Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester 2011/2012

Was wird es uns bringen, das neue Jahr?

- „The same procedure as last year?“
- „The same procedure as every year!“

Unter dieser Prämisse lief bei mir auch der Silvestertag ab, nämlich wie jedes Jahr. Ich schlief aus und frühstückte spät, dann räumte ich die Wohnung auf und richtete alles schön für den Abend und für das neue Jahr her. Am Nachmittag legte ich mich noch ein wenig hin, dann duschte ich ausführlich, machte mich schick und zog mich fein an. Um 18.50 Uhr sah ich wie jedes Jahr „Dinner for One“. Das gehört einfach zu Silvester dazu. Als dies zu Ende war, ging ich nach unten vor das Haus, wo das bestellte Taxi auch nach wenigen Minuten erschien. Damit fuhr ich dann zum Haus Kemnade, wo ich genau um 19.30 Uhr ankam. Nur das Wetter war nicht so schön für Silvester, denn es war erstens nicht besonders kalt und zweitens gab es schon den ganzen Tag über leichten Nieselregen. Aber am Wetter kann man ja leider nichts ändern, und so konnte ich nur hoffen, dass es wenigstens um Mitternacht, wenn vor der Burg das große Feuerwerk stattfindet, trocken ist. Sodann begab ich mich hinüber zur Party-Scheune, in der die Silvesterparty – wie jedes Jahr – stattfindet.

Der Ablauf der Party, wie man ihn kennt und mag:

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Silvester-Party in der Scheune mit großem Höhenfeuerwerk
incl. Buffet, Musikprogramm, Begrüßungscocktail,
Mitternachtssekt und Feuerwerk

19:30 Uhr:
Einlass mit Begrüßungscocktail

20:00 Uhr:
Silvester-Buffet;
Live-Musik mit der Band „The Tweens“

24:00 Uhr:
Mitternachtssekt im Burghof;
Anstoßen auf das neue Jahr mit Höhenfeuerwerk

0:15 Uhr bis 4:00 Uhr:
Musikprogramm
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Am Eingang der Partyscheune macht Heinz Bruns Fotos der ankommenden Gäste. Dann bekam jeder Gast seinen Begrüßungscocktail und wurde zu seinem Platz geführt. Diesmal saß ich ganz vorne, direkt an der Tanzfläche. Die Silvesterparty war in diesem Jahr wieder gut besucht, und viele Leute kennt man bereits aus den vergangenen Jahren, die auch jedes Jahr wiederkommen. Mit vielen Leuten, egal ob bekannt oder unbekannt, kam man dann auch recht schnell ins Gespräch. Am Tag zuvor gab es übrigens einen Bericht im WDR in der Lokalzeit Ruhr über die Vorbereitungen zu dieser Silvesterparty im Haus Kemnade. Darauf stieß ich durch Zufall und war höchst angenehm überrascht. Wenn sich sogar das Fernsehen schon dafür interessiert, will das ja schon etwas heißen. Und selbstverständlich sorgte für die musikalische Unterhaltung auch in diesem Jahr wieder die Band „The Tweens“ mit Michael Wurst, die auf den Silvesterpartys im Haus Kemnade schon Tradition haben.

Um 20.00 Uhr begann die Silvesterparty offiziell und auch ich hatte diesmal die Ehre, zur Eröffnung ein paar offizielle und persönliche Worte zu sagen. Immerhin war diese Silvesterparty für mich bereits die zehnte in Folge, die ich im Haus Kemnade mitmachte.

 

 

Nachdem ich gesprochen hatte, ging die Party los und das Buffet wurde eröffnet. Es gab wieder ein sehr reichhaltiges Buffet mit vielen kalten und warmen Leckereien, sowohl edle als auch deftige Speisen:

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Kaltes Buffet:
Räucherfischauswahl
mit Dillsenfsauce und Sahnemeerrettich,
Shrimps-Cocktail, Eier mit Kaviar,
Salat von Flußkrebsen im Weckglas,
italienischer Landschinken mit Melone,
Tomaten mit Mozzarella,
feine Tranchen vom Roastbeef
mit Sauce Remoulade,
geräucherte Entenbrust mit Sauce Cumberland,
Romanasalat mit Beef und Pecorino,
Feldsalat mit Croutons und geröstetem Speck,
hausgemachter Nudelsalat,
Brot, Butter und Schmalz

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Warmes Buffet:
Geschnetzeltes von Kalbsfilet und Pute
mit Austernpilzen und Morcheln,
Edelfischragout in Dillsahne mit Wildreis,
Schweinefilet mit Pfeffersauce
mit Gemüse und Kartoffelgratin,
Gemüselasagne,
Gebratene Blut- und Leberwurst
auf Sauerkraut mit Kartoffeln,
Kasseler-Nacken auf Grünkohl
mit Bratkartoffeln,
Ragout vom heimischen Wild
mit Serviettenknödeln,
Rehbraten,
Gänsebraten mit Klößen,
Apfelrotkohl und Backapfel

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Dessertbuffet
Käseauswahl mit Trauben
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Zuerst machte ich mir einen kalten gemischten Vorspeisenteller zurecht. Danach holte ich mir einen Teller vom warmen Buffet, und danach noch einen weiteren Teller vom warmen Buffet. Und zum Abschluss einen Käseteller. Es war alles einfach köstlich. Beim Essen trank ich eine Flasche Rotwein, und zwar einen trockenen Spätburgunder aus 2009, die eigene „Hausmarke“ vom Haus Kemnade. Das Abendessen nahm gute zwei Stunden in Anspruch, was ich auch angemessen finde. Für ein gutes Abendessen, gerade bei einem so reichhaltigen Angebot, braucht man eben Zeit.

Ab ungefähr 22.00 Uhr ging die Party dann so richtig los, denn da spielten die „Tweens“ zum Tanzen auf. In kürzester Zeit war die Tanzfläche gefüllt, und auch ich bin in diesem Punkt diesmal nicht zu kurz gekommen, denn es waren mehrere Damen da (die Gabi vom letzten Jahr übrigens auch wieder), die sehr gerne tanzten, und die Stimmung war ausgelassen genug. Darüber war ich sehr froh und konnte die Party nun richtig genießen. Die Zeit von 22.00 Uhr bis Mitternacht spielte sich für mich zum größten Teil auf der Tanzfläche ab, und zwar ziemlich fröhlich und ausgelassen, eben passend zur jeweiligen Musik der „Tweens“, die wieder ein breites Repertoire ausspielten (natürlich auch das, das und das – denn es gehört einfach dazu!). So muss es einfach sein! Musik ist Leben, und beim ausgelassenen Tanzen spürt man auch so richtig, dass man lebt. Und so genießt man und die Zeit vergeht schnell ...

Die Band „The Tweens“ mit Michael Wurst …

… auf der Silvesterparty im Haus Kemnade ...

… sorgte für ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche!

Es wurde bis etwa 23.45 Uhr Musik gemacht und getanzt, und dann begaben sich die Gäste in den Burghof, denn nun begann der Countdown. Die Sekt-Bar im Hof war eröffnet. Wenigstens regnete es nicht mehr, man spürte höchstens ein paar kleine Nieseltropfen. Ich nahm mir ein Glas Sekt, begab mich wie die meisten anderen Gäste auf die Brücke vor der Burg, wo der Countdown (aus dem Radio) ablief, und erwartete die Ankunft des Neuen Jahres .....

Um 0.00 Uhr war es dann soweit! Prost Neujahr!


Wir stießen an, wünschten uns gegenseitig ein glückliches neues Jahr und tranken unseren Sekt. Dann begann das große Höhenfeuerwerk, das vor der Burg Kemnade stattfand. Und das war wieder einmal vom Feinsten! So viele Farben, so viele Lichter, so viele besondere Effekte. Wir alle schauten begeistert zu. Einige Gäste hatten selber noch Raketen und Kracher mitgebracht, die sie danach losließen.


Als das Feuerwerk schließlich zu Ende war, gingen wir alle so gegen 0.30 Uhr wieder zurück in die Partyscheune. Nun spielte die Band weiter und die Party wurde fortgesetzt, mit der guten Stimmung des Neuen Jahres und jetzt erst recht. Es gab auch noch einen „Mitternachts-Snack“ in Form von Suppe, aber darauf hatte ich keinen Appetit mehr. Was die Getränke betrifft, stieg ich jetzt zunächst auf kühles Bier um. Dann wurde weiterhin gefeiert und getanzt. Ich tanzte auch noch mehrere Male mit den oben erwähnten Damen, mehr discomäßig und ganz locker. Und wenn man mal gerade nicht tanzte, kam man auch sehr schnell mit netten Leuten ins Gespräch. Ein Herr am Tisch neben mir lud mich zum Wein ein, und eine Dame namens Heidrun war auch sehr lieb und nett, und mit ihr hatte ich am Ende meinen letzten Tanz.

Es wurde bis etwa 3.00 Uhr getanzt und gefeiert, dann brachen die meisten Gäste auf. Auch die Band machte Schluß und es wurde nur noch Disco-Musik gespielt. Und auch ich wurde allmählich müde, und so verabschiedete ich mich – sowohl von Familie Bruns als auch von all den netten Menschen, die ich an diesem Abend kennengelernt hatte oder schon aus den letzten Jahren kannte.
Für das nächtliche Heimfahren gab es wieder einen Fahrservice vom Haus Kemnade, der die Gäste in die verschiedenen Stadtteile zurückbrachte. Ich ging auf den Burghof und wartete mit einigen anderen Gästen noch einige Minuten (die gleichen, die im letzten Jahr mit mir zurückfuhren), bis der Fahrservice zurückkam. Dann stiegen wir ein und er fuhr zuerst nach Bochum-Wiemelhausen, wo ich wohne und in der Nähe vom Kiefernweg ausstieg. Ich ging noch ein wenig draußen umher, um noch ein wenig frische Luft zu schnappen, bevor ich wieder nach Hause ging, wo ich genau um 4.00 Uhr eintraf.

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Jetzt wollen wir sehen, was das Jahr 2012 bringen wird.
Als erstes ist zu hoffen, dass der vielzitierte und für das Jahr 2012 vorausgesagte 
Weltuntergang nicht stattfinden wird und Ereignisse wie in diesem Film 
niemals Wirklichkeit werden.
Aber da bin ich optimistisch. Und Optimismus ist
die Grundvoraussetzung für eine positive Lebenseinstellung.


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Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs
ein gutes, gesundes, erfolgreiches,
friedliches, gesegnetes und glückliches
Neues Jahr 2012

Caesar

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Freitag, 16. Dezember 2011

Artemis am 09.12.2011

Es ist kaum zu glauben, aber das Jahr ist schon wieder fast zu Ende. So schnell vergeht die Zeit, und am Freitag, dem 09. Dezember, fand mein letztes Essengehen in diesem Jahr statt. Es war meine private „Weihnachtsfeier“ im kleinen Kreise (also ich).

Das Restaurant „Artemis“ an der Wasserstraße 419 in Bochum

Wer diesen Blog regelmäßig liest, dem wird sicher schon aufgefallen sein, dass ich zu bestimmten Zeiten im Jahr immer bestimmte Restaurants besuche und danach bestimmte Filme sehe. So ist das eben bei mir; gewisse Dinge, die jeweils schön waren, spielten sich ein und finden nun bei mir in einer gewissen Regelmäßigkeit statt, und sei es auch nur jährlich. Ich bin eben ein Gewohnheitsmensch.

Es war heute, wie schon in den letzten Tagen, meist stark bewölkt, ungemütlich und regnerisch, und dabei auch nicht besonders kalt (also kein typisches Dezemberwetter). Ich fuhr wie üblich mit dem Taxi zum „Artemis“ und traf dort um etwa 20.30 Uhr ein. Anwesende Personen von der Belegschaft waren Stelios, der Inhaber, sowie noch andere Damen und Herren vom Service, die ich bereits alle kenne. Das Restaurant war mal wieder gut besucht, so wie immer in der Vorweihnachtszeit. Ich hatte wieder meinen üblichen Stammplatz.


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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Ouzo.

Begleitend zum Menü ein Mineralwasser.

1. Gang – 1. Vorspeise:
„Dolmadakia“
Griechische Weinblätter gefüllt mit Reis
an einer hauseigenen Spezialsauce, dazu Brot

2. Gang – 2. Vorspeise:
Gegrillter Oktopus
Zwei frische Oktopus-Tentakeln vom Grill
auf Olivensauce mit Zitrone und etwas Salat

Wein bei den Vorspeisen:
„Makedonikos“, ein griechischer Weißwein
(eine Karaffe zu 0,5 l)

3. Gang – Hauptgericht:
Grillteller „Artemis“
Eine Auswahl verschiedener Fleischsorten vom Grill:
Ein Souflaki, ein Zuzuki, ein Lammkotelett,
ein Steak, eine Leber und ein Filet;
dazu Zaziki, Pommes frites, Reis und ein gemischter Salat

Wein beim Hauptgericht:
„Makedonikos“, ein griechischer Rotwein
(eine Karaffe zu 0,5 l)

4. Gang – Dessert:
Eisbecher „Nussknacker“
Pistazieneis und Walnusseis mit Walnüssen,
Nusslikör und Sahne

Danach noch einen Kaffee und vom Haus noch
einen sehr guten, 40 Jahre alten Metaxa.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also – trotz einiger kleinerer Pannen, die wohl durch den vorweihnachtlichen Stress bedingt waren - wieder ein schöner griechischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant, wünschte schöne Feiertage und ein gutes Neues Jahr. Dieses war, wie schon gesagt, mein letztes Essengehen im Jahr 2011. Dann fuhr ich mit dem Taxi wieder nach Hause, wo ich um kurz nach 23.30 Uhr eintraf und wo ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film zu Gemüte führte:



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Freitag, 9. Dezember 2011

Besinnliches im Advent


Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.
Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?
Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent.

Mit diesem Adventsgedicht möchte ich an den großen Meister des deutschen Humors erinnern, der in diesem Jahr für immer von uns gegangen ist.


Vicco von Bülow alias Loriot

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