. Das ist die traurige Wahrheit, die die Journaille mit dem Mäntelchen des Schweigens bedeckt.
In der Regel kann sich nämlich niemand die Einholung umfangreicher und dazu noch privater Gegengutachten leisten; von den geschätzten mindestens sechsstelligen Beträgen zur Finanzierung einer äußerst aufwendigen Verteidigung ganz zu schweigen! So gesehen ist der Ausgang dieses Strafverfahrens ein Beleg für Klassenjustiz in ihrer übelsten Art.
Diese miese Rechtswirklichkeit bewegt sich außerhalb dessen, was die Grundlagen des Grundgesetzes, der Europäischen Menschenrechtskonvention und der EU-Charta sind. Selbst ein minimales Bewusstsein dafür ist in der Öffentlichkeit nicht vorhanden.
Die revisionssichere Manipulation am Faktum hat mit „Anstand“ nichts zu tun. „Respekt“ könnte sich eine unabhängige deutsche Strafjustiz verdienen, wenn sie sich ihre traurige Rolle, die sie in der Geschichte des 19. und 20. Jahrhundert spielte, in ihrer täglichen Arbeit vor Augen hielte. Sie hat sich an Recht und Gesetz zu halten, anstatt sich dem Schutz der Exekutive, politischer Cliquen und bestimmter gesellschaftlicher Gruppen verpflichtet zu fühlen. 

Dem stimme ich in allen Punkten zu, denn es ist leider die traurige Wahrheit. Im einzelnen muss ich dazu sagen:

Das Verhalten des Vorsitzenden Richters Michael Seidling in der Urteilsbegründung, besonders seine unverfrorene Schelte an den Verteidiger (welcher doch das einzig Richtige getan hat!) ist eine Impertinenz, die für die meisten Richterinnen und Richter leider typisch ist. Sie verlangen von allen anderen Menschen, dass diese ihnen ständig nur höchsten Respekt, höchste Achtung und Ehrerbietung entgegenbringen. Das ist ihnen wichtiger als alles andere. Recht und Gerechtigkeit sind nachrangig. Die Position des Richteramtes und die damit verbundene Macht steigt den meisten Richterinnen und Richtern zu Kopf, je länger sie diesen Beruf ausüben. Sie sehen sich als „Herren“, während alle anderen für sie nur „Untermenschen“ sind. Na, und woran erinnert uns das?

Seine Selbstherrlichkeit, der Vorsitzende Richter.
Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ein Verteidiger, der wirklich etwas für seinen Mandanten erreichen will, muss sich stark, engagiert und unnachgiebig für ihn einsetzen. Das ist seine Pflicht, und dafür wird er ja auch bezahlt. Genau das trauen sich die meisten Verteidiger aber nicht. Sie scheuen vor deutlichen Worten und vor zu starkem Engagement zurück, weil sie befürchten, das Gericht dadurch zu „verärgern“, was sich dann womöglich zum Nachteil ihres Mandanten auswirken könnte – oder zum eigenen. Ein Richter ist noch immer weitaus mächtiger als ein Rechtsanwalt, und ein Richter kann einem Rechtsanwalt erhebliche Schwierigkeiten bereiten, wenn sich dieser (selbst im Sinne seines Mandanten) ernsthaft mit dem Richter „anlegt“. Das ist leider der Grund, weshalb die meisten Verteidiger seltsam ruhig und unengagiert agieren.
Johann Schwenn ist da – Gott sei Dank! - anders, denn er hat sich nicht einschüchtern lassen. Er hat sich stark, engagiert und unnachgiebig für Kachelmann eingesetzt und den Richtern und Staatsanwälten Paroli geboten. Und das hat sich auch gelohnt, denn Kachelmann wurde freigesprochen. So wie Schwenn sollte eigentlich jeder Verteidiger sein, und ich kann jedem Beschuldigten in einem solchen Verfahren nur wünschen, dass er einen Verteidiger vom Typ Schwenn bekommt.
Wenn hier überhaupt jemand Respekt verdient hat, dann Schwenn. Und natürlich Kachelmann; dafür, dass er trotz allem durchgehalten und nicht die Nerven verloren hat.

Jedem halbwegs intelligenten und logisch denkenden Menschen ist klar, was hier wirklich gelaufen ist: Kachelmanns Geliebte, Claudia Simone Dinkel (gegen die Nennung dieses Namens hier bestehen keine Bedenken, da er ja inzwischen allgemein bekannt ist), hatte herausgefunden, dass Kachelmann neben ihr noch weitere Liebschaften hatte. Wütend, eifersüchtig und verletzt darüber, wollte sie sich an ihm rächen und zeigte ihn wegen Vergewaltigung an.
So etwas ist leider kein Einzelfall, denn es gibt leider viele Frauen, die sich auf diese Weise an einem Mann rächen wollen, wofür auch immer. Vor allem deshalb, weil diese „Waffe“ auch besonders gut funktioniert. Solche Vorwürfe lösen auf allen Seiten starke Emotionen aus. Es gibt ein riesiges Instrumentarium, das einem solchen „Opfer“ Gehör und Unterstützung schenkt (falsch verstandener Opferschutz, feministische Gruppierungen, und natürlich die Medien, für die so etwas ein gefundenes Fressen ist!). Auch die Justiz tendiert dazu, Frauen, die behaupten, Opfer einer Sexualstraftat geworden zu sein, uneingeschränkt zu glauben und den beschuldigten Mann mit aller Härte und Entschlossenheit zu verfolgen und zu verurteilen. Denn das ist, so glauben sie, „politisch korrekt“. Alles andere, so glauben sie, wäre „politisch inkorrekt“. Was bitte soll man davon noch halten?!?

Es ist wirklich bemerkenswert, in was für eine Hysterie und Verfolgungswut die Behörden verfallen, wenn ein Vorwurf sexueller Art auftaucht. Das zeigte sich schon von Anfang an: Man konnte noch nicht einmal warten, bis Kachelmann nach seiner Kanadareise wieder zu Hause eingetroffen war, nein: er wurde gleich nach der Ankunft am Flughafen verhaftet! Und dann satte 132 Tage in Untersuchungshaft gehalten. Sämtliche Ermittlungsbeamten, Staatsanwälte und Richter haben hier plötzlich ihre große Chance gesehen, da ihnen ein solcher Prominenter ins Netz gegangen war. Besonders übel fielen hier die zuständigen Staatsanwälte Lars-Torben Oltrogge, Oskar Gattner und Werner Mägerle auf. Sie haben sich offenbar gedacht, dass sie eine einzigartige steile Karriere machen können, wenn sie die Verurteilung eines solchen Prominenten erreichen können. Getrieben von diesem an Karrieresucht ausgerichteten Verfolgungseifer, taten sie wahrhaftig alles, um eine Verurteilung zu erreichen. Sie glaubten uneingeschränkt der Belastungszeugin, dem angeblichen „Opfer“, sowie ihren eigenen Gutachtern, sie suchten nur Belastendes, sie entbanden sich von der Pflicht, in beide Richtungen zu ermitteln, und entlastende Zeugen oder Beweise wurden ignoriert, für unglaubwürdig erklärt oder gänzlich vom Tisch gewischt. Es war einfach widerlich, was diese „Herren“ sich leisteten!

Figuren wie aus einem Gruselkabinett.
Man soll ja nicht von Äußerlichkeiten auf den Charakter schließen,
aber diese Juristen sind genau so fürchterlich, wie sich aussehen. 
Ich wünsche es nicht einmal meinem schlimmsten Feind, 
es mit solchen Juristen zu tun zu bekommen.

Noch widerlicher aber war, dass die Richter des Landgerichts Mannheim – ganz im Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft – es nicht anders machen und sich ganz genau so verhielten. Sie suchten in der ganzen Zeit ausschließlich nach belastendem Material gegen Kachelmann, mit dem sich der Vorwurf der Nebenklägerin untermauern lassen konnte; denn objektive Beweise für diesen Vorwurf, die für eine Verurteilung ausgereicht hätten, gab es von Anfang an nicht. Darum musste anderes Belastendes her. Darum wurden weitere Ex-Freundinnen von Kachelmann ausfindig gemacht, vor Gericht als Zeuginnen gehört und Kachelmanns Sexualleben in aller Öffentlichkeit ausgeschlachtet. Das ist an Widerlichkeit und Dreckigkeit kaum noch zu überbieten. Ganz besonders verwerflich dabei ist, dass einige dieser „Damen“ noch von einigen Medienunternehmen Honorare bis zu 50.000.- € für ihre Aussagen bekamen. Dafür stellten sie sich dann vor Gericht und in den Medien als arme, arme Opfer dar. Das ist an Bosheit, Charakterlosigkeit und Widerwärtigkeit nicht mehr zu überbieten. Kachelmann und sein Intimleben (das im Grunde niemanden etwas angeht, denn auch ein Prominenter hat das Recht auf Privatsphäre!) wurde nach allen Regeln der Kunst durch den Dreck gezogen. Es ist nur tröstlich, dass diese ganze Farce, dieser ganze Schauprozess mit diesen „Lausemädchen“, im Endeffekt nichts genützt hat – denn untermauern konnten ihre Geschichten den Vorwurf der Nebenklägerin nicht.

Es wurde – auch seitens des Gerichts – akribisch nach etwas gesucht, auf das man eine Verurteilung stützen konnte. Doch trotz aller Bemühungen wurde eben nichts gefunden – weil eben nichts da war! Deswegen mussten die Richter von ihrer vorab gestellten Verurteilungsprognose (also von ihrer Vorverurteilung!) abrücken, was ihnen wahrhaftig sauer aufstieß, und sie zähneknirschend einen Freispruch aussprechen mussten. Weil ihnen dies so sauer aufstieß, traten sie dann aber in der Urteilsbegründung noch kräftig nach, um mit Kachelmann und seinem Verteidiger abzurechnen und so ihr „Bestrafungsbedürfnis“ wenigstens indirekt noch ein kleines bißchen befriedigen zu können. Das ist typisch für schlechte Verlierer. Widerlich. Einfach nur widerlich, erbärmlich und geschmacklos.

Und diese Frau ist einfach zum Kotzen:
Sie benutzte den Fall Kachelmann für ihre eigene feministische Propaganda.
Für sie sind eben alle Männer Sexualverbrecher. 
Klar, wie könnte es auch sonst anders sein ?!?

Jörg Kachelmann ist nicht der erste Mann, der von einer Frau zu Unrecht einer Sexualstraftat bezichtigt wurde und dann durch die Mühlen der Justiz gedreht wurde. Und er wird auch ganz bestimmt nicht der letzte sein. Er ist am Ende freigesprochen worden, was bei den meisten Männern in solchen Fällen leider anders ist (siehe z.B. [1][2], [3], [4]). Durch ihn, einen Prominenten, ist diese Problematik (Falschbeschuldigungen sexueller Art, Missbrauch mit dem Missbrauch)) nun aber einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerückt worden, und es steht zu hoffen, dass das für die Zukunft auch etwas bringt, und „normale“ Männer, die einem solchen Vorwurf ausgesetzt werden, nicht mehr von voreingenommenen Gerichten still und unbeobachtet „abgeurteilt“ werden können.

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Nachtrag 10.07.2011:

Eine sehr gute Analyse des Kachelmann-Prozesses und der Rolle der Justiz liefert dieses Video:


video

Aus meiner Sicht ist dem in diesem Video Gesagten 
nichts hinzuzufügen.

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Freitag, 3. Juni 2011

Kulinarischer Altstadtmarkt Hattingen 2011

Die Hattinger Altstadt.

So wie in Bochum, so findet einmal im Jahr auch in Hattingen ein Gourmetfest statt. In Hattingen heißt es „Kulinarischer Altstadtmarkt“, abgekürzt KAM, und findet immer im Juni, meist so um Fronleichnam herum, statt. Es dauert vier Tage, von Donnerstag bis Sonntag, und findet auch unter freiem Himmel statt, und zwar auf dem Platz der St.-Georgs-Kirche mitten in der Hattinger Altstadt, welche wegen ihrer zum Teil jahrhundertealten historischen Gebäude, der engen Gassen und der Fachwerkhäuser besonders sehenswert ist. Ein Gourmetfest mitten in dieser malerischen Atmosphäre der Altstadt ist also ein besonderes gastronomisches Erlebnis. Insgesamt acht Gastronomiebetriebe aus Hattingen und Umgebung gestalten seit Jahren dieses Gourmetfest, und zwar immer mit großem Erfolg (drei von ihnen sind auch bei „Bochum Kulinarisch“ vertreten) und mittlerweise als Interessengemeinschaft. In diesem Jahr, 2011, fand das Hattinger Gourmetfest bereits zum 17. Mal statt, und zwar vom 02. bis zum 05. Juni. Am Donnerstag, dem 02. Juni, war ich dabei.

Das Logo des KAM.


Es war herrliches sonniges Wetter, und im Laufe des Tages wurde es auch sehr warm. Ich ging bis zur Bushaltestelle an der Königsallee und fuhr gegen 12.00 Uhr mit dem Bus SB37 bis nach Hattingen-Mitte. Von dort aus ging ich geradewegs in die Altstadt, um kam um etwa 12.30 Uhr auf dem Platz der St.-Georgs-Kirche an, wo der Kulinarische Altstadtmarkt bereits in vollem Gange und sehr gut besucht war. Nun war es ja auch bereits Mittagszeit und das Konsumieren der kulinarischen Köstlichkeiten, die von den Gastronomiebetrieben an ihren Ständen angeboten wurden, konnte beginnen (ich hatte extra auf das Frühstück verzichtet, um mehr „Platz“ für die hier gebotenen Köstlichkeiten zu haben!).



Die offizielle Eröffnung des KAM 2011 mit einem Gottesdienst in der St-.Georgs-Kirche hatte bereits vor meinem Eintreffen stattgefunden. Aber das war egal; ich schaute mich erst einmal überall um, sagte hier und da Hallo (die meisten Gastronomen kennen mich), schlenderte über den Kirchplatz, der sehr gut besucht war, und genoss einfach dieses Fest bei diesem herrlichen Sonnenschein. In einem Zeitraum von mehreren Stunden, vom Mittag bis zum späten Nachmittag, aß ich an diesem Stand mal eine köstliche Speise, an jenem Stand mal eine andere köstliche Speise, und so weiter, selbstverständlich mit einem Gläschen des jeweils passenden Weines dazu. Ich traf auch die einen oder anderen Bekannten (z.B. Enten-Helmut samt Frau war auch erschienen, um zu sehen, was die Hattinger Kollegen diesmal bieten), und so kam es zwischendurch immer wieder zu netten Gesprächen. Ich genoss diesen Tag in aller Ausführlichkeit.


Unter anderen nahm ich folgende Speisen ein:

Hirsch-Carpaccio mit Spargelsalat,
Pestocréme und Steinpilzvinaigrette
dazu ein Rotwein

„Der Luxus Pur“
Krustentier-Graupenrisotto, Ostseesteinbutt in Kräuter-Parmesankruste 
und gebratene Jakobsmuscheln
dazu ein Weißwein

Kanadischer Hummer „Thermidor“ (ausgelöst, ohne Schale)
auf feinen Nudeln mit Hummersauce gratiniert
dazu ein Glas Champagner

Lachsrücken unter der Kräuterkruste
an Champagner-Senf-Sauce mit Schweizer Rösti
dazu ein Weißwein

Der Klassiker - Portion gegrillte Ente
an einer Backpflaumensauce mit Stangenbaguette
dazu ein Rotwein

„Dessert-Karussell“
Brikett von der Guanaja-Schokolade und Halbgefrorenes 
von der Marille mit frischen Beeren und Limetten-Espuma 
im Schokoladentöpchen
danach ein Caipiriñha


Es war einfach alles wunderbar. So blieb ich bis zum Abend auf dem St.-Georgs-Platz und hatte dort viel Spaß. Für musikalische Unterhaltung und andere künstlerische Darbietungen war im übrigen auch gesorgt. Um 21.00 Uhr fuhr ich mit dem Bus wieder zurück nach Bochum und ging nach Hause.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:


James Bond 007: „Ein Quantum Trost

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