Dienstag, 31. Dezember 2013

Silvester 2013/2014

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und ein neues beginnt …

Es war also mal wieder soweit: Das Ende eines Jahres war gekommen.

Der Silvestertag verlief bei mir wie üblich: Ich schlief aus und frühstückte spät, dann bestellte ich mir für den Abend ein Taxi vor. In meiner Wohnung richtete ich sodann alles schön für den Abend und für das neue Jahr her. Am Nachmittag legte ich mich noch ein wenig hin, dann duschte ich ausführlich, machte mich schick und zog mich fein an (dunkler Anzug mit Krawatte). Dann sah ich selbstverständlich „Dinner for One“. Als dies zu Ende war, erschien auch kurz darauf das Taxi und ich ging nach unten. Mit dem Taxi fuhr ich dann zum Haus Kemnade, wo ich genau um 19.30 Uhr ankam. Ich ging hinüber zur Party-Scheune, in der wie jedes Jahr die Silvesterparty stattfindet. Also: The Same Procedure As Every Year.

Und so war auch in diesem Jahr der Ablauf der Party:

.................................................................................................
Silvester-Party in der Scheune
inclusive Begrüßungsdrink, Silvesterbuffet, Live-Musik,
Höhenfeuerwerk und Mitternachtssekt

19:30 Uhr:
Einlass mit Begrüßungscocktail

20:00 Uhr:
Silvester-Buffet;
Live-Musik mit der Band „The Tweens“

24:00 Uhr:
Mitternachtssekt im Burghof;
Anstoßen auf das neue Jahr mit Feuerwerk

0:15 Uhr bis 3:00 Uhr:
Musikprogramm

0.30 Uhr:
Mitternachts-Snack
.................................................................................................

Heinz Bruns stand am Eingang der Partyscheune und begrüßte die hereinkommenden Gäste. Dann bekam ich meinen Begrüßungscocktail und wurde zu meinem Platz geführt. Ich saß wieder vorne an der Tanzfläche, aber diesmal zum Glück nicht alleine, sondern mit anderen Leuten am Tisch, die auch sehr nett waren und mit denen ich mit zwischenzeitlich immer mal wieder unterhielt. Es war ein Sechsertisch. Von meinem Platz aus konnte ich alles gut überblicken. Ich sah mich um, wer sonst noch so erschienen war und entdeckte viele Personen, die mir aus den vergangenen Jahren schon bekannt waren. Sie alle kommen also jedes Jahr wieder – genau wie ich. Tradition ist eben Tradition. Es war übrigens in diesem Jahr sehr voll in der Scheune, es waren sehr viele Gäste da. Angeblich war für die Party bereits Anfang Dezember alles ausgebucht. Und natürlich gab es die Live-Musik auch in diesem Jahr wieder von der Band „The Tweens“ mit Michael Wurst.



Um 20.15 Uhr (also nicht ganz pünktlich) eröffnete Heinz Bruns die Silvesterparty dann offiziell und erklärte noch einige Dinge, die in diesem Jahr anders waren; doch dazu später mehr. Nach dieser Eröffnungsansprache war auch das Buffet eröffnet. Es gab wieder ein sehr vielseitiges und reichhaltiges Buffet, diesmal mit folgenden kalten und warmen Speisen:

.................................................................................................

Kaltes Buffet:
Hausgeräucherter Lachs mit Dipps
Gegrillte Sardinen
Gambas-Cocktail
Gambas-Spieße
Italienischer Landschinken mit Melone
Tomaten mit Mozzarella
Geflügel-Ananas-Spieße
Gefülltes Blätterteiggebäck
Verschiedene Salate
Brot, Butter, Schmalz

***

Warmes Buffet:
Gänsebraten
mit Bratapfel und Maronen
Fischvariationen auf Champagnerkraut
Short Rib vom US-Beef mit BBQ-Jus
Schweinefiletmedaillons in Pfefferrahm
Roastbeef frisch tranchiert
Sauerbraten vom Reh aus eigener Jagd
Geschnetzeltes von der Pute in Waldpilzrahmsauce
Schnitzelvariation
Pastagericht
Beilagen:
Hausgemachte Spätzle, Klöße, Kartoffelgratin,
frisches Marktgemüse, Bratkartoffeln, Broccoli, u.a.

***

Dessertbuffet:
Früchte, Mousses, Puddings und Eis
.................................................................................................

Zuerst machte ich mir einen kalten gemischten Vorspeisenteller zurecht. Danach holte ich mir einen Teller vom warmen Buffet, und danach noch einen weiteren Teller vom warmen Buffet. Und zum Abschluss einen Dessertteller. Es war alles einfach köstlich. Während des Essens trank ich eine Flasche Rotwein, und zwar einen trockenen Spätburgunder „Haus Kemnade“ aus 2009 vom Weingut Hochdörffer aus der Pfalz.

Noch vor 22.00 Uhr, als ich noch gar nicht zum Dessert gekommen war (das Dessertbuffet wurde, glaube ich, auch erst später aufgebaut), spielten die „Tweens“ bereits zum Tanzen auf. Die ersten gingen auf die Tanzfläche. Als dann „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“ gespielt wurde, forderte ich eine attraktive Dame von einem sogenannten „Single-Tisch“ auf, die mir zum Glück auch keinen Korb gab und mit mir nach diesem Lied tanzte. Doch kaum war das Lied zu Ende, bedankte sie sich höflich und ging wieder. Das fand ich nicht ganz in Ordnung, nach einem knappen Lied schon aufzugeben. Welches Problem hatte sie? An meinen tänzerischen Fähigkeiten kann es jedenfalls nicht gelegen haben.

Naja, ich holte mir dann erst mal das Dessert und trank danach noch einen Kaffee und einen Obstler. Dann ging ich wieder auf die Tanzfläche, die inzwischen auch reichlich voller geworden war. Die Gabi, die ich aus den vergangenen Jahren kenne und die sehr gerne tanzt, war jedenfalls in diesem Jahr auch wieder da und bei ihr muss ich nicht lange bitten. Sie tanzt nämlich sehr gerne und ist locker genug. Die anderen Damen aber, die jedes Jahr in ihrer Begleitung sind (Sabrina, Petra und Ginny), haben aber offenbar eine ganz massive Störung und wohl auch ein Problem mit Männern, wie sie durch ihr Verhalten – nicht nur auf den Silvesterpartys, sondern auch im Internet – überdeutlich unter Beweis gestellt haben. Sie betreiben sogenannte „Fan-Seiten“ für eine Band, lästern aber dort ziemlich fies und asozial über Männer. Zum Beispiel mich. Seitdem ich das weiß, ignoriere ich sie.

Jetzt aber war ich auf der Tanzfläche und tanzte mit Gabi, später auch mehr discomäßig und nicht mehr paarweise. Nun ging alles. Wir hatten Spaß und es herrschte eine sehr ausgelassene Stimmung. So konnte ich die Party richtig genießen. Die Zeit von etwa 22.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht spielte sich für mich – mit kleinen Unterbrechungen zwischendurch - hauptsächlich auf der Tanzfläche ab, und es wurde sehr fröhlich und ausgelassen getanzt. Die „Tweens“ hatten auch wieder ein breites Repertoire und super Lieder auf Lager. Und so verging die Zeit bis Mitternacht recht schnell …...

Hier einige Impressionen aus der Zeit vor Mitternacht:





Es wurde bis etwa 23.45 Uhr Musik gemacht und getanzt, dann begaben sich die Gäste in den Burghof. Nun begann der Countdown. Es gab allerdings im Unterschied zu den letzten Jahren eine Veränderung: Bisher fanden sich zum Jahreswechsel alle Gäste am Haupteingang zum Burghof sowie auf der Brücke ein, um das Feuerwerk zu sehen, welches von der Wiese auf der anderen Straßenseite aus gezündet wurde. Diesmal aber wurde das Feuerwerk vom Parkplatz neben der Burg gezündet, und die Gäste mussten sich, um es zu sehen, auf dem hinteren, kleinen Burginnenhof einfinden. Die Begründung hierfür war, so erklärte es Heinz auf meine Nachfrage, dass die Stadt Hattingen diesmal das Feuerwerk von der Wiese aus nicht genehmigt habe, weil die Wiese angeblich ein Naturschutzgebiet sei. Das aber war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Unter einem „Naturschutzgebiet“ verstehe ich allemal etwas anderes als diese recht unbelebte Wiese direkt neben der vielbefahrenen Kemnader Straße. Außerdem hat es die Stadt Hattingen in all den Jahren zuvor auch nicht gestört, dass das Feuerwerk von dieser Wiese aus gezündet wurde. Und jetzt plötzlich stört es sie, jetzt plötzlich ist die Wiese ein „Naturschutzgebiet“! Das ist seltsam, und für mich jedenfalls ein weiterer Beweis für die Undurchschaubarkeit und Willkür von Behörden. Ich schreibe das deshalb, weil der Blick auf das Feuerwerk vom hinteren Innenhof nicht so schön war wie draußen vor der Burg. Aber irgendwie mussten die Bruns ja eine andere Lösung für das Feuerwerk finden, vielleicht blieb da nur diese ….

Jedenfalls fanden sich die Gäste dann in diesem kleinen Hof ein, und dort war auch die Sekt-Bar aufgebaut. Ein leichter Nieselregen lag in der Luft. Ich nahm mir ein Glas Sekt und wartete. Der Jahreswechsel rückte näher. Leider befand sich auf dem Hof keine Uhr mit Leuchtziffern, an der man die genaue Zeit hätte erkennen können, und es zählte auch niemand den Countdown herunter (sonst war zumindest das Radio an). Es wusste also niemand so genau, wann es genau Mitternacht ist. Jeder konnte im Grunde nur nach seiner eigenen Armbanduhr gehen. Aber jede Uhr geht anders, und es war außerdem so dunkel in dem Hof, dass man seine Uhr nicht mehr lesen konnte, nichts erkennen konnte. Hier müsste für das nächste Jahr eine Verbesserung her, damit alle genau wissen, wieviel Uhr es ist.

Erst als die erste Rakete des Feuerwerks hochging, war es klar:

Es ist soweit! Das Neue Jahr ist da! Prost Neujahr!


Ich stieß mit den anderen umherstehenden Gästen an, wir wünschten uns gegenseitig ein frohes neues Jahr, und tranken unseren Sekt. Dann ging das Feuerwerk richtig los. Und das war wieder sehr schön, auch wenn die Sicht vom Hinterhof etwas anders war. Jedenfalls war es wieder toll gemacht und mit vielen verschiedenen Effekten. Wir sahen etwa 10 – 15 Minuten lang zu.


Nach dem Feuerwerk ging ich trotzdem noch auf die Brücke vor der Burg, um zu sehen, was dort noch los ist. Einige Gäste hatten selbst noch Raketen und Kracher mitgebracht und ließen diese dort los. Und man konnte von dort aus sehen, was in der einen Richung über Hattingen, in der anderen Richtung über Bochum-Stiepel alles in den Nachthimmel geschossen wurde. Dort schaute ich noch eine Weile zu, dann ging ich wieder hinein in die Partyscheune, wo sich auch die anderen Gäste inzwischen alle wieder eingefunden hatten.

Was die Getränke betrifft, stieg ich jetzt auf kühles Bier um. Es gab auch noch einen Mitternachts-Snack, nämlich „Bochumer Carpaccio“ in pikanter Sauce, im Volksmund auch „Currywurst“ genannt. Dieses holte mich mir noch, da ich noch Appetit auf etwas Scharfes hatte. Heinz stellte auch noch ein Käsebrett auf, welches von den Gästen ziemlich schnell verputzt wurde. Dann machten Michael Wurst und die „Tweens“ mit ihrer Musik weiter und es wurde weiterhin gefeiert und getanzt.

Auch wenn die Stimmung jetzt teilweise noch ausgelassener war als vor Mitternacht, muss ich sagen, dass die Tanzbereitschaft einiger Damen – zumindest in Bezug auf meine Person – sehr zu wünschen übrig ließ, auch und gerade an dem „Single-Tisch“, vom dem ich mir doch mehr erhofft hatte. Ich fragte eine Dame an diesem Tisch, die aber „Nein“ sagte – natürlich ohne Angabe von Gründen. Dieser Tisch war insgesamt enttäuschend.

Ich sah mich weiterhin um und es waren auch mehrere sehr hübsche attraktive Damen da, die ich gerne gefragt hätte. Leider traute ich mich gar nicht mehr, zu fragen, da ich mir nach allen Erfahrungen schon denken konnte, wie die Antwort lautete. Außerdem waren da meist noch andere Männer, die – wie auch immer - irgendwie dazugehörten. Also, woran liegt die mangelnde Tanzbereitschaft? Das Äußere eines Menschen sollte dabei doch wohl keine Rolle spielen! Es kann sich nunmal kein Mensch selber malen, und jeder hat nunmal sein individuelles Gesicht und seinen typischen Gesichtsausdruck. Was ist dann das Problem? Die Figur? Dann kann ich dazu nur sagen, dass auch dicke Menschen auf der Tanzfläche noch eine ganz flotte Sohle hinlegen können. Das hat zum Beispiel Moritz A. Sachs, der in der Lindenstraße den Klaus Beimer spielt, sehr eindruckvoll bei „Let´s Dancebewiesen. Und er hat so eine Figur wie ich. Also sollte die Figur doch auch kein Problem sein. Ich jedenfalls kann mich auf der Tanzfläche gut, gekonnt und flott bewegen. Auch wenn ich nicht bei „Let´s Dance“ auftrete: Für die Partyscheune vom Haus Kemnade reicht es auf jeden Fall! - Nun habe ich ja ein Jahr Zeit, mir zu überlegen, wie ich die Tanzbereitschaft der Damen, bezogen auf mich, verbessern kann. Ich kann mich ja nicht immer nur an die Gabi halten.

Da aber jetzt, nach Mitternacht, sowieso mehr discomäßig als paarweise getanzt wurde, war es nicht weiter schlimm. Und so ging ich auf die Tanzfläche und bewegte mich in der Menge noch so ausgelassen, wie ich konnte, zu der Musik der „Tweens“ und genoss die Party. Ja, und so verging die Zeit wie im Fluge ….

Von der Zeit bekam ich gar nicht mehr viel mit, und als ich mich irgendwann wieder an meinen Platz setzte und mein Bier austrank, musste ich feststellen, dass es schon 3.00 Uhr war. Ich war jetzt auch ziemlich geschafft, hatte zudem einen stattlichen Alkoholpegel und beschloss daher, aufzubrechen. Es herrschte jetzt auch allgemeine Aufbruchsstimmung, und auch die Band machte allmählich Schluß. Ich verabschiedete mich, bezahlte meine Getränke, nahm meinen Mantel und ging hinaus.

Vor der Partyscheune standen mehrere Leute, die auf die Rückkehr des Shuttle-Service warteten und die – Gott sei Dank! – auch in Richtung Bochum wollten. Es gab übrigens, wie ich hörte, angeblich zwei Shuttle-Fahrzeuge: eines für die Richtung Hattingen und eines für die Richtung Bochum. Also eine tolle Verbesserung! Nach kurzer Zeit kam dann auch das Shuttle-Fahrzeug für Bochum, und zu meiner Überraschung saß Heinz Bruns selber am Steuer. Die anderen Bochumer Gäste und ich stiegen ein und es ging los. Die meisten Gäste stiegen dann aber vor mir aus, und Heinz brachte mich dann nach Bochum-Wiemelhausen zurück, bis vor das Haus. Das war klasse. Ich stieg aus, verabschiedete mich und wünschte ihm einen schönen Urlaub (Betriebsferien vom 01. bis zum 20. Januar).

Ich ging dann draußen noch etwas umher, weil ich noch etwas frische Luft brauchte. Um 4.00 Uhr kam ich wieder in meine Wohnung. Dann ging ich ins Bett und schlief sofort ein.

*****

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs
ein gutes, gesundes, harmonisches,
friedliches, erfolgreiches und glückliches 
Neues Jahr 2014 !!!!


*****

Sonntag, 22. Dezember 2013

Ein kleiner Weihnachtsgruß

Viele regelmäßige Leser meines Blogs wissen sicher, dass ich ein großer Fan der „Lindenstraße“ bin. Aus diesem Grunde möchte ich als kleinen Weihnachtsgruß ein Video mit den schönsten und lustigsten Weihnachts-Szenen aus 28 Jahren „Lindenstraße“ zeigen:



Und damit wünsche ich allen Lesern dieses Blogs
ein schönes, besinnliches, harmonisches und fröhliches
Weihnachtsfest!!!


Caesar 
 

Dienstag, 12. November 2013

Der Talibernd und das Beamtendumm

Von den kritischen Seiten, die ich regelmäßig lese und die mir gefallen, möchte ich aus aktuellem Anlass (dazu gleich mehr) die folgende Seite erwähnen: http://beamtendumm.wordpress.com. Der Betreiber dieser Seite, Bernd Schreiber, auch „Talibernd“ genannt, ist gewissermaßen ein „Nachbar“, denn er kommt auch aus dem Ruhrpott, und zwar aus Gelsenkirchen. Ich habe ihn aber bisher noch nicht persönlich getroffen, aber er liest auch regelmäßig hier in diesem Blog.

Wegen dieses T-Shirts - und zwar nur wegen der Aufschrift „Prozessbeobachter“ -
wurde Bernd Schreiber für mehrere Tage ins Gefängnis gesperrt.

Der Talibernd ist ein Kritiker der Behörden, insbesondere der Polizei und der Justiz. Ein Kritiker, wie ich heute auch einer bin. Er kennt auch den Solarkritiker persönlich und hat schon einige seiner Prozesse verfolgt. In seinem Beamtendumm-Blog schreibt er viel über Justizopfer wie z.B. Gustl Mollath und hat auch eine Liste mit Geschädigten des Systems.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich es für angebracht hielt, dem Talibernd Schreiber hier einen Artikel zu widmen. Ein weiterer Grund ist, dass er mich vor kurzem in seinem Blog lobend erwähnt hat mit dem Artikel „Jura studieren und anständig bleiben“. Hier ein Zitat aus diesem Artikel:

Jura studieren und anständig bleiben, geht das überhaupt? 
[…..] 
Ist also Jurist ein Synonym für menschlichen Abschaum? Bei Proll und Co. könnte man dies denken, aber es gibt Hoffnung. 
In Bochum gibt es einen Blogger. Meist und gerne berichtet er über gutes Essen. Aber der Mann ist nicht nur Genießer, sondern auch studierter Jurist. Und manchmal schreibt er auch über verschiedene juristische Themen. Und wenn er dies tut, dann klingt das nicht nach Jurist, sondern nach Justizkritiker. 
Wieso ist dieser Jurist so anders als seine studierten Kollegen? Er hat zwar Jura studiert, aber frühzeitig die Schweinereien erkannt, war nicht bereit dies mitzumachen, und hat deshalb niemals als Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt gearbeitet. 
Und jetzt hat dieser Gourmetjurist einen Beitrag veröffentlicht, den man unbedingt als lesenswert, als Pflichtlektüre bezeichnen muss. Ich habe solch einen Beitrag von ihm bisher nicht gelesen. Nach meinem Geschmack ist dieses Gericht seine 5 Sterne wert.

Vielen Dank dafür. Dabei habe ich nur das geschrieben, was ich wirklich denke. Und um die Frage zu beantworten: Jura studieren und anständig bleiben, geht das überhaupt? Antwort: Ja, es geht! Ich habe es geschafft. Trotz des Jura-Studiums und des Referendariats habe ich meinen gesunden Menschenverstand und mein Gerechtigkeitsempfinden bewahrt – was bei den meisten Juristen leider anders ist. Und weil ich danach nie als Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt gearbeitet habe, ist es mir auch wirklich möglich gewesen, anständig zu bleiben. Darüber werde ich aber bald noch gesondert schreiben.

Dass die meisten Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte, aber auch Beamte in anderen Behörden wie Verwaltung oder Polizei, nicht gerade viel mit gesundem Menschenverstand oder Gerechtigkeit im Sinn haben, sondern dass bei ihnen eher das Gegeteil der Fall ist, das hat auch Bernd Schreiber schon vor langer Zeit erkannt. Aus diesem Grund nennt er seinen Blog auch „Beamtendumm“. Bernd Schreiber ist selbst schon mehrere Male zum Opfer dummer und willkürlich handelnder Beamter geworden. Abgesehen von der Verhaftung wegen des obigen T-Shirts möchte ich noch zwei weitere Beispiele nennen:

Schikane: Geschlagene viereinhalb Jahre musste er mit diversen Gerichten um einen Elektrorollstuhl mit Aufstehhilfe kämpfen, den er wegen seiner Behinderung dringend benötigte, der im aber ständig verweigert wurde. Doch was waren die wirklichen Gründe für diese Verweigerungen? Könnte es vielleicht auch damit zu tun haben, dass Bernd Schreiber als Justizkritiker bekannt ist, deshalb bei den Gerichten unbeliebt und sie ihn aus diesem Grund schikanieren wollten? Dieser Verdacht ist nicht ganz abwegig.

Willkür und Gewalt: Im April 2009 war Bernd Schreiber als Zuschauer im Amtsgericht Recklinghausen bei einem Prozess gegen den Solarkritiker. Im Sitzungssaal wollte Bernd sein Handy ausschalten, damit es nicht während der Verhandlung klingelt (was ja wohl das einzig Richtige ist!). Der Richter sah das und forderte ihn auf, das Handy abzugeben. Als Bernd daraufhin einen rechtsmittelfähigen Bescheid gegen diesen Beschluss verlangte, was sein gutes Recht ist, forderte der Richter ihn auf, den Sitzungssaal zu verlassen. Als Bernd auch dafür einen rechtsmittelfähigen Bescheid verlangte, was ebenfalls sein gutes Recht ist, rief der Richter drei Justizwachleute. Diese drei packten Bernd und zerrten ihn – trotz seiner bekannten und deutlich erkennbaren schweren Körperbehinderung – gewaltsam aus dem Sitzungssaal, setzen ihn draußen auf einen Stuhl und warfen ihn dann mit diesem um. Nach dieser Misshandlung musste Bernd ins Krankenhaus gebracht werden und sein Gesundheitszustand wurde danach deutlich schlechter.
Erwähnenswert ist, dass sich dieser „Vorfall“ am 20. April ereignete. Dieser Tag ist für deutsche Polizei- und Justizangehörige noch immer ein besonderer Feiertag, an welchem sie bevorzugt gegen unliebsame Personen vorgehen. Lesen Sie dazu: Recklinghausen feiert Hitlers Geburtstag.

Der Hauptgrund aber, weshalb ich nun diesen Artikel über Bernd Schreiber schreibe, ist eine Beamtendummheit, mit der Bernd Schreiber aktuell schikaniert wird und die in ihrer Lächerlichkeit kaum zu überbieten sein dürfte:

Eine Richterin hat ihn beschuldigt, ihr am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen nachgestellt zu haben! Au Backe, das ist wirklich starker Tobak: Rollstuhlfahrer stellt Richterin nach!
Angeblich soll er am Bahnhof hinter ihr hergefahren sein, so lautet der Vorwurf. Und dadurch fühlte diese Richterin sich verfolgt.

Nähere Berichte darüber sind hier: [1], [2], [3], [4].

Nur wusste Bernd Schreiber gar nichts davon. Er kennt diese Richterin überhaupt nicht, er ist ihr nie begegnet. Diese Richterin kennt ihn aber offenbar. Sie hatte nämlich mehrere Anträge in seinem Verfahren wegen des Elektrorollstuhls abgelehnt. Und sie hat wohl ein Video gesehen, in dem er im Internet über diese Ablehnungen berichtete. Das dürfte wohl der Hintergrund für diese Beschuldigung sein.

Da Bernd Schreiber dieser Richterin aber nie begegnet ist, kann er ihr auch nicht nachgestellt haben. Er war wohl nur zur selben Zeit am Bahnhof wie sie, weiter nichts. Allein dadurch will diese Frau sich verfolgt gefühlt haben. Hallo? Ist das nicht krank? Denkt sie etwa, der Bahnhof gehört ihr allein? Oder ist dies in Wirklichkeit nur wieder eine ausgeklügelte Schikane gegen einen unliebsamen Justizkritiker? Wenn ja, ist sie allerdings an Dummheit nicht zu überbieten.

Sollte diese Richterin sich am Bahnhof wirklich von ihm verfolgt gefühlt haben, nur weil er zufällig zur gleichen Zeit dort war (nochmal: er kennt sie gar nicht!), dann ist diese Frau ernsthaft krank, leidet an akutem Verfolgungswahn und ist reif für die Psychiatrie. Aber Richterinnen und Richter haben ohnehin ein sehr gestörtes Verhältnis zur Realität, wie sie immer wieder selbst unter Beweis stellen. Stattdessen weisen sie lieber geistig völlig gesunde Menschen wie Gustl Mollath in Psychiatrien ein, nur weil diese unliebsame Wahrheiten sagen. Das haben sie auch bei Rainer Hoffmann probiert, aber der konnte rechtzeitig fliehen.

Meiner Meinung nach wollen die dummen Beamten dem Talibernd mit dieser absurden Beschuldigung aber nur eine „verbraten“. Das ist aber so dumm und unrealistisch, dass es einfach nicht gelingen kann. Die daran beteiligten Beamten machen sich selbst nur über alle Maßen lächerlich. Und der Talibernd lässt sich durch solche Nummern auch nicht aus der Fassung bringen, geschweige denn einschüchtern. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

*****

Zum Schluss möchte ich noch ein Video zeigen, dass ich heute auf Beamtendumm fand und das zu den Themen „Gewalt“ und „Polizei“ passt. Die Hauptrolle in diesem Video spiel ein aggressiver Bulle:

video

In diesem Sinne: Tschüss dann, bis die Tage!

*****

Dienstag, 29. Oktober 2013

Haus Kemnade am 26.10.2013


Am 25. Oktober 2013 feierte ich meinen 41. Geburtstag (es ist kaum zu glauben, aber wahr!). Diesen Tag feierte ich mit Familie und Verwandten, was wieder sehr schön war. Mein besonderes „Geburtstagsessen“ im Haus Kemnade, was schon seit Jahren dazugehört, fand diesmal einen Tag später, also am Samstag, dem 26. Oktober, statt.

An diesem Samstag war das Wetter sehr sonnig, und für Ende Oktober außergewöhnlich milde und warm, fast noch sommerlich. Ich brauchte also noch nicht einmal einen Mantel oder Anorak anziehen, als ich am Abend losging, sondern ging nur mit Hemd und leichtem Jackett, ja und selbst das war mir zeitweilig noch zu warm. Um 19.30 Uhr verließ ich meine Wohnung und ging zur Bushaltestelle an der Königsallee, von wo aus ich mit dem Bus CE31 bis zum Haus Kemnade fuhr, wo ich um ca. 20.10 Uhr ankam. Ich ging draußen noch etwas umher, dann gemütlich ins Burggelände. In der Partyscheune war eine Veranstaltung, und zwar, wie ich später hörte, eine deutsch-türkische Hochzeit. Langsam ging ich hinüber in den Innenhof zum Restaurant. Heinz Bruns saß an einem der Tische davor und genoss anscheinend auch den lauen, milden Abend. Er gratulierte mir nachträglich und wir unterhielten uns kurz, dann gingen wir ins Restaurant.

Der Rest der Belegschaft (Christoph Weiß, Hendrik Trümpler und Frau Ziemann) gratulierte mir ebenfalls und Heinz überreichte mir als Präsent eine Flasche Rotwein (Finca Athus, Rioja, 2011). Dann ging ich zu meinem üblichen Stammplatz. Das Restaurant war gut besucht, wie es an einem Samstag Abend üblich ist. Bei den Gästen am Nebentisch schien es bereits Gänsebraten zu geben, aber das wäre jetzt für mich noch ein bißchen zu früh gewesen; außerdem hatte ich mir für diesen Abend ein Menü mit anderen Speisen vorgenommen, welches ich mir dann auch so zusammenstellte. Bedient wurde ich hauptsächlich von Hendrik und Frau Ziemann.


*****

Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Glas Champagner.

Als Amuse Bouche gab es etwas hausgemachten Rindfleischsalat.

Begleitend zum Menü eine Flasche Mineralwasser (Gerolsteiner).

1. Gang – Vorspeise:
Ochsencarpaccio „Harry´s New York Style“ auf Dijon-Senf-Dipp
mit Rucola, Olivenöl, Zitrone, Parmesanhobel und Olivenkrokant

2. Gang – Suppe:
Rahmsuppe von Herbstpilzen
mit Buttercroûtons und gebratenen Steinpilzwürfeln

3. Gang – Fisch:
Lachsfilet vom Grill mit Queller-Risotto
und confiertem Knollensellerie unter einer Mandel-Mohnkruste

Wein von der Vorspeise bis zum Fisch:
Tiefenbrunner Chardonnay, 2012
(ein kräftiger Weißwein aus Südtirol)

4. Gang – Hauptgericht:
„Variation vom heimischen Wild“
Wildragout, Wildschweinroulade und Wildschnitzel,
mit Waldpilzen, Broccoli und frischen Bratkartoffeln

Wein beim Hauptgericht:
Tudejem, Vino de la Tierra de Castilla, 2009
(ein trockener spanischer Rotwein)

5. Gang – Dessert:
„Crazy Black Forrest“ – Falsche Schwarzwälder Kirsch
Schokoladenballon gefüllt mit weißem Schokoschaum
und Sauerkirscheis, dazu Browniewürfel mit Amarenakirsche

Danach noch einen Kaffee und einen Cognac „Otard“.

*****

Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also mal wieder ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Während des Desserts setzte sich Heinz noch zu mir an den Tisch und wir unterhielten uns noch ein wenig. Ich sagte ihm schon, dass ich auch in diesem Jahr auf der Silvesterparty wieder dabei sein werde. Bei der Gelegenheit brachte ich auch noch die Dinge zur Sprache, die in der letzten Silvesternacht schief gelaufen waren (das mit dem „Fahrservice“: katastrophale Fahrerin und freche, unverschämte Gäste, die mich wegdrängten) und dass ich so etwas auf keinen Fall noch einmal erleben möchte. Naja, warten wir mal ab, ob in diesem Jahr eine Besserung in dieser Hinsicht eintritt. Heinz sagte jedenfalls, er wolle sich darum kümmern. Dann verabschiedete er sich.

Kurz darauf kam Birgit Bruns noch herein, die ich an diesem Abend noch gar nicht gesehen hatte. Auch sie gratulierte mir, setzte sich noch zu mir und wir unterhielten uns noch ein wenig. Als es für mich Zeit wurde, da ich ja den letzten Bus noch erwischen musste, verabschiedete ich mich im Restaurant, nahm meine Weinflasche und ging.

Um 23.50 Uhr fuhr ich mit dem letzten Bus wieder zurück. Gegen 0.20 Uhr traf ich wieder zu Hause ein. Dort sah ich mir – selbstverständlich – bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an.

*****

Dienstag, 22. Oktober 2013

Pablo am 11.10.2013

Dieser Tag begann zwar nicht ganz optimal, aber dafür sollte er wenigstens gut enden.

Es war in den letzten Tagen schon herbstlicher geworden und auch eine klare, angenehme Luft, aber noch immer sonnig und trocken. An diesem Tag aber war das Wetter sehr düster und schlecht, und dauernd regnete es. Dann verabschiedete sich auch noch mein Rasierapparat endgültig, so dass ich am Vormittag erst einmal in die Stadt fahren musste (unrasiert und im Regen), um einen neuen zu kaufen. Und dann sind diese Dinger auch noch schweineteuer. Aber ich beschloss, mir dadurch nicht die Laune verderben zu lassen, denn ich hatte ja am Abend etwas Schönes vor, nämlich im „Pablo“ essen zu gehen.

Das spanische Restaurant „Pablo“ in der Goystraße.

Am Abend regnete es leider immer noch, sodass es unumgänglich war, einen Schirm mitzunehmen. Rasiert, geduscht und schick angezogen ging ich um kurz vor 20.00 Uhr los. Ich fuhr mit der Bahn bis zur Wasserstraße und ging den Rest zu Fuß. Das „Pablo“ war, wie üblich freitags, sehr gut besucht. Anwesende Personen von der Belegschaft waren unter anderem die Inhaberin Jana, sowie Christina und Munja (oder Munia); letztere bediente mich an diesem Abend, sehr freundlich und zuvorkommend. Ich hatte diesmal wieder einen Tisch an der Seite, wo ich sonst auch immer sitze, und zwar ganz hinten. Als Hauptgericht nahm ich frischen Fisch vom Grill, und auch das Übrige fiel zu meiner vollsten Zufriedenheit aus.

*****

Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Wodka Martini.
(natürlich geschüttelt, nicht gerührt!)

Als Amuse Bouche gab es ein Mousse von schwarzen Oliven..

Begleitend zum Menü ein Mineralwasser.

1. Gang – Vorspeise:
„Tapas Variadas“
Oliven mit Anchovis, Pflaumen im Speckmantel, eingelegte Sardellenfilets, paniertes Krebsfleisch mit Sweet-Chili-Sauce, getrocknete Tomaten, frittierte Mini-Würstchen, Calamares alla Romana, marinierter Schafskäse, dazu Aioli mit Weißbrot

2. Gang – Suppe:
Crémesüppchen vom Hokkaido-Kürbis
mit Curry und Kokosschaum

3. Gang – Hauptgericht:
Frischer Fisch des Tages vom Grill:
Dorade Royal
gefüllt mit frischen Kräutern und Knoblauch,
dazu Rosmarinkartoffeln und mediterranes Gemüse

Wein bei diesem Menü:
Marques de Caro“, ein spanischer Weißwein
(zwei Karaffen zu je 0,5 l, eine zu 0,25 l)

4. Gang – Dessert:
Drei Kugeln Eis von „Plückthun“:
Honig-Mandel-Nuss, Blaubeere und After-Eight.

Danach noch einen Kaffee und einen Brandy „Osborne“.

*****

Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine. Es wurde also wieder ein wunderbarer spanischer Abend mit allem, was dazu gehört. Nach Beendigung des Menüs und Bezahlung verabschiedete ich mich im Restaurant. Draußen hatte es jetzt auch aufgehört zu regnen. Ich ging dann zur Wasserstraße zurück und fuhr mit der Bahn wieder nach Hause, wo ich mir selbstverständlich bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film ansah.


*****

Montag, 30. September 2013

Die Reinwaschung der Justiz

Während des ganzen Prozesses trug Heidi Külzer diese rote Lockenperücke
und eine Sonnenbrille, damit man ihre hässliche Lügenfresse nicht sieht.

Die Lügen-Lehrerin und Falschbeschuldigerin Heidi Külzer hatte mit einer erfundenen Vergewaltigungs-Geschichte den Lehrer Horst Arnold für fünf lange Jahre unschuldig ins Gefängnis gebracht (ich berichtete hier). Horst Arnold ging daran kaputt und starb schließlich im Sommer 2012 (hier). Am 13.09.2013 wurde Heidi Külzer nun vom Landgericht Darmstadt wegen schwerer Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft zu einer Gefängnisstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt. So richtig ich es finde, dass diese Frau für ihre Tat überhaupt verurteilt worden ist (nach allen Erfahrungen mit der Justiz musste das ja bezweifelt werden), so möchte ich doch zwei Dinge dazu anmerken:

Punkt 1:

Fünfeinhalb Jahre sind für das, was sie angerichtet hat, zu wenig. Gerecht wären 10 Jahre gewesen. Damit hätte nämlich ein noch deutlicheres Zeichen gesetzt werden können, um Falschbeschuldigungen zukünftig zu verhindern, zumindest zu verringern. Außerdem wurde nie thematisiert, ob hier nicht vielleicht „Freiheitsberaubung mit Todesfolge“ vorliegt. Aber da wird die Justiz, wie es so ihre Art ist, ganz einfach behaupten, dass ein Zusammenhang zwischen dem plötzlichen Herztod des Horst Arnold im Sommer 2012 und der fünfjährigen Freiheitsberaubung von 2001 bis 2006 „nicht nachweisbar“ sei. Doch für jeden Menschen mit halbwegs gesundem Menschenverstand liegt es auf der Hand. Horst Arnold wurde nicht nur in den fünf Jahren Gefängnis, sondern auch in der Zeit danach systematisch kaputtgemacht, als man ihm keine Chance auf ein normales Leben mehr gab und er stigmatisiert blieb. Der Weg zurück in ein normales Leben, eine Wiedereinstellung als Lehrer, eine Haftentschädigung oder eine simple Entschuldigung – das alles bekam er nicht. Ein solch gigantisches Unrecht zu erleben und dann keine Wiedergutmachung zu bekommen, kann eben kein Mensch auf Dauer aushalten. Insofern ist sein Herztod eine ganz logische Folge.

Punkt 2:

Nur Heidi Külzer wurde für das Verbrechen an Horst Arnold bestraft. Sie hat das Fehlurteil durch ihrer Falschbeschuldigungen zwar moralisch und ursächlich zu verantworten, daran besteht kein Zweifel. Aber die Freiheitsberaubung des Horst Arnold hat letztlich die Justiz, also der Staat, begangen, und zwar in Gestalt der Staatsanwaltschaft und des Landgerichts Darmstadt, wobei insbesondere der Richter Christoph Trapp zu nennen ist. Aber von diesen Figuren wird natürlich keiner zur Rechenschaft gezogen. Diese Herrschaften sind alle fein raus und dürfen ungestraft weitermachen. Verantwortlich für das Handeln der Justiz sind immer andere.

Das sieht man auch an dem, wofür man Heidi Külzer nun angeklagt und verurteilt hat: „Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft“. Mittelbare Täterschaft bedeutet:

Mittelbarer Täter ist gemäß § 25 Abs. 1, 2. Alt. StGB, wer eine Straftat „durch“ einen anderen begeht. Man hat ihn sich vorzustellen als den „überlegenen Hintermann“, der sich eines „Werkzeugs“ bedient, um einen tatbestandlich relevanten Erfolg zu erzielen. [...] Dieser andere muss als Werkzeug des Hintermannes tätig werden, denn die Tatherrschaft übt kraft besseren Wissens der Hintermann aus. Regelmäßig wird deshalb verlangt, dass derjenige, der als Werkzeug fungiert, ein „Strafbarkeitsdefizit“ hat: Ihm darf sein Verhalten strafrechtlich nicht vorgeworfen werden können, sei es, weil er tatbestandslos (...), rechtmäßig oder schuldlos handelte. […]

Nach dieser Definition bedeutet das: Heidi Külzer hat die Freiheitsberaubung nicht selbst, sondern „durch einen anderen“ begangen. Dieser „andere“ ist hier die Justiz. Und die Justiz ist demnach nur ein Werkzeug gewesen, mit einem „Strafbarkeitsdefizit“. Ihr eigenes Verhalten darf der Justiz also nicht vorgeworfen werden, denn sie ist für ihr eigenes Handeln nicht verantwortlich. Das bedeutet folgerichtig weiter, das Richter und Staatsanwälte gar nicht zurechnungsfähig sind, dass sie also gar nicht wissen, was sie tun.

Ja, so ist es leider. Für das katastrophale Handeln der Justiz werden immer Leute verantwortlich gemacht, die nicht der Justiz angehören. Die Justiz klagt an und verurteilt – aber immer nur andere, niemals Personen aus den eigenen Reihen. So ist es auch hier geschehen. Die Justiz hat nur Heidi Külzer angeklagt und ihr die alleinige Schuld zugeschoben. Klar, natürlich ist sie moralisch und ursächlich Schuld, und sie hat eine harte Strafe mehr als alles andere verdient. Aber letztlich war es die Justiz, die Horst Arnold ins Gefängnis schickte und damit die Freiheitsberaubung beging. Warum wird von denen keiner belangt? Ganz klar, weil eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Weil im Staatsapparat, besonders in der Justiz, der oberste Grundsatz gilt, niemals gegen seinesgleichen vorzugehen. Diese Typen dürfen in ihrem Job weitermachen, als wäre nichts geschehen, und schon morgen die nächsten Unschuldigen verknacken, und dafür jeden Monat üppige Besoldungen und später eine dicke Rente einstreichen – selbstverständlich alles auf Kosten der Steuerzahler.

Video und Presseberichte dazu:

video

Naja, immerhin muss man wahrscheinlich noch froh sein, dass für das Verbrechen an Horst Arnold überhaupt jemand bestraft wurde. Heidi Külzer ist jetzt jedenfalls erledigt. Ob sie die vollen fünfeinhalb Jahre absitzen muss, weiß ich jetzt noch nicht. Wenn sie ihre Tat aber weiterhin beharrlich leugnet (und davon ist auszugehen), wird sie es angesichts der deutschen Vollzugspraxis wohl müssen – so wie Horst Arnold es auch musste, obwohl der ja wirklich unschuldig war. Und ihren Beamtenstatus und ihre Pensionsansprüche ist sie jetzt auch für immer los, und zwar mit Recht! Und wer weiß, was ihr im Knast noch alles blühen wird! Und wenn sie nach Verbüßung ihrer Strafe wieder aus dem Knast rauskommt, wird sie von Hartz IV leben müssen – denn kein Mensch wird eine solche Person mehr einstellen wollen. Sie wird also am eigene Leibe erfahren, wie es Horst Arnold ergangen ist! Sie wird wahrscheinlich froh sein können, wenn sie noch als Putzfrau einen Job bekommt. Und vor allem wird sie in der öffentlichen Meinung für immer erledigt und verachtet bleiben – mit jedem Recht der Welt!

Doch man glaubt es kaum: Sie hat gegen ihre Verurteilung Revision eingelegt! Das war ja leider nicht anders zu erwarten. Diese Frau gibt und gibt aber auch nicht auf. Jetzt wird es wahrscheinlich noch ein Jahr dauern, bis über die Revision entschieden ist und sie endlich in den Knast einfährt. Was ich aber nicht verstehe, ist, warum sie nicht schon längst sitzt. Warum wurde sie nicht in Untersuchungshaft genommen? Angesichts der Strafe, die sie erwartet, ist eine Fluchtgefahr doch mehr als wahrscheinlich. Warum also darf diese Frau noch frei herumlaufen? Und warum kassiert sie – wenn auch auf die Hälfte reduziert – noch ihre Beamtenbezüge???
Nur zum Vergleich sei gesagt, dass Horst Arnold unmittelbar nach der Falschanzeige verhaftet wurde und die ganze Zeit bis zu seinem Prozess in Untersuchungshaft saß, ferner wurde er als Lehrer sofort entlassen und seine Bezüge wurden sofort komplett gestoppt. Warum erfährt Heidi Külzer jetzt nicht die gleiche Behandlung?
Der Grund dürfte wohl darin liegen, dass Frauen in dieser Gesellschaft offensichtlich noch immer gewisse Sonderprivilegien haben. Sie werden bei weitem nicht so hart angefasst wie Männer, auch wenn es noch so berechtigt sein mag.

Die Justiz hat immerhin Heidi Külzer verurteilt. In ihrer Urteilsbegründung entschuldigte sich die Vorsitzende Richterin Barabra Bunk sogar noch bei den Hinterblieben von Horst Arnold für das über viele Jahre erlittene Leid. Diese Entschuldigung war sehr anständig - und für die Justiz unüblich. Und es war die erste Entschuldigung, die die Familie Arnold überhaupt zu hören bekam. Doch leider ändert sie nichts mehr. Und die Richterin Barbara Bunk war an dem, was Horst Arnold angetan wurde, auch in keiner Weise beteiligt und für sein Leid und das seiner Familie nicht verantwortlich. Von den wahren Verantwortlichen kam selbstverständlich keine Entschuldigung, und sie wird auch nicht kommen.

Für die Entschuldigung, die die Richterin Bunk aussprach, sollte man ihr aber nicht dankbar sein (Dank für eine Entschuldigung zu empfinden, ist sowieso unangebracht; denn eine Entschuldigung für schwere Fehler sollte selbstverständlich sein!), noch sollte man dafür „Hochachtung“ für sie empfinden. Diese minimale Form von Anstand, in Form dieser Entschuldigung, war ja wohl das absolut Mindeste, was der Familie Arnold seitens der Justiz entgegenzubringen war. Außerdem ist fraglich, ob diese Entschuldigung überhaupt ernst zu nehmen ist, denn die Richterin Bunk hat in derselben Urteilsbegründung auch Kollegenschutz betrieben:

Ihre Richterkollegen, die Horst Arnold vor elf Jahren verurteilt haben, nimmt Bunk in Schutz. „Wir haben heute einen ganz anderen Wissensstand als die Kammer damals“, sagt sie. Die damaligen Zeugenaussagen hätten ein völlig anderes Bild von Horst Arnold und Heidi Külzer ergeben. Auch bei sorgfältiger Verhandlung könnten Richter durch Falschaussagen getäuscht werden. „Dass falsche Urteile im Rechtsstaat nicht auszuschließen sind“, sagt die Richterin, „das ist einfach so.“

So, so, das ist einfach so, aha. Punkt, aus. Und damit ist es dann getan. Damit muss man also leben, oder wie? Danach ist Horst Arnold also ein unvermeidbarer „Kollateralschaden“, oder was? - Bei solchen Aussagen kommt mir jedenfalls das Kotzen.
Falsche Urteile sind SEHR WOHL auszuschließen, wenn man etwas genauer ermittelt und etwas sorgfältiger arbeitet. Und bei Fällen, in denen Aussage gegen Aussage steht und es sonst keine brauchbaren Beweise gibt, lieber einen Freispruch ausspricht. Die Kammer von damals hätte auch schon damals einen „ganz anderen Wissensstand“ haben können, wenn sie etwas sorgfältiger ermittelt hätte, auch hinsichtlich des geschilderten Tatherganges auch mal logisch nachgedacht hätte, ob das alles überhaupt sein konnte (auch zeitlich), und die Widersprüche, die es damals schon gab, ernst genommen hätte, und vor allem sich mal mit der Person und dem Vorleben des angeblichen Opfers befasst hätte. Aber das alles ist ja damals sträflich unterlassen worden!
Und ein „Rechts-Staat“ ist dieser Staat keineswegs, was durch diesen Fall und unzählige andere bewiesen wird. In einem wirklichen Rechtsstaat mit einer wirklich funktionierenden und objektiv und korrekt arbeitenden Justiz hätten solche gestörten Falschbeschuldigerinnen wie Heidi Külzer nämlich nicht die Spur einer Chance. Warum ist das bei uns nur so erschreckend anders?

Horst Arnold hatte Alkoholprobleme und war bei seinen Kollegen nicht beliebt, darum war er der ideale Täter. Und Heidi Külzer präsentierte sich als ideales Opfer. Hinzu kommt die durch den Feminismus geprägte Weltanschauung, dass Männer eben immer Täter sind und Frauen immer Opfer. Diese Weltanschuung herrscht offenkundig auch in der Justiz. Und die Rechtsprechung in Deutschland ist ergebnisorientiert. Wenn der Vorwurf eines Sexualdeliktes im Raum steht, dann lautet das gewünschte Ergebnis bereits vorher schon: Verurteilung! Verurteilung um jeden Preis. Denn es ist politisch gewollt und politisch korrekt, gesellschaftlich und moralisch erwünscht, einer Frau, die behauptet, Opfer einer Sexualstraftat geworden zu sein, uneingeschränkt und bedingungslos zu glauben, sich auf ihre Seite zu stellen und den beschuldigten Mann mit aller Härte und aller Entschlossenheit um jeden Preis zu verfolgen und zu verurteilen. Das ist auch das, was die Vorgesetzten im Justizministerium von jedem Richter erwarten, und es weiß auch jeder Richter, was von ihm erwartet wird. Und im Sinne seiner Karriere wird er auch entsprechend handeln.

Auch im Fall Kachelmann haben Gericht und Staatsanwaltschaft mit allen Mitteln und um jeden Preis eine Verurteilung zu erreichen versucht. Nur hat es bei ihm nicht geklappt, weil die Öffentlichkeit genau hinsah, weil viele sich für ihn engagierten und weil er sich einen wirklich guten Verteidiger leisten konnte. Das war bei Horst Arnold leider anders. Er war bei Kollegen unbeliebt, niemand half ihm, niemand engagierte sich für ihn, und sein damaliger Anwalt war eine Null. Mit ihm konnte die Justiz also nach ihrem üblichen Standard verfahren und ihn verknacken. Ihn zu verurteilen, stand für die Richter von damals von Anfang an fest. Besonders deutlich wurde dies, als in dem Prozess gegen Horst Arnold 2002 ein Journalist zu Arnolds Vater sagte:

„Herr Arnold, Ihr Sohn hat keine Chance.
Irgendetwas läuft hier.“

Was lief, war eine saftige Vorverurteilung, die in eine Rechtsbeugung und schwere Freiheitsberaubung mündete. Die Kammer von damals unter dem Vorsitzenden Richter Christoph Trapp hat sich mindestens ebenso schuldig gemacht wie Heidi Külzer. Aber von denen muss keiner Konsequenzen fürchten.

Die Berufe Richter und Staatsanwalt sind die einzigen Berufe, in denen man vor Strafverfolgung absolut sicher ist, und in denen man niemals Konsequenzen fürchten muss – wegen des „Kollegen-Schutz-Prinzips“, auch „Krähenprinzip“ genannt. Auch Polizeibeamte landen höchst selten auf der Anklagebank und werden noch seltener verurteilt. Es gibt also die perfekten Verbrechen und uneingeschränkte Immunität. Man muss nur den richtigen Beruf haben …


Dass Christoph Trapp für sein Verbrechen an Horst Arnold nicht zur Rechenschaft gezogen wurde und als Richter weitermachen darf, ist ein unerträglicher Zustand. Die Justiz zieht aus ihren Fehlern keine Konsequenzen und lässt auch die Unfähigsten immer weitermachen, bei üppiger Besoldung und bis zur Rente. Doch in der öffentlichen Meinung ist Christoph Trapp auf jeden Fall erledigt und das bleibt er auch. Und jeder Angeklagte, so unschuldig er auch sein mag, der es in Zukunft mit Trapp als Richter zu tun bekommt, sollte vorher sein Testament gemacht haben.

So richtig es war, dass Heidi Külzer jetzt verurteilt worden ist, muss man feststellen, dass die Justiz sich mit ihrer Verurteilung selbst reingewaschen hat. Verantwortlich für Justiz-Fehler sind eben immer andere, niemals die Justiz selbst. Es ist ekelhaft, einfach nur ekelhaft, widerlich, erbärmlich, dreckig. Und vor allem sollte man sich fragen, ob die Justiz aus dem schrecklichen Desaster um Horst Arnold etwas gelernt hat. Wird sie in Zukunft bei Vergewaltigungsprozessen genauer hinschauen, oder wird sie so weitermachen wie bisher?


Ich habe Zweifel an einer Besserung.  

*****

Freitag, 13. September 2013

Staatlicher Kinderraub

Nicht nur zu Unrecht in Gefängnisse oder Psychiatrien gesperrte Menschen geben ein anschauliches Zeugnis davon, in was für einem „Rechts-Staat“ wir wirklich leben, sondern auch das willkürliche und gewaltsame Herausreißen von Kindern aus intakten Familien, die Zerstörung derselben und das Wegsperren von Kindern in Heime gegen ihren Willen. Die Jugendämter und Gerichte behaupten dann gerne, diese Maßnahmen seien „im Interesse des Kindeswohls“ erforderlich, doch bewirken sie in den meisten Fällen genau das Gegenteil des „Kindeswohls“, nämlich die Zerstörung der Kinderseele. Und das betroffene Kind selbst, um dessen „Wohl“ es ja angeblich gehen soll, wird am allerwenigsten gefragt, was es eigentlich möchte. Was das Kind sagt und möchte, wird nicht nur ignoriert, sondern sogar gewaltsam unterdrückt.


Der aktuelle Fall, der Auslöser für diesen Artikel ist, ist der Fall der heute 13-jährigen Antonya Schandorff aus Worpswede (hier die Seite, die ihr gewidmet ist). Dieses Mädchen wurde am 25.01.2013 unter falschen Angaben aus ihrer Schulklasse gelockt und dann unter Anwendung körperlicher Gewalt in ein Kinderheim „verbracht“, d.h. weggesperrt. Auslöser dafür war die falsche Beschuldigung, in der Familie herrsche Gewalt. Das konnte aber die gesamte Familie Schandorff einschließlich Antonya widerlegen. Dennoch nahmen Jugendamt und Gericht diese Falschbeschuldigung offensichtlich für bare Münze und rasteten aus – mit entsetzlichen Folgen für eine intakte Familie und ein unschuldiges Kind! Antonya wurde in diesem sogenannten „Kinderheim“ behandelt wie im Gefängnis und durfte monatelang ihre Eltern nicht sehen. Es wurde vom Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine umfassende Kontaktsperre verhängt. Die Richterin Jutta Ziemer, die offenkundig von Anfang an befangen war, soll gegenüber den Eltern wörtlich geäußert haben:

Meinen Fängen entkommen Sie nicht mehr!

Dass die Richterin das gesagt hat, glaube ich, da ein solches Verhalten für Richter typisch ist (wie unzählige Beispiele belegen). Sämtliche Rechtsmittel der Eltern blieben monatelang ohne Erfolg. Antonya blieb im Heim und wurde dort täglich in einer Art und Weise behandelt, die jenseits von allem ist, was mit Menschenwürde oder Rechtsstaatlichkeit, geschweige denn mit „Kindeswohl“, zu tun hätte. Erst 7 (in Worten: sieben!) Monate später, am 28.08.2013, gelang ihr schließlich die Flucht aus dem Heim.

Der Bericht von Antonya und ihren Eltern ist erschreckend, selbst mich hat er fassunglos gemacht, doch spiegelt er wieder, wie die Realität im sogenannten deutschen „Rechts-Staat“ im Jahr 2013 aussieht:

 http://img243.imagevenue.com/img.php?image=257162917_AntErkl_01_122_212lo.jpg - - http://img147.imagevenue.com/img.php?image=257168473_AntErkl_02_122_189lo.jpg - -
Klicken Sie auf die Dokumente, um sie groß zu sehen. 
Es ist hart, so etwas lesen zu müssen, nicht wahr? Wie hart mag es dann erst sein, so etwas zu erleben? - Ganz im Ernst: Wie man einem Kind so etwas antun kann, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

Wie aus diesem Bericht hervorgeht, sind die Ursachen für diesen unfassbaren Fall die falschen Beschuldigungen einer einzelnen Person. So etwas ist, wie wir wissen, ebenfalls kein Einzelfall. Was ich nur nicht verstehe, ist, wieso die Behörden auf solche Falschbeschuldigerinnen immer wieder hereinfallen.

Bemerkenswert ist diesem Bericht ist auch, dass Antonyas 97-jährige Großmutter als Folge dieses von Staat und Behörden angerichteten Dramas einen Schlaganfall erlitten hat und gestorben ist. Das bedeutet: Die Behörden haben hier sogar ein Menschenleben auf ihrem – nicht vorhandenen – Gewissen. Selbst in der heutigen Zeit bringt dieser Staat noch Menschen zu Tode. Von den psychischen Folgen der durch die staatlichen Mühlen gedrehten Menschen gar nicht zu reden.

Nach ihrer Flucht aus dem Heim war Antonya schlau genug, nicht sofort zurück zu ihren Eltern zu gehen, denn dort hätte die Polizei sie gleich wieder eingefangen und ins Heim zurückgebracht. Stattdessen wandte sie sich an die Öffentlichkeit. Sie ging zu „bewusst.tv“, wo sie sich dann später mit ihren Eltern traf und wo die Familie dann in diesem Video die gesamten Vorgänge schilderte:


Nach diesem Video tauchte die Familie um ihrer eigenen Sicherheit willen erst einmal unter. Doch die Resonanz in der Öffentlichkeit war und ist beeindruckend. Es fanden sich sehr viele Menschen, die die Familie unterstützten – moralisch, geistig und auch finanziell für den Rechtsbeistand, denn das ist das, was die Familie jetzt am meisten braucht.

Nach der Veröffentlichung des Videos wurde auch die Presse auf diesen Fall aufmerksam. Einige Zeitungen berichteten darüber:


Zu diesen Presseberichten ist zu sagen: Während in dem BILD-Artikel noch neutral und objektiv berichtet wird (was für die BILD eher ungewöhnlich ist), ergreift der Weser-Kurier, wie leicht zu erkennen ist, Partei für die Behörden. So werden zum Beispiel die Vorwürfe gegen die Familie detailliert dargestellte, als ob es sich um feststehende Tatsachen handelt, was nur den Effekt hat, die Familie in ein schlechtes Licht zu rücken.

Außerdem löschte der Weser-Kurier noch sämtliche Leserkommentare, die unter dem Artikel erschienen waren, und deaktivierte die Kommentarfunktion ganz. Auf diese Weise die freie Meinungsäußerung zu unterbinden, scheint bei den Redaktionen generell üblich zu sein, wenn Leserkommentare nicht den erwünschten Inhalt haben. Dies tun die Redaktionen – gerade die der Provinzblätter – vor allem aus Furcht, selbst irgendwelche Scherereien mit Behörden, insbesondere mit Staatsanwaltschaften und Gerichten, zu bekommen. Genau so hat sich auch die unsägliche Recklinghäuser Zeitung im Falle des Solarkritikers verhalten. Das finde ich einfach nur zum Kotzen. Viele Zeitungen, vor allem solche Provinzblätter wie diese, publizieren die Behauptungen der Behörden ungeprüft und lassen keine Kritik daran zu. Das hat aber mit ordentlichem Journalismus nichts mehr zu tun.

Und dieser Landkreis-Sprecher Marco Prietz ist laut BILD-Artikel erst 25. Ihm fehlt noch einiges an Wissen und an Erfahrung. Vor allem scheint er aber wohl selbst keine Kinder zu haben, daher fehlt ihm auch die nötige Sensibilität und das Einfühlungsvermögen. Aber man merkt an seinen Äußerungen: Er ist ein Opportunist, der Karriere im Öffentlichen Dienst machen möchte.

Der Hammer aber ist die Behauptung im Weser-Kurier, dass das derzeitige Verhalten der Eltern „Züge einer Kindesentführung trage“. Hallo – geht es eigentlich noch? Jetzt werden die Opfer noch zu Tätern gemacht! Wie bösartig, perfide und skrupellos muss man sein, um so eine Behauptung aufzustellen? Wenn hier jemand eine Kindesentführung begangen hat, dann doch eindeutig das Jugendamt, die Richterin Ziemer und die Heimleitung!

Ferner sagt Marco Prietz:

Das Kind werde so zu einer öffentlichen Person und von teils höchst problematischen Internetportalen als Beleg für einen vermeintlichen Unrechtsstaat instrumentalisiert.

Welch eine Impertinenz! Nicht die Internetportale sind hier „höchst problematisch“ (aber hier werden die Betreiber kritischer Internetseiten mal wieder als Querulanten abgestempelt), sondern das Verhalten der Behörden, insbesondere des Jugendamtes und des Gerichts. Und der Unrechtsstaat ist nicht „vermeintlich“, sondern leider Realität. Selbstverständlich wird das von Leuten aus dem Öffentlichen Dienst beharrlich geleugnet.

Doch kommen wir nun zu den weiteren, den aktuellsten Ereignissen im Fall Antonya. So ging es weiter:

Am 11.09.2013 sollte schließlich vor dem Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine erste Anhörung stattfinden, in der entschieden werden sollte, ob Antonya vorerst bei ihren Eltern bleiben darf. Antonya und ihre Eltern wollten zu dieser Anhörung gehen; es war ihnen seitens der Staatsanwaltschaft „freies Geleit“ zugesichert worden. Doch einen Tag vorher wies ein Mann auf „Twitter“ darauf hin, dass die Richterin dieses „freie Geleit“ während der Verhandlung aufheben kann, mit der Folge, dass Antonya dann wieder ins Heim und die Eltern womöglich ins Gefängnis gesperrt worden wären. Der Rechtsbeistand der Familie bestätigte dies. Das könnte durchaus passieren, gerade bei dieser Richterin. Der Mann, der auf „Twitter“ darauf hinwies, war übrigens niemand anders als der Solarkritiker Rainer Hoffmann, der seit November 2012 ebenfalls zu seiner eigenen Sicherheit vor diesem „Rechts-Staat“ untergetaucht ist. Sein Hinweis bewirkte, dass die Familie nicht selbst zu der Anhörung ging und somit nicht in die Falle tappte. Dafür ist ihm gar nicht genug zu danken.

Nur der Rechtsbeistand der Familie ging zu der Anhörung. Und siehe da, es konnte ein erster Erfolg erzielt werden: Antonya darf vorerst bei ihren Eltern bleiben! Das ist ein wichtiger Etappensieg. Ohne die geschaffene breite Öffentlichkeit wäre das nicht gelungen. Deswegen war es sehr gut, dass der Fall an die Öffentlichkeit ging – heutzutage offenbar das einzig wirksame Mittel. Ausgestanden ist die Sache damit aber noch lange nicht, denn die eigentliche Hauptverhandlung, in der endgültig über das Sorgerecht entschieden wird, kommt erst noch.

Erwähnenswert ist noch, dass am 11.09.2013 vor dem Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine Mahnwache für Antonya stattfand. Daran nahmen gerade mal 10 Personen teil. Doch die Polizei baute sich mit einer ganzen Hundertschaft vor dem Gericht auf und riegelte es weiträumig ab, so dass man den Eindruck haben konnte, hier findet ein Terroristen-Prozess statt, nicht aber eine Anhörung in einer Familiensache. Dieses große, unverhältnismäßige Polizeiaufgebot zeigt aber nur, welche Angst dieser Staat inzwischen vor seinem eigenen Volk hat. Im Grunde die gleiche Nummer wie am 13.11.2012 in Recklinghausen. Eigentlich sollte es ja die Aufgabe der Polizei sein, die Bürger zu schützen, aber sie schützt immer nur den Staat vor den Bürgern. Die Bürger stehen in ihrer Not meist ohne Hilfe und völlig schutzlos da.

Das einzig wirksame Mittel ist und bleibt die Öffentlichkeitsarbeit. Man muss staatliches Unrecht sofort publik machen, zum Beispiel durch Presse, Radio oder Fernsehen (soweit das möglich ist), aber am Besten geht es noch immer durch das Internet. Man darf sich als mündiger Bürger einfach nicht mehr den Mund verbieten lassen.

Im Fall Antonya haben sich die Richterin Ziemer, die Verantwortlichen des Jugendamtes Osterholz-Scharmbeck und die Verantwortlichen im Kinderheim Visselhövede mehrere Jahre Gefängnis verdient. Wegen Entziehung Minderjähriger, Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung und noch vieles mehr. Ich empfehle umgehend eine Anzeige gegen diese Personen. Darüber hinaus sind Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angebracht.

Außerdem sollte die Richterin Ziemer wegen Befangenheit abgelehnt werden und eine Beschwerde über sie beim Justizministerium erhoben werden. Sie muss unverzüglich raus aus der Justiz. Denn durch ihre Äußerungen hat sie gezeigt, wie sie wirklick drauf ist und dass ihr die mit dem Richteramt verbundene Macht offenbar zu sehr zu Kopfe gestiegen ist. Aber das ist leider bei vielen Richterinnen und Richtern der Fall. Trunken von ihrer Macht bilden sie sich ein, sie könnten mit den Bürgern, die vor ihnen stehen, alles machen, was sie wollen. Und zwar wirklich alles. Doch das ist ein Obrigkeitsdenken, wie es eher für totalitäre Staaten typisch ist und in dem Willkürmaßnahmen Tür und Tor geöffnet sind. Das so etwas im heutigen Deutschland geschieht, ist wahrhaft erschreckend und beängstigend. Wohin soll das noch führen? Solche Richter scheinen zu vergessen, dass sie keine „Herrenmenschen“ sind, sondern von uns legitimierte „Diener“ des Volkes sind („Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, Art. 20 Abs. 2 GG), die sich nicht aufzuspielen haben, sondern gefälligst nur ihren Job ordentlich zu machen haben, weiter nichts. Dafür sind sie da, und dafür werden sie von unseren Steuergeldern bezahlt. Und wer als Richter(in) nicht in der Lage ist, seinen Job ordentlich zu machen, sachlich und objektiv zu sein, persönliche Befindlichkeiten zurückzustellen und die Aufgaben eines Rechtsstaates gewissenhaft zu erfüllen, hat in diesem Beruf nichts verloren. 

Ausdrücklich muss ich aber noch darauf hinweisen, dass der Fall Antonya kein Einzelfall ist. Es gibt sehr viele Fälle, in denen Kinder gegen ihren Willen aus intakten Familien herausgerissen und gewaltsam in Heime verschleppt werden. Beispiele finden sich zuhauf:
[1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8], [9], … usw., usf. …
Eine einfache Suche bei Google genügt!

Artikel 6 des Grundgesetzes gewährleistet den Schutz der Familie. Artikel 1 Absatz 1 gewährleistet die Menschenwürde. Doch solche Grundrechte scheinen die Staatsbediensteten, für die sie ja gemacht sind (!), nicht zu interessieren. Sie handeln, wie sie wollen. Ich frage mich, wofür das Grundgesetz überhaupt existiert, wenn es im Staatsapparat doch kaum jemand für nötig hält, sich daran zu halten?

Das Schlimmste aber sind die psychischen Folgen für die betroffenen Kinder. Wie sollen sie jemals mit dem fertig werden, was ihnen dieser Staat angetan hat? Wie sollen sie das Trauma verarbeiten? Wie sollen sie jemals zu unbeschwerten Menschen heranwachsen? Die Folgen für das spätere Leben sind unberechenbar und damit unverantwortlich. Hier muss endlich etwas geschehen, auch seitens der Politik und der Gesetzgebung. Kinder und Familien müssen besser geschützt werden. Es sind schon zu viele unschuldige Menschen und zu viele Kinderseelen von diesem sogenannten „Rechts-Staat“ zerstört worden. Und es wird so weitergehen, wenn nicht endlich entscheidende Änderungen eintreten. Und diese entscheidenden Änderungen kann man am besten durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit erreichen. Deswegen ist diese Öffentlichkeitsarbeit – auch im Internet – so wichtig.


Wie gesagt, ist der Fall Antonya noch nicht ausgestanden. Die Familie ist weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Näheres dazu findet sich auf ihrer Webseite.

Außerdem startete die Familie eine Petition an die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Ich bitte alle, die dies hier lesen, dieses Petition auf Change.org ebenfalls zu unterzeichnen! Bitte helft Antonya! Es fehlen zur Zeit noch 1669 Unterschriften (5000 werden benötigt).

*****