Dienstag, 30. Oktober 2012

Haus Kemnade am 27.10.2012


Dies war das besondere Abendessen nach meinem Geburtstag.

Mein 40. Geburtstag am 25. Oktober 2012 war schön: Vormittags kamen Anrufe von einigen Gratulanten, am Nachmittag und Abend feierte ich mit Familie und Verwandten. Auch mit den Geschenken war ich wieder sehr zufrieden. Jetzt fehlte nur noch das besondere „Geburtstagsessen“ in einem meiner Lieblingsrestaurants, welches diesmal am Samstag, dem 27. Oktober, stattfinden sollte. Und zwar, wie auch schon in den vergangenen Jahren, im Haus Kemnade.

An diesem Samstag war das Wetter sehr sonnig, klar und trocken, aber für Ende Oktober schon sehr kalt. Während vor einer Woche noch geradezu sommerliche Temperaturen herrschten, war es jetzt innerhalb weniger Tage ins Gegenteil umgeschlagen und es wurde schon winterlich kalt (bei Nacht schon unter 0°). Darum zog ich an diesem Abend bereits einen langen Mantel an, als ich losging. Um 19.30 Uhr verließ ich meine Wohnung und ging zur Bushaltestelle an der Königsallee, von wo aus ich mit dem Bus CE31 bis zum Haus Kemnade fuhr, wo ich um ca. 20.10 Uhr ankam. Ich ging gemütlich ins Burggelände. Es war mal wieder einiges los. In der Partyscheune war offensichtlich eine Hochzeitsfeier, und im Rittersaal fand ein mittelalterliches Bankett mit Künstlern statt („Rittermahl – Ein Abend bei Hofe“). Nachdem ich mich umgesehen hatte, was sonst noch so los war, ging ich hinüber zum Restaurant.

Das Restaurant war gut besucht. Als ich eintraf, wurde mir nachträglich sehr herzlich zum Geburtstag gratuliert und es gab auch wieder ein Präsent für mich, nämlich eine Flasche Meyer-Näkel, ein Blauschiefer Spätburgunder aus 2008, mit einer sehr netten Karte dazu. Anwesende Personen von der Belegschaft waren: Birgit Bruns, Christoph Weiß, Sascha, Hendrik und noch einige andere. Auch Heinz Bruns kam später dazu; er war an diesem Abend auf der Jagd.

Ich hatte wie immer meinen Stammplatz.

Nach dem Champagner stellte ich mir das Menü dieses Abends zusammen und ließ mir die passenden Weine dazu empfehlen. Zwischen den Gängen kam es öfter zu kurzen, netten Gesprächen.

*****

Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Glas Champagner.

Als Amuse Bouche gab es etwas Roastbeefsalat.

Begleitend zum Menü eine Flasche Mineralwasser (Gerolsteiner)
sowie ein Körbchen mit kleinen gemischten Brötchen.

1. Gang – Vorspeise:
Caesar´s Salat (wie passend!)
mit Roastbeefstreifen, Buttercroûtons und Parmesan

2. Gang – Suppe:
Jaipurcurry-Muschelsuppe
mit Pfahlmuscheleinlage

3. Gang – Fisch:
Lachstranche vom Grill
auf Paprika-Tomatengemüse mit Rucolarisotto

Wein von der Vorspeise bis zum Fisch:
„Rivaner“ - Burkheimer aus Baden
(ein trockener Weißwein aus 2010)

4. Gang – Hauptgericht:
„Variation vom heimischen Wild“
Ragout vom Hirsch, Schnitzelchen vom Reh
und Bratwürstchen vom Wildschwein,
dazu Waldpilze, Rahmwirsing und frische Bratkartoffeln

Wein beim Hauptgericht:
Castillo Perelade, Reserva
(ein trockener spanischer Rotwein aus 2006 – z.Zt. Wein der Monats)

5. Gang – Dessert:
„Dessertvariation“
Créme Brulèe „klassisch“, Cantuccini-Parfait
und hausgemachte Schokoladenschnitte

Beim Dessert ein Glas Portwein.

Danach noch einen Kaffee und einen Cognac „Otard“.

*****

Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also mal wieder ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Um 23.50 Uhr fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Gegen 0.20 Uhr traf ich wieder zu Hause ein.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen wahren Filmklassiker auf DVD an, der mir am Vormittag geliefert worden ist:


*****

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Auf einmal ist man 40 .....


Nun ist es also soweit: Ich bin soeben 40 geworden.

An den Gedanken, dass nun die große 4 vor meinem Alter steht, muss ich mich erst einmal gewöhnen. Denn erstens fühle ich mich von meiner inneren Einstellung her noch gar nicht so alt; was ja an und für sich gut ist, denn es heißt ja, man sei immer so alt, wie man sich fühlt. Zweitens merke ich aber doch, dass bei mir nicht mehr alles so flott geht wie früher, es geht schon ein wenig langsamer und ruhiger bei mir zu. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn die Hauptsache ist ja, dass man gesund ist. Und das bin ich noch. Außerdem habe ich noch alle Haare, alle Zähne, kann noch gut sehen und hören, noch alles essen und trinken, und auch alles andere funktioniert noch. Es ist also alles paletti. Und mit dem richtigen Feeling hat man den ewigen Frühling. Denn was hart macht im Leben, das haut nicht um.

Wenn ich so auf die letzten 40 Jahre zurückblicke, weiß ich, dass ich aus heutiger Sicht vieles anders machen würde. Wenn ich damals schon das Wissen und die Erfahrung von heute gehabt hätte, wären sicherlich viele Dinge in meinem Leben ganz anders verlaufen. Vor allem besser. Aber was geschehen ist, ist nunmal geschehen und nicht mehr zu ändern. Außerdem gab es ja durchaus auch schöne Erlebnisse. Es war ja nicht alles schlecht. Und ich habe mich immer bemüht, aus jeder Situation das Beste zu machen. Und ich denke, im Rahmen meiner Möglichkeiten ist mir das auch gelungen.

Was war, das war. Die Vergangenheit ist, wie sie ist. Aus den Dingen, die nicht so schön waren, kann man nur lernen. Und an den schönen Dingen kann man sich in seinen Erinnerungen noch erfreuen. Alles, was jetzt zählt, ist die Gegenwart. Und noch mehr die Zukunft.

Nun wird sich zeigen, was die Zukunft bringen wird. Meine Vorsätze sind jedenfalls, mich weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten engagiert und couragiert gegen Unrecht und für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzusetzen. Das mag jetzt vielleicht etwas gutmenschlich klingen, aber dann bin ich eben ein Gutmensch, mit einem großen Gerechtigkeitsempfinden. Ich denke von mir, ein großes Herz zu haben, das auch am rechten Fleck sitzt. Mit mir kann auch jeder Mensch auskommen – wenn er nur will. Um ein Haar wäre ich ja vom Sternzeichen her noch Waage geworden, und Waagen sind ja dafür bekannt, einen besonders ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu haben. Davon habe ich noch einiges mitbekommen, auch wenn ich bereits Skorpion bin. Ein Skorpion wiederum ist dafür bekannt, dass er, wenn man ihn denn ärgert, seinen Stachel ausfährt und zusticht. Und das kann ich auch sehr gut.

Ein weiterer Vorsatz ist, weiterhin das Leben zu genießen, so gut es geht, und jeden Tag bewusst zu erleben. Weil jeder Tag zählt. Denn niemand weiß, wann es vorbei sein kann. Darum sollte eigentlich jeder Mensch nach dem Motto „Carpe diem“ leben. Ich tue es.

Pflücke den Tag
und gehe behutsam mit ihm um.
Es ist dein Tag.
24 Stunden lang.
Zeit genug,
ihn zu einem wertvollen Tag werden zu lassen.
Darum lass ihn nicht schon in den Morgenstunden
verwelken.

Nun denn, ich bin gespannt darauf, was noch alles geschehen wird, was die Zukunft bringen wird. Man weiß ja nie, was kommt. Ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme lautet: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.
Also kann und darf man nur gespannt sein. Ich denke jedenfalls, dass ich noch jung genug bin, um noch viele Pralinen aus der besagten Schachtel zu bekommen. Mit 40 befindet man sich ja noch im „Sommer“ des Lebens. Der „Herbst“ beginnt erst mit 50.

Wohin führt der weitere Weg?

Na denn, in diesem Sinne:
Auf die nächsten 40 Jahre!
(hoffentlich!) Prost!


*****

Sonntag, 21. Oktober 2012

Kachelmann bei Jauch

Am Sonntag, dem 14. Oktober 2012 war Jörg Kachelmann mit seiner Frau Miriam in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ eingeladen. Das Thema der Sendung war das von Kachelmann geschriebene und aktuell veröffentlichte Buch „Recht und Gerechtigkeit“, in welchem er über seinen Prozess berichtet, über seine Erlebnisse und Erfahrungen, über die deutsche Justiz und das Thema Falschbeschuldigungen. Denn Jörg Kachelmann ist ganz eindeutig ein Opfer. Ein Opfer der Justiz, der Medien und einer eifersüchtigen Geliebten, die sich rächen wollte. Was man diesem Justizopfer und seiner Frau jedoch in der Sendung zumutete, war einfach unmöglich – und Grund genug für mich, hier ein paar Worte darüber zu verlieren.

Günther Jauch mit Miriam und Jörg Kachelmann.

Die Gäste, mit denen Kachelmann und seine Frau in der Sendung konfrontiert wurden, waren der ehemalige Bundesverfassungsrichter Winfried Hassemer, der ehemalige Innenminister Gerhart Baum und der frühere Chefredakteur der BILD-Zeitung, Hans-Hermann Tiedje. Leider stellte sich heraus, dass diese drei Herren überhaupt kein Problembewusstsein hatten und dass Falschbeschuldigungen und Fehlleistungen in der Justiz ihnen fast nicht bekannt sind. Sie waren mit diesem Thema überfordert und konnten nichts dazu beisteuern. Zumindest waren Hassemer und Baum der Meinung, dass Kachelmann Unrecht geschehen ist; Hassemer fordert sogar eine Staatshaftung in solchen Fällen. Während Hassemer und Baum aber durchweg auf der sachlichen Ebene blieben, fiel Hans-Hermann Tiedje, der offenbar nichts Sachliches vorbringen konnte, die ganze Sendung hindurch nur durch Pöbeleien, Unterstellungen, Lügen und Unverschämtheiten auf. Günther Jauch ging nicht dazwischen, obwohl er dies als Moderator hätte tun müssen. Aber gegen so eine primitive Großschnauze wie Tiedje kommt ein so ruhiger und smarter Moderator wie Jauch natürlich nicht an – was ihm wahrscheinlich auch selbst klar war.

Artikel zu dieser Sendung:

http://www.derwesten.de/panorama/leute/hitzige-kachelmann-debatte-bei-jauch-id7194897.html

http://web.de/magazine/tv/shows/16431126-jauch-vergeigt-kachelmann-talk.html

http://www.spiegel.de/kultur/tv/joerg-und-miriam-kachelmann-bei-guenther-jauch-a-861271.html

http://www.readers-edition.de/2012/10/15/jorg-kachelmann-bei-gunther-jauch/

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fernsehkritik-guenther-jauch-die-kachelmann-falle-11926274.html

Die ganze Sendung war eine einzige Farce, eine Schande für die ARD, eine Zumutung für ein Justizopfer und für jeden halbwegs noch gerecht denkenden und fühlenden Menschen. Wie kann es angehen, dass ein Justizopfer sich im Fernsehen beleidigen und beschimpfen lassen muss? Ja, sogar verleumden, denn Tiedje bestand darauf, dass Kachelmann weiterhin als potentieller Vergewaltiger zu gelten hat, dass also „etwas hängen bleiben“ soll. Dass ein Mensch jedoch nach einem rechtskräftigen Freispruch als unschuldig zu gelten hat (und auch unschuldig ist!), das scheint bei Leuten wie Gevatter Tiedje noch nicht angekommen zu sein. Tiedje tat in der Sendung nicht anderes als das, was die Medien – besonders die Boulevardblätter – schon während des ganzen Prozesses getan hatten, nämlich Kachelmann mit Dreck zu bewerfen.

Gevatter Hans-Hermann Tiedje
- nur irgendein Boulevardfuzzi.

Der Gipfel von Tiedjes Unverschämtheiten war zweifellos der Satz: „Sie stilisieren sich als Opferanwalt, sie sind aber keine historische Figur, sie sind nur der Kachelmann, irgendein Wetterfuzzi.
Soso, Kachelmann ist also nur irgendein Wetterfuzzi, aha. Nun ja, ich finde, wer austeilt, sollte auch einstecken können. Deshalb erlaube ich mir hier, einmal zu sagen, was Tiedje ist: Er ist nur irgendein Medienfuzzi; ein schmieriger Boulevardjournalist, der nichts anderes kann, als mit Dreck zu werfen, der eine große Klappe hat, hinter der aber nichts steckt. Interessantes über Tiedje findet sich aber hier.

Jörg Kachelmann und seine Frau saßen in der Sendung wie auf der Anklagebank und mussten sich pausenlos rechtfertigen, und zwar nicht nur für die Dinge, die sie in ihrem Buch behauptet hatten, sondern sogar für Dinge, die sie nicht behauptet hatten. Wie kann so etwas angehen? Kachelmann blieb ruhig und gab irgendwann auf, sich mit Gevatter Tiedje weiter herumzuschlagen; wahrscheinlich wollte er sich nicht auf Tiedjes Niveau herabbegeben und hatte eingesehen, dass eine Auseinandersetzung mit so einem Typen nichts bringt. Miriam Kachelmann aber warf sich für ihren Mann in die Bresche und scheute keine Konfrontation. Sie bot diesen „Herren“ Paroli und brachte viele sehr gute Argumente hervor. Diese Frau hat die Dinge durchschaut und nennt sie beim Namen. Sie hat das Herz am rechten Fleck. Sie verdient Respekt.

Tiedje besitzt offensichtlich keine Kinderstube und nicht die minimalste Form von Anstand, was man zum Beispiel daran sehen konnte, dass er (und teilweise auch Baum!) Jörg Kachelmann und seiner Frau ständig ins Wort fiel und sie unterbrach. Menschen ausreden zu lassen, ist eine einfache Höflichkeitsregel, die man schon als Kind beigebracht bekommt. Aber für gewisse „Herren“ scheint sie offenbar nicht zu gelten.

Dann warf Tiedje Kachelmann an anderer Stelle vor, er habe in seinem Buch einen „rotzlöffelhaften“ Ton angeschlagen. Welch eine Impertinenz! Erstens hat Kachelmann nach allem, was ihm angetan wurde, wirklich gute Gründe für einen solchen Ton (manche Dinge müssen einfach schonungslos angeprangert werden!). Und zweitens: Wer in der Sendung einen „rotzlöffelhaften“ Ton angeschlagen hat, haben wir ja alle mehr als deutlich gesehen.

Gerhart Baum fiel in der Sendung dadurch auf, dass er versuchte, die Problematik der Falschbeschuldigungen zu leugnen und kleinzureden. Dazu erklärte er, der ehemalige Bundesinnenminister:
- Jede siebte Frau wird einmal in ihrem Leben vergewaltigt. 
- Nur ein kleiner Anteil der Vergewaltigungen wird angezeigt. 
- Frauen leiden auch besonders unter häuslicher Gewalt. 
- Nur Frauen würden vergewaltigt. 
- Nur ein ganz kleiner Teil der Anzeigen wegen Vergewaltigungen wären Falschanzeigen.

Derartige Aussagen sind Lügen, und zwar feministische Propaganda-Lügen. Es würde mich wirklich mal interessieren, wie Herr Baum zu solchen Aussagen kommt, und ob er sie irgendwie belegen kann (natürlich nicht!). Aber da zeigt sich eben der politische Opportunist. Es ist ja bekannt, dass der Hang zu Lügen die Grundvoraussetzung für eine exzellente Politikerkarriere ist. Fest steht aber nur eines: Wenn weiterhin eine derartige feministische Propaganda in Deutschland verbreitet wird, dann werden Falschbeschuldigerinnen weiterhin Erfolg haben und unschuldige Männer werden verurteilt.

Erschüttert war ich auch über das Verhalten des Studiopublikums, welches Tiedje und Baum oft Applaus bescherte. Da habe ich mir vor Entsetzen an den Kopf fassen und mich fragen müssen, wie dumm die Leute eigentlich sein können. Oder befindet sich im Studio irgendwo eine Tafel, die den Leuten anzeigt, wann sie klatschen müssen? Das ist möglich, dann wäre das ein gesteuerter Applaus. Oder die Leute sind wirklich zu dumm. Sie klatschen dann, wenn jemand besonders schlagfertig und redegewandt ist, wenn jemand eine besonders prägnante und kräftige Aussage macht. Auf den Inhalt des Gesagten kommt es dabei offensichtlich nicht an. Ja, so ist das beim Pöbel.

Von Günther Jauch bin ich sehr enttäuscht. Er war mit der ganzen Thematik der Sendung hoffnungslos überfordert und hat die Beleidigungen und Beschimpfungen gegen Kachelmann zugelassen. Der Gipfel aber war, dass er Miriam Kachelmann ernsthaft fragte, ob sie sich angesichts der Tatsache, dass er neben ihr noch andere Frauen hatte, nicht gedacht hätte: „Wenn der mich schon so belogen hat, dann wird er möglicherweise auch eine Vergewaltigung leugnen.“ Das war einfach unfassbar! Damit stellte sich Jauch auf eine Stufe mit dem Gericht und dem Pöbel, wo die verquere Logik zu herrschen scheint, dass ein Mann, der Frauen betrügt, auch Frauen vergewaltigt. Hallo – geht es noch, Herr Jauch?

Das einzig Richtige, das Günther Jauch am Ende von sich gab, war, dass alle aus dieser Sendung reichlich unbefriedigt hinausgehen. Ich habe zu den Figuren in dieser Sendung nur noch folgendes zu sagen:

Günther Jauch: Sie haben leider gezeigt, dass Sie den Themen in einer solchen Talkshow doch recht ahnungslos, unsicher und hilflos gegenüberstehen. Offensichtlich ist eine solche Talkshow nicht das Richtige für Sie. Also lassen Sie es lieber und bleiben Sie bei „Wer wird Millionär?“. Das steht Ihnen besser.

Gerhart Baum: Hören Sie auf, solche Aussagen wie die oben genannten zu verbreiten. Sie machen sich damit nur zum Handlanger des Feminismus, zum lila Pudel einer gewissen Frau Schwarzer. Wollen Sie das?

Hans-Hermann Tiedje: Es fällt schwer, meine Meinung, die ich nach dieser Sendung von Ihnen habe, in angemessene Worte zu kleiden, ohne mich auf Ihr Niveau herabzubegeben und die Grenze zur Formalbeleidigung zu überschreiten. Deshalb lasse ich das und sage nur eines: Ich wünsche keinem Menschen etwas Schlechtes, aber Ihnen wünsche ich, dass Sie auch mal Opfer einer Falschbeschuldigung werden, monatelang in Untersuchungshaft und vor Gericht sitzen und von den Medien nach allen Regeln der Kunst durch den Dreck gezogen werden. Vielleicht sehen Sie dann manches anders.
Ansonsten kann ich Ihnen nur den Ratschlag mit auf den Weg geben: Wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die Fresse halten!

Jörg und Miriam Kachelmann: Lassen Sie sich nicht unterkriegen! Kämpfen Sie weiter! Das Thema Falschbeschuldigungen und Justizunrecht darf nicht länger tabuisiert werden. Es muss weiterhin der Öffentlichkeit vor Augen geführt werden. Meine – zumindest geistige und moralische – Unterstützung haben Sie! Ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten weiterhin gegen die Unrechtsjustiz in diesem Lande kämpfen, insbesondere gegen die „drei F´s“:
Feminismus, Falschbeschuldigungen, Fehlurteile.

*****

Ach ja, und das Buch kaufe ich mir auch bald:


*****

Dienstag, 16. Oktober 2012

Pablo am 12.10.2012

Am Freitag, dem 12. Oktober 2012 war ich nach längerer Zeit mal wieder im spanischen Restaurant „Pablo“. Hier ist der Bericht:

  
Das spanische Restaurant „Pablo“ in der Goystraße. 

Es war in den letzten Tagen schon merklich kühler und richtig herbstlich geworden. Auch heute abend war es schon relativ kalt – aber eine sehr angenehme, frische, klare Herbstluft. Am Vormittag hatte es sehr geregnet, aber am Abend war es zum Glück trocken. Ich fuhr mit der Bahn bis zur Wasserstraße und ging den Rest zu Fuß. Das „Pablo“ war, wie üblich an einem Freitag Abend, sehr gut besucht. Anwesende Personen von der Belegschaft waren unter anderem Jana, die Inhaberin, sowie Christina und Mariana, die mich bedienten, sehr freundlich und zuvorkommend. Ich hatte diesmal einen Tisch an der Seite, wo ich sonst auch immer sitze, allerdings diesmal ganz vorne.

*****

Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Wodka Martini.
(natürlich geschüttelt, nicht gerührt!)

Als Amuse Bouche ein kleines Tomaten-Bruschetta.

Begleitend zum Menü ein Mineralwasser.

1. Gang – Vorspeise:
„Tapas Variadas“
Oliven mit Anchovis, Pflaumen im Speckmantel, eingelegte Sardellenfilets, paniertes Krebsfleisch mit Sweet-Chili-Sauce, getrocknete Tomaten, frittierte Mini-Würstchen, Calamares alla Romana, marinierter Schafskäse, dazu Aioli mit Weißbrot

2. Gang – Suppe:
Kürbis-Curry-Süppchen
mit Kokosschaum

3. Gang – Hauptgericht:
Frischer Fisch des Tages vom Grill:
Dorade Royal
gefüllt mit frischen Kräutern und Knoblauch,
dazu Patatas und mediterranes Gemüse

Wein bei diesem Menü:
Marques de Caro“, ein spanischer Weißwein
(zwei Karaffen zu je 0,5 l)

4. Gang – Dessert:
Schokoladen-Baileys-Tiramisu

Danach noch einen Kaffee und einen sehr guten Brandy.

*****

Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also wieder ein wunderbarer spanischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Dann ging ich zur Wasserstraße zurück und fuhr mit der Bahn wieder nach Hause.
Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an: 

 

*****

Montag, 8. Oktober 2012

Ein Gedicht im goldenen Herbst

 

Es ist Zeit für ein wenig Lyrik zwischendurch.
Da wir uns nun wieder im goldenen Herbst befinden, 
gibt es passend dazu auch in diesem Blog ein kleines Gedicht: 

   

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, 
Ein Birnbaum in seinem Garten stand. 
Und kam die goldene Herbsteszeit 
Und die Birnen leuchteten weit und breit, 
Da stopfte, wenn´s Mittag vom Turme scholl, 
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll, 
Und kam in Pantinen ein Junge daher, 
So rief er: „Junge, wiste ´ne Beer?“ 
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn, 
Kumm man röwer, ick hebb ´ne Birn.“ 

So ging es viel Jahre, bis lobesam 
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam. 
Er fühlte sein Ende. ´s war Herbsteszeit, 
Wieder lachten die Birnen weit und breit; 
Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab. 
Legt mir eine Birne mit ins Grab.“ 
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus, 
Trugen von Ribbeck sie hinaus. 
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht 
Sangen „Jesus meine Zuversicht“, 
Und die Kinder klagten, das Herze schwer: 
„He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?“ 

So klagten die Kinder. Das war nicht recht - 
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht; 
Der neue freilich, der knausert und spart, 
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt. 
Aber der alte, vorahnend schon 
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn, 
Der wußte genau, was damals er tat, 
Als um eine Birn´ ins Grab er bat, 
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus 
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus. 

Und die Jahre gingen wohl auf und ab, 
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab.
Und in der goldenen Herbsteszeit 
Leuchtet´s wieder weit und breit. 
Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her, 
So flüstert´s im Baume: „Wiste ´ne Beer?“ 
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: „Lütt Dirn, 
Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.“ 

So spendet Segen noch immer die Hand 
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

*****

Theodor Fontane 
(1819 – 1898)