Samstag, 31. März 2012

Darf es noch ein Nachschlag sein?

Christian und Bettina -
eine oft sehr seltsam aufsehenerregende Kombination!
(was auch in gewissen Foren so gesehen wird …)

Eigentlich wollte ich ja schon längst etwas zum sensationallen Abgang unseres bisherigen Bundespräsidenten schreiben, bin aber noch nicht dazu gekommen, deshalb erst jetzt:

Es gibt Geber-Typen und es gibt Nehmer-Typen. Christian Wulff ist eindeutig ein Nehmer. Das hat er immer wieder überzeugend bewiesen und beweist es noch. Wo immer es gewisse Vorteile für ihn gab, war er dabei. Sei es nun bei einem supergünstigen Kredit für sein Haus oder beim kostenlosen Urlaub in der Villa des Carsten Maschmeyer. Das Auskosten von Vorteilen schien Christians und Bettinas liebstes Hobby zu sein. Tja, dumm war nur, dass ihn dies letztlich sein Amt gekostet hat. Als man der Kreditaffäre auf die Schliche kam, wurde gelogen und verdreht. Allerdings vergeblich, was seine Tragbarkeit als Bundespräsident nur noch mehr ankratzte. So war der Rücktritt schließlich unausweichlich.

Aber auch dieser Rücktritt konnte nicht – obwohl es in dieser Situation angebracht gewesen wäre – still und leise über die Bühne gehen, nein: Es musste natürlich ein großer Zapfenstreich mit viel Tamtam und Getöse sein. Dass die bisherigen, noch lebenden ehemaligen Bundespräsidenten seine Einladung zu diesem Zapfenstreich nicht annahmen und absagten, hätte ihm ja genug sagen müssen. Aber egal, er kostete alles aus, was möglich war: So wählte er zum Beispiel statt drei Musiktitel, die für den festlichen Abschied des Bundespräsidenten ursprünglich vorgesehen waren, gleich vier aus. Und die Musiktitel, die er sich aussuchte, zeigen in Anbetracht der Situation eine gewisse Ironie bis hin zur Lächerlichkeit. Aber es wurde ihm festlich und mit Pauken und Trompeten der Marsch geblasen.


Zusätzlich zum festlichen Musikprogramm wurde Wulff noch mit einem großen Pfeif- und Trötkonzert aus der Bevölkerung beglückt.

Nein, in Anbetracht der Gesamtsituation war dieser pompöse Zapfenstreich schon sehr unangebracht. Es wäre besser gewesen, Christian hätte diesen letzten Abend nur in aller Stille mit Bettina verbracht. Und wenn er unbedingt einen „Zapfenstreich“ und ein „Blaskonzert“ wollte, dann … nein, das schreibe ich jetzt nicht, denn dieser Blog bleibt anständig. Aber ich denke, der geneigte Leser versteht, was ich meine. Eigentlich kann man Christian Wulff nur noch in Form einer Satire gerecht werden.


Was mich aber wirklich wütend macht, ist die Sache mit dem Ehrensold. Ich weiß, dass so etwas für designierte Bundespräsidenten vorgesehen ist, aber ich halte so etwas für sinnlos, unangebracht und überflüssig. Und besonders im voliegenden Fall bin ich der Meinung, dass Wulff keinen „Ehren“sold verdient hat. Schließlich ist er unehrenhaft aus dem Präsidentenamt ausgeschieden. Er soll ihn aber trotzdem bekommen und stellt noch ziemlich dreiste Forderungen: Ein Büro samt Mitarbeiter (die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 280.000.- € pro Jahr!) und einen Dienstwagen. Das alles soll selbstverständlich der Steuerzahler bezahlen, ebenso wie den Ehrensold in Höhe von 199.000.- € pro Jahr (!). Das ist schon eine ziemlich große Unverfrorenheit. Dieses Geld sollte lieber als Haftentschädigung für unschuldig Verurteilte gezahlt werden, das wäre viel sinnvoller. Aber genau da wird gespart und geknausert bis zum Geht-nicht-mehr. Was ist das nur für ein Staat, in dem wir leben? Ich schäme mich.

Horst Köhler (dessen Rücktritt nur wegen einer einzigen Äußerung völlig unnötig war) hat auf seinen Ehrensold verzichtet. Daran hätte sich Christian Wulff ein Beispiel nehmen können. Dieses Beispiel nahm er aber nicht. Lieber nahm er den Ehrensold.

Nimm, was Du kriegen kannst
– und gib nichts wieder zurück!

Dieses bekannte Zitat aus „Fluch der Karibik“ scheint auch das Wulff-Motto zu sein.

Und noch nicht genug, denn:


Christian und Bettina gehen jetzt auch noch unter die Autoren. Tja … da fragt man sich doch als erstes, in welchem Genre das wohl sein wird (*kicher*). Wir dürfen jedenfalls gespannt sein, was dabei herauskommt!

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Montag, 19. März 2012

Haus Oekey am 09.03.2012


Das Wetter war in den letzten Tagen trocken und milde, und man kann, wenn man einmal tief einatmet, den herannahenden Frühling schon riechen, besonders in der milden Abendluft. Ich ging um 20.10 Uhr von zu Hause los und traf um etwa 20.30 Uhr im Haus Oekey ein.

Das Restaurant war ungefähr zur Hälfte gefüllt. Anwesende Personen von der Belegschaft waren diesmal: Herr Wicherek (den ich am Anfang erst einmal darüber aufklären musste, dass auf der Internetseite des Haus Oekey auf der „Aktuellen Speisekarte“ noch immer die Speisen aus der Weihnachtszeit stehen), Herr Rehbein und ein neuer Kellner, Herr Piliuk. Letzterer ist offensichtlich an die Stelle des Herrn Weiß getreten, der nun im Haus Kemnade ist. Ich hatte meinen üblichen Stammplatz, in der Mitte des ersten Raumes. Herr Rehbein und Herr Piliuk bedienten mich an diesem Abend, sehr freundlich und zuvorkommend. Ich stellte mir sodann wieder ein excellentes Menü zusammen, natürlich mit Ente als Hauptgericht, welche ich diesmal auf asiatische Art zubereitet haben wollte. Denn Abwechselung ist das halbe Leben.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Cocktail namens „Hugo“
mit Sekt, Limette und Minze.

Als Amuse Bouche:
Eine kleine Gemüse-Lauch-Quiche mit Kräuter-Créme-fraîche

Begleitend zum Menü eine kleine Flasche Mineralwasser (0,3 l).

1. Gang – Vorspeise:
Gebratene Jakobsmuscheln
mit Linsen-Lauchgemüse in Rahm

2. Gang – Suppe:
Passierte Kartoffelsuppe
mit Lachsklößchen und Baguette

Wein bei der Vorspeise und der Suppe:
St. Michael, Cleebronn & Güglingen
Trockener Württemberger Riesling, 2009

3. Gang – Fisch:
Gebratenes Seezungenfilet mit Lachsmousse,
Kartoffel-Steinpilzpürée, Kaviar-Zitronen-Buttersauce und Gemüse

Wein beim Fisch:
Weisser von Stromberg
Trockener Württemberger Weißburgunder, 2010

4. Gang – Zwischengang:
Apfelsorbet mit Calvados

5. Gang – Hauptgericht:
„Ente auf chinesische Art“
Eine halbe gegrillte Ente mit scharf-süß-saurer Asia-Sauce,
dazu Reis und gemischtes asiatisches Gemüse

Wein beim Hauptgericht:
Chateauneuf-du-Pape, Vieux Remarts
Trockener französischer Rotwein, 2009

6. Gang – Dessert:
Schwarzwälder Kirscheis
mit Kirschsauce und bunten Früchten

Danach noch einen Kaffee und einen Williams Kirschgeist.

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(Jetzt kommen wieder die üblichen Schlußsätze, über die man sich in gewissen Foren gern amüsiert, die aber nichtsdestotrotz wahr sind:) Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es war also ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant und ging wieder nach Hause, wo ich um kurz nach Mitternacht eintraf.
Dann sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an:


James Bond 007: „Lizenz zu Töten

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