Freitag, 13. September 2013

Staatlicher Kinderraub

Nicht nur zu Unrecht in Gefängnisse oder Psychiatrien gesperrte Menschen geben ein anschauliches Zeugnis davon, in was für einem „Rechts-Staat“ wir wirklich leben, sondern auch das willkürliche und gewaltsame Herausreißen von Kindern aus intakten Familien, die Zerstörung derselben und das Wegsperren von Kindern in Heime gegen ihren Willen. Die Jugendämter und Gerichte behaupten dann gerne, diese Maßnahmen seien „im Interesse des Kindeswohls“ erforderlich, doch bewirken sie in den meisten Fällen genau das Gegenteil des „Kindeswohls“, nämlich die Zerstörung der Kinderseele. Und das betroffene Kind selbst, um dessen „Wohl“ es ja angeblich gehen soll, wird am allerwenigsten gefragt, was es eigentlich möchte. Was das Kind sagt und möchte, wird nicht nur ignoriert, sondern sogar gewaltsam unterdrückt.


Der aktuelle Fall, der Auslöser für diesen Artikel ist, ist der Fall der heute 13-jährigen Antonya Schandorff aus Worpswede (hier die Seite, die ihr gewidmet ist). Dieses Mädchen wurde am 25.01.2013 unter falschen Angaben aus ihrer Schulklasse gelockt und dann unter Anwendung körperlicher Gewalt in ein Kinderheim „verbracht“, d.h. weggesperrt. Auslöser dafür war die falsche Beschuldigung, in der Familie herrsche Gewalt. Das konnte aber die gesamte Familie Schandorff einschließlich Antonya widerlegen. Dennoch nahmen Jugendamt und Gericht diese Falschbeschuldigung offensichtlich für bare Münze und rasteten aus – mit entsetzlichen Folgen für eine intakte Familie und ein unschuldiges Kind! Antonya wurde in diesem sogenannten „Kinderheim“ behandelt wie im Gefängnis und durfte monatelang ihre Eltern nicht sehen. Es wurde vom Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine umfassende Kontaktsperre verhängt. Die Richterin Jutta Ziemer, die offenkundig von Anfang an befangen war, soll gegenüber den Eltern wörtlich geäußert haben:

Meinen Fängen entkommen Sie nicht mehr!

Dass die Richterin das gesagt hat, glaube ich, da ein solches Verhalten für Richter typisch ist (wie unzählige Beispiele belegen). Sämtliche Rechtsmittel der Eltern blieben monatelang ohne Erfolg. Antonya blieb im Heim und wurde dort täglich in einer Art und Weise behandelt, die jenseits von allem ist, was mit Menschenwürde oder Rechtsstaatlichkeit, geschweige denn mit „Kindeswohl“, zu tun hätte. Erst 7 (in Worten: sieben!) Monate später, am 28.08.2013, gelang ihr schließlich die Flucht aus dem Heim.

Der Bericht von Antonya und ihren Eltern ist erschreckend, selbst mich hat er fassunglos gemacht, doch spiegelt er wieder, wie die Realität im sogenannten deutschen „Rechts-Staat“ im Jahr 2013 aussieht:

 http://img243.imagevenue.com/img.php?image=257162917_AntErkl_01_122_212lo.jpg - - http://img147.imagevenue.com/img.php?image=257168473_AntErkl_02_122_189lo.jpg - -
Klicken Sie auf die Dokumente, um sie groß zu sehen. 
Es ist hart, so etwas lesen zu müssen, nicht wahr? Wie hart mag es dann erst sein, so etwas zu erleben? - Ganz im Ernst: Wie man einem Kind so etwas antun kann, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

Wie aus diesem Bericht hervorgeht, sind die Ursachen für diesen unfassbaren Fall die falschen Beschuldigungen einer einzelnen Person. So etwas ist, wie wir wissen, ebenfalls kein Einzelfall. Was ich nur nicht verstehe, ist, wieso die Behörden auf solche Falschbeschuldigerinnen immer wieder hereinfallen.

Bemerkenswert ist diesem Bericht ist auch, dass Antonyas 97-jährige Großmutter als Folge dieses von Staat und Behörden angerichteten Dramas einen Schlaganfall erlitten hat und gestorben ist. Das bedeutet: Die Behörden haben hier sogar ein Menschenleben auf ihrem – nicht vorhandenen – Gewissen. Selbst in der heutigen Zeit bringt dieser Staat noch Menschen zu Tode. Von den psychischen Folgen der durch die staatlichen Mühlen gedrehten Menschen gar nicht zu reden.

Nach ihrer Flucht aus dem Heim war Antonya schlau genug, nicht sofort zurück zu ihren Eltern zu gehen, denn dort hätte die Polizei sie gleich wieder eingefangen und ins Heim zurückgebracht. Stattdessen wandte sie sich an die Öffentlichkeit. Sie ging zu „bewusst.tv“, wo sie sich dann später mit ihren Eltern traf und wo die Familie dann in diesem Video die gesamten Vorgänge schilderte:


Nach diesem Video tauchte die Familie um ihrer eigenen Sicherheit willen erst einmal unter. Doch die Resonanz in der Öffentlichkeit war und ist beeindruckend. Es fanden sich sehr viele Menschen, die die Familie unterstützten – moralisch, geistig und auch finanziell für den Rechtsbeistand, denn das ist das, was die Familie jetzt am meisten braucht.

Nach der Veröffentlichung des Videos wurde auch die Presse auf diesen Fall aufmerksam. Einige Zeitungen berichteten darüber:


Zu diesen Presseberichten ist zu sagen: Während in dem BILD-Artikel noch neutral und objektiv berichtet wird (was für die BILD eher ungewöhnlich ist), ergreift der Weser-Kurier, wie leicht zu erkennen ist, Partei für die Behörden. So werden zum Beispiel die Vorwürfe gegen die Familie detailliert dargestellte, als ob es sich um feststehende Tatsachen handelt, was nur den Effekt hat, die Familie in ein schlechtes Licht zu rücken.

Außerdem löschte der Weser-Kurier noch sämtliche Leserkommentare, die unter dem Artikel erschienen waren, und deaktivierte die Kommentarfunktion ganz. Auf diese Weise die freie Meinungsäußerung zu unterbinden, scheint bei den Redaktionen generell üblich zu sein, wenn Leserkommentare nicht den erwünschten Inhalt haben. Dies tun die Redaktionen – gerade die der Provinzblätter – vor allem aus Furcht, selbst irgendwelche Scherereien mit Behörden, insbesondere mit Staatsanwaltschaften und Gerichten, zu bekommen. Genau so hat sich auch die unsägliche Recklinghäuser Zeitung im Falle des Solarkritikers verhalten. Das finde ich einfach nur zum Kotzen. Viele Zeitungen, vor allem solche Provinzblätter wie diese, publizieren die Behauptungen der Behörden ungeprüft und lassen keine Kritik daran zu. Das hat aber mit ordentlichem Journalismus nichts mehr zu tun.

Und dieser Landkreis-Sprecher Marco Prietz ist laut BILD-Artikel erst 25. Ihm fehlt noch einiges an Wissen und an Erfahrung. Vor allem scheint er aber wohl selbst keine Kinder zu haben, daher fehlt ihm auch die nötige Sensibilität und das Einfühlungsvermögen. Aber man merkt an seinen Äußerungen: Er ist ein Opportunist, der Karriere im Öffentlichen Dienst machen möchte.

Der Hammer aber ist die Behauptung im Weser-Kurier, dass das derzeitige Verhalten der Eltern „Züge einer Kindesentführung trage“. Hallo – geht es eigentlich noch? Jetzt werden die Opfer noch zu Tätern gemacht! Wie bösartig, perfide und skrupellos muss man sein, um so eine Behauptung aufzustellen? Wenn hier jemand eine Kindesentführung begangen hat, dann doch eindeutig das Jugendamt, die Richterin Ziemer und die Heimleitung!

Ferner sagt Marco Prietz:

Das Kind werde so zu einer öffentlichen Person und von teils höchst problematischen Internetportalen als Beleg für einen vermeintlichen Unrechtsstaat instrumentalisiert.

Welch eine Impertinenz! Nicht die Internetportale sind hier „höchst problematisch“ (aber hier werden die Betreiber kritischer Internetseiten mal wieder als Querulanten abgestempelt), sondern das Verhalten der Behörden, insbesondere des Jugendamtes und des Gerichts. Und der Unrechtsstaat ist nicht „vermeintlich“, sondern leider Realität. Selbstverständlich wird das von Leuten aus dem Öffentlichen Dienst beharrlich geleugnet.

Doch kommen wir nun zu den weiteren, den aktuellsten Ereignissen im Fall Antonya. So ging es weiter:

Am 11.09.2013 sollte schließlich vor dem Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine erste Anhörung stattfinden, in der entschieden werden sollte, ob Antonya vorerst bei ihren Eltern bleiben darf. Antonya und ihre Eltern wollten zu dieser Anhörung gehen; es war ihnen seitens der Staatsanwaltschaft „freies Geleit“ zugesichert worden. Doch einen Tag vorher wies ein Mann auf „Twitter“ darauf hin, dass die Richterin dieses „freie Geleit“ während der Verhandlung aufheben kann, mit der Folge, dass Antonya dann wieder ins Heim und die Eltern womöglich ins Gefängnis gesperrt worden wären. Der Rechtsbeistand der Familie bestätigte dies. Das könnte durchaus passieren, gerade bei dieser Richterin. Der Mann, der auf „Twitter“ darauf hinwies, war übrigens niemand anders als der Solarkritiker Rainer Hoffmann, der seit November 2012 ebenfalls zu seiner eigenen Sicherheit vor diesem „Rechts-Staat“ untergetaucht ist. Sein Hinweis bewirkte, dass die Familie nicht selbst zu der Anhörung ging und somit nicht in die Falle tappte. Dafür ist ihm gar nicht genug zu danken.

Nur der Rechtsbeistand der Familie ging zu der Anhörung. Und siehe da, es konnte ein erster Erfolg erzielt werden: Antonya darf vorerst bei ihren Eltern bleiben! Das ist ein wichtiger Etappensieg. Ohne die geschaffene breite Öffentlichkeit wäre das nicht gelungen. Deswegen war es sehr gut, dass der Fall an die Öffentlichkeit ging – heutzutage offenbar das einzig wirksame Mittel. Ausgestanden ist die Sache damit aber noch lange nicht, denn die eigentliche Hauptverhandlung, in der endgültig über das Sorgerecht entschieden wird, kommt erst noch.

Erwähnenswert ist noch, dass am 11.09.2013 vor dem Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck eine Mahnwache für Antonya stattfand. Daran nahmen gerade mal 10 Personen teil. Doch die Polizei baute sich mit einer ganzen Hundertschaft vor dem Gericht auf und riegelte es weiträumig ab, so dass man den Eindruck haben konnte, hier findet ein Terroristen-Prozess statt, nicht aber eine Anhörung in einer Familiensache. Dieses große, unverhältnismäßige Polizeiaufgebot zeigt aber nur, welche Angst dieser Staat inzwischen vor seinem eigenen Volk hat. Im Grunde die gleiche Nummer wie am 13.11.2012 in Recklinghausen. Eigentlich sollte es ja die Aufgabe der Polizei sein, die Bürger zu schützen, aber sie schützt immer nur den Staat vor den Bürgern. Die Bürger stehen in ihrer Not meist ohne Hilfe und völlig schutzlos da.

Das einzig wirksame Mittel ist und bleibt die Öffentlichkeitsarbeit. Man muss staatliches Unrecht sofort publik machen, zum Beispiel durch Presse, Radio oder Fernsehen (soweit das möglich ist), aber am Besten geht es noch immer durch das Internet. Man darf sich als mündiger Bürger einfach nicht mehr den Mund verbieten lassen.

Im Fall Antonya haben sich die Richterin Ziemer, die Verantwortlichen des Jugendamtes Osterholz-Scharmbeck und die Verantwortlichen im Kinderheim Visselhövede mehrere Jahre Gefängnis verdient. Wegen Entziehung Minderjähriger, Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung und noch vieles mehr. Ich empfehle umgehend eine Anzeige gegen diese Personen. Darüber hinaus sind Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angebracht.

Außerdem sollte die Richterin Ziemer wegen Befangenheit abgelehnt werden und eine Beschwerde über sie beim Justizministerium erhoben werden. Sie muss unverzüglich raus aus der Justiz. Denn durch ihre Äußerungen hat sie gezeigt, wie sie wirklick drauf ist und dass ihr die mit dem Richteramt verbundene Macht offenbar zu sehr zu Kopfe gestiegen ist. Aber das ist leider bei vielen Richterinnen und Richtern der Fall. Trunken von ihrer Macht bilden sie sich ein, sie könnten mit den Bürgern, die vor ihnen stehen, alles machen, was sie wollen. Und zwar wirklich alles. Doch das ist ein Obrigkeitsdenken, wie es eher für totalitäre Staaten typisch ist und in dem Willkürmaßnahmen Tür und Tor geöffnet sind. Das so etwas im heutigen Deutschland geschieht, ist wahrhaft erschreckend und beängstigend. Wohin soll das noch führen? Solche Richter scheinen zu vergessen, dass sie keine „Herrenmenschen“ sind, sondern von uns legitimierte „Diener“ des Volkes sind („Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, Art. 20 Abs. 2 GG), die sich nicht aufzuspielen haben, sondern gefälligst nur ihren Job ordentlich zu machen haben, weiter nichts. Dafür sind sie da, und dafür werden sie von unseren Steuergeldern bezahlt. Und wer als Richter(in) nicht in der Lage ist, seinen Job ordentlich zu machen, sachlich und objektiv zu sein, persönliche Befindlichkeiten zurückzustellen und die Aufgaben eines Rechtsstaates gewissenhaft zu erfüllen, hat in diesem Beruf nichts verloren. 

Ausdrücklich muss ich aber noch darauf hinweisen, dass der Fall Antonya kein Einzelfall ist. Es gibt sehr viele Fälle, in denen Kinder gegen ihren Willen aus intakten Familien herausgerissen und gewaltsam in Heime verschleppt werden. Beispiele finden sich zuhauf:
[1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8], [9], … usw., usf. …
Eine einfache Suche bei Google genügt!

Artikel 6 des Grundgesetzes gewährleistet den Schutz der Familie. Artikel 1 Absatz 1 gewährleistet die Menschenwürde. Doch solche Grundrechte scheinen die Staatsbediensteten, für die sie ja gemacht sind (!), nicht zu interessieren. Sie handeln, wie sie wollen. Ich frage mich, wofür das Grundgesetz überhaupt existiert, wenn es im Staatsapparat doch kaum jemand für nötig hält, sich daran zu halten?

Das Schlimmste aber sind die psychischen Folgen für die betroffenen Kinder. Wie sollen sie jemals mit dem fertig werden, was ihnen dieser Staat angetan hat? Wie sollen sie das Trauma verarbeiten? Wie sollen sie jemals zu unbeschwerten Menschen heranwachsen? Die Folgen für das spätere Leben sind unberechenbar und damit unverantwortlich. Hier muss endlich etwas geschehen, auch seitens der Politik und der Gesetzgebung. Kinder und Familien müssen besser geschützt werden. Es sind schon zu viele unschuldige Menschen und zu viele Kinderseelen von diesem sogenannten „Rechts-Staat“ zerstört worden. Und es wird so weitergehen, wenn nicht endlich entscheidende Änderungen eintreten. Und diese entscheidenden Änderungen kann man am besten durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit erreichen. Deswegen ist diese Öffentlichkeitsarbeit – auch im Internet – so wichtig.


Wie gesagt, ist der Fall Antonya noch nicht ausgestanden. Die Familie ist weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Näheres dazu findet sich auf ihrer Webseite.

Außerdem startete die Familie eine Petition an die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Ich bitte alle, die dies hier lesen, dieses Petition auf Change.org ebenfalls zu unterzeichnen! Bitte helft Antonya! Es fehlen zur Zeit noch 1669 Unterschriften (5000 werden benötigt).

*****

Kommentare:

beamtendumm hat gesagt…

Schon seit Jahren berichte ich über Missstände bei Behörden und Justiz. Anfangs natürlich bekämpft, belächelt, und verunglimpft.
Doch zu nachvollziehbar und offenkundig waren die Vorwürfe. Ähnliche Seiten werden immer mehr.

Ohne solche Seiten wäre der Kampf eines Gustl Mollath gar nicht möglich gewesen, wäre niemals so ausgegangen. Und gerade die Skandale um Gustl Mollath, müssten doch vielen die Augen geöffnet haben. Gustl Mollath betont selbst, dass er kein Einzelfall ist, dass es nicht nur um ihn ging. (Siehe Rede vom 7.9.2013 in München auf dem Marienplatz)

Wenn ein Justizskandal Gustl Mollath möglich war, dann gilt dies auch für ungerechtfertigten, ja willkürliche Kindesraub. Auch hier gibt es tatsächlich nicht nur den Fall der 13-jährigen Antonya. Selbst der EuGH hat die BRD in solchen Fällen bereits wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt.

Ich habe keine Zweifel daran, dass die Richterin gesagt haben soll, dass die Familie aus ihren Fängen nicht mehr raus kommt.

Dies passt zu meinen Erfahrungen mit der Justiz. Dies ist möglich, weil Richter Unabhängigkeit mit Willkür verwechseln. Dies ist möglich, weil sich Richter für ihr Tun oder Unterlassen niemals/kaum rechtfertigen müssen. Dies ist möglich, weil es hier keine Volkswahl der Richter durch das Volk, und auf Zeit gibt.

Man kann mich und die beamtendumm.wordpress.com Seite gerne beschimpfen. Man kann auch einen Solarkritiker aus Querlanten bezeichnen. Aber man sollte bedenken, dass dieser Beitrag hier von einem gelernten Juristen stammt. Und der schreibt, bemerkenswert, ähnliches wie ein Solarkritiker oder der BdF.

Nach dem Lehrer Arnold, nach H. G. Braasch, nach Jörg Kachelmann, nach Monika de Montgazon, nach Gustl Mollath sollte dioch eigentlich dem Letzten klar werden, dass auch eine Antonya S. möglich ist.

Vielleicht sollte der Leser den Beitrag auf caesar-bochum-blogspot.de mit meinem Beitrag von gestern, auf
http://beamtendumm.wordpress.com/2013/09/11/antonya-vorlaufiger-erfolg/#more-12724
vergleichen. Man sieht also sehr viel Übereinstimmung zwischen dem Beitrag eines Volljuristen aus Bochum und dem BdF aus Gelsenkirchen.

Verwandt sind wir natürlich nicht, ich habe sogar noch niemals mit dem Blogbetreiber ein persönliches Wort gewechselt.

Ich teile auch seine Meinung bezüglich der Würdigung des Solarkritikers, der in diesem Fall einen äußerst wichtigen Beitrag geleistet hat.

Jeder Leser ist aufgefordert beim nächsten Termin, wenn irgend möglich, sich an einer weiteren Mahnwache zu beteiligen. Sie zeigen doch wie viel Angst sie vor dem Volk haben. Wenn die Angst haben, sollten wir keine haben.

Rainer Hoffmann hat gesagt…

Ein ausgezeichneter Blogtext...alles wichtige drin...präzise, sachlich geschrieben..TOP...und danke für die Würdigung für die "Rettung" von Antonyas Eltern per Twitter vor der gestellten Falle der Justiz...

Rainer Hoffmann hat gesagt…

Erkennen Sie in diesem TAGESSCHAU-Bericht von vor 25 Jahren die Parallele zum Fall Antonya und dem "freien Geleit"?

http://youtu.be/_NulwKCR7JY

Man könnte den Eindruck gewinnen die deutschen Justizbehörden haben sich im Fall von Antonya und ihren Eltern die "perfiden Methoden" mit dem vorgegaukelten "freien Geleit" von den damaligen DDR-Behörden vor 25 Jahren abgeguckt.

Caesar hat gesagt…

Ja, es ist wirklich schon eine ungeheure Perfidie, was da gelaufen ist:
Die DDR-Bürger erhofften sich von der dänischen Botschaft Hilfe. Diese bekamen sie aber nicht, sondern stattdessen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Und die DDR-Behörden sicherten diesen Menschen zuerst Straffreiheit zu, verhafteten sie dann aber doch.
Das ist schon eine Bosheit der besonderen Art.

Dass ähnliche Dinge in der heutigen Bundesrepublik, die sich ja offiziell "Rechtsstaat" nennt, vorkommen, ist erschreckend und beängstigend. Doch wohin führt das am Ende?

Wir wissen ja alle, wie es mit der DDR schließlich endete, nicht wahr?

Caesar hat gesagt…

Neues aus dem "Fall Antonya":

Bei dem Anhörungstermin am 11.09.2013 wurde das vorläufige Aufenthalts-bestimmungsrecht den Eltern übertragen (ich berichtete, s.o.) und Antonya durfte vorerst bei ihren Eltern bleiben. Doch diese Entscheidung diente offensichtlich nur dazu, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, denn:
Nur wenige Tage später entzog dieselbe Richterin, Jutta Ziemer, den Eltern das Sorgerecht für Antonya komplett! Obwohl gegen diese Richterin inzwischen ein Befangenheitsantrag läuft, will diese widerliche Person unbedingt in diesem Fall die Zügel in der Hand behalten. Ist es nicht absolut erschreckend, was für furchtbare Figuren wir in "unserer" Justiz haben?

Nach dem Entzug des Sorgerechts haben die Eltern mit Antonya zu ihrer eigenen Sicherheit DIESES LAND VERLASSEN und sind zur Zeit in Polen "untergetaucht". Seinen Arbeitsplatz hatte der Vater wegen des Kampfes um Antonya sowieso schon verloren.

Ich stelle folgendes fest:

Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, in dem Menschen aus diesem Land FLÜCHTEN müssen, weil sie von Behörden und Justiz dermaßen bedrängt und verfolgt werden, dass sie hier nicht mehr leben können!

Ist das nicht ein entsetzlicher Skandal? Und vor allem ist es kein Einzelfall!
Auch der Solarkritiker hat zu seinem eigenen Schutz aus diesem Land fliehen müssen, denn anderenfalls wäre es ihm wie Gustl Mollath ergangen!

Also: Menschen müssen vor staatlicher Verfolgung aus Deutschland fliehen und gehen ins Exil. Hatten wir so etwas nicht schon einmal?
Und wohin soll das noch führen, wenn es so weitergeht?

Doch zurück zu Antonya:

Inzwischen hat es in Polen eine Pressekonferenz über dieses Fall gegeben. Näheres dazu ist auf Antonyas Webseite zu sehen:
http://antonyas.wordpress.com/
Es gibt auch ein Video der Pressekonferenz, aber leider nur auf Polnisch.

Einen sehr guten Bericht über die aktuellen Ereignisse in diesem Fall gibt es aber auf Beamtendumm:
http://beamtendumm.wordpress.com/2013/09/28/pk-antonya-in-polen/#more-12895

Ich wünsche Antonya und ihren Eltern, dass dieses unsägliche Drama bald ausgestanden sein mag und sie zusammen bleiben können.

NDR hat gesagt…

Hallo Caesar,

was ich geschrieben habe, war keine Kritik an den Behörden, sondern an anderen.

Niederrheiner

Caesar hat gesagt…

Ach so, ok.

Wenn aber keine persönlichen Beleidigungen anderer in dem Kommentar waren, ist das Löschen und Deaktivieren der Kommentarfunktion dennoch aus meiner Sicht nicht in Ordnung.

Caesar hat gesagt…

KORREKTUR meines vorangegangenen Kommentars von 13:07 Uhr:

Ich weiß inzwischen mehr. Ich weiß inzwischen, auf welcher Seite der nette Herr Niederrheiner steht und wie der Beitrag im Weser-Kurier wohl ausgesehen haben muss. Ein Blick in seinen Blog genügte:

http://ndrrhnr.blogspot.de/2013/08/fall-antonya-jo-conrad-und-seine-gang.html

Zitat aus den dortigen Kommentaren::
----------------------------------------------------------

Ich habe unter dem Artikel im Weser-Kurier kommentiert.

Eine Expertin hat diesen Kommentar als Beleidigung gemeldet ;-)

Von GRS-FB:
Sylvia Meyer: "Ja, es geht weiter... Der Kommentar unter dem Artikel hat mich dazu bewogen, ihn zu melden. Mit der Begründung: Beleidigung, habe ich folgendes verfasst und gesendet. Ich fühle mich persönlich beleidigt und angegriffen, wenn in diesem Post von "Dummenfang" und der "Subkultur von BRD Gegnern" die Rede ist. Es ist vielmehr so, dass die Menschen, wie auch ich, nur die gültigen Gesetze angewendet wissen wollen. Im 8.Sozialgesetzbuch ist hinlänglich beschrieben, wie vorzugehen ist und welche Rechte den Betroffenen zustehen. Eine Richterin sollte neutral sein und in keinem Fall am Kindesentzug persönlich teilnehmen."

Jetzt sind dort alle Kommentare verboten. Alles, was die Freigeister anpacken, wird zu Gülle...


------------------------------------------

Also, wenn der "liebe" Herr Niederrheiner in seinem Kommentar von "Dummenfang" und "Subkultur von BRD-Gegnern" redet, dann ist das in der Tat eine unverschämte Beleidigung.

Ich weise an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass ich selbst studierter und promovierter Jurist bin, aber, nachdem mir klar geworden war, wie der Hase in diesem Land wirklich läuft, zu einem Justizkritiker geworden bin. Da mir in den letzten Jahren zu viele Justizverbrechen bekannt geworden sind, habe ich keinen Zweifel daran, dass sich auch im Fall Antonya alles so abgespielt hat, wie sie und ihre Eltern es schildern. Es wurde ja alles auch hinreichend belegt.

Leute, die sich über eine solche staatliche Willkür und Menschenrechts-verletzung (mit Recht) echauffieren, als "dumm" und "Subkultur" zu bezeichnen, ist wahrhaftig eine impertinente Frechheit.

Dann zu dem Vorwurf, dass Jo Conrad von bewusst.tv ein rechtsradikaler Verschwörungstheoretiker (oder was auch immer) sei: Das ist mir in diesem Fall piepegal, und darum geht es auch überhaupt nicht. Auch wenn Jo Conrad ansonsten eine höchst zweifelhafte Figur ist, so hat er mit der Veröffentlichung dieses Falles etwas Richtiges und Wichtiges gemacht.

Es geht darum, dass Antonya und ihre Eltern dringend jemanden gebraucht haben, der diesen unfassbaren Fall an die Öffentlichkeit bringt. Und es ließ sich auf die Schnelle eben kein anderer (der vielleicht besser geeignet wäre), finden. Allein aus diesem Grund aber dem Fall seine Glaubhaftigkeit abzusprechen, ist schon eine ziemlich miese Methode.
Dass der Fall wahr ist, dürfte angesichts der Dimension, die er inzwischen angenommen hat, niemand mehr bezweifeln.

Menschen, die sich über diesen Fall echauffieren und ihre berechtige Meinung darüber kundtun, sind mündige Bürger, die noch Verstand, Gewissen und gesundes Rechtsempfinden haben. Solche Menschen aber als "dumm" oder "Subkultur" oder gar als "Querulanten" zu verunglimpfen, das geht gar nicht nicht. Das ist das Allerletzte.

beamtendumm hat gesagt…

Hallo Caesar,

ich musste feststellen, dass einige Links in den Kommentaren aufrufbar sind, andere dagegen leider nicht, obwohl die Adressen vorhanden sind.

Leider funktioniert gerade ein Link zu einer negativen Seiten während die Links zu den positiven Seiten leider nicht funktionieren. Ist das schon aufgefallen, bekommt man das noch korrigiert? Oder ist bekannt, warum das so komisch ist?

Caesar hat gesagt…

Das hat mit der Funktionsweise von Blogspot zu tun.

Bisher war es nicht möglich, direkt abrufbare Links in Kommentare zu setzen, deswegen konnte man bisher nur die Adressen in die Kommentare setzen.
Seit kurzem hat sich aber einiges auf Blogspot verändert (was auch dazu geführt hat, dass dieser Blog ein komplett neues Design bekommen hat).

Vor einigen Tagen habe ich herausgefunden, dass es mit einem HTML-Code jetzt doch möglich ist, direkt aufrufbare Links in die Kommentare zu setzen, was ich von jetzt an auch immer so machen werde.

Für die Links, die bereits drinstehen und nicht aufrufbar sind, kann ich das leider nicht mehr rückwirkend ändern. Aber da die Adresse angegeben ist, sind ja auch sie zu finden.

Caesar hat gesagt…

Die Webseite von Antonya (http://antonyas.wordpress.com) ist verschwunden! Obwohl der Fall noch lange nicht ausgestanden ist.

Weiß jemand, was da passiert ist?

beamtendumm hat gesagt…

Diese Seite stammte nicht von Antonya, sie wurde von jemanden gepflegt, der der Deutschen-Direkthilfe nahestand.
Die Deutsche-Direkthilfe hat lt. ihrer Satzung eigentlich andere Aufgaben, als Verfolgte des Jugendamtes zu betreuen. So etwas wie Antonya und Familie hatte die DDH früher wahrscheinlich noch nicht. Erst durch Antonya ist die DDH auf dieses Thema und weitere Fälle aufmerksam geworden.
Für die Abschaltung gibt es Gründe und Spekulationen, die ich aber zur Veröffentlichung ungeeignet finde.

Rainer Hoffmann hat gesagt…

Mir liegt die Satzung der DDHilfe vor. Die Sitzung schliesst das Thema nicht aus, da die Satzung ziemlich allgemein gehalten ist. Mich würde auch interessieren, warum die Wordpress-Webseite dichtgemacht wurde...

Rainer Hoffmann hat gesagt…

Lt. Satzung darf die DEUTSCHE DIREKTHILFE nur "hilfsbedürftige Personen in Deutschland" unterstützen !! Damit fällt die Familie Schandorff mit der Flucht nach Polen aus dem Raster der Satzung !!

Caesar hat gesagt…

Die Deutsche Direkthilfe (DDH) ist ein höchst fragwürdiger Verein!!! Ich weiß nämlich inzwischen mehr:

Die DDH hat die Webseite über Antonya inzwischen aus dem Netz genommen, weil die DDH selbst das Interesse an diesem Fall, aber besonders am Schicksal von Antonya und ihrer Familie, verloren hat!

Es ist unfassbar: Zuerst machen diese Leute auf große Unterstützer, und dann lassen sie Antnoya und ihre Familie plötzlich fallen wie eine heiße Kartoffel, in dieser Situation. Doch damit nicht genug, verbreiten sie jetzt auch noch Lügen und Verleumdungen über die Schandorffs.

Ferner hat die DDH den Fall Antonya für einen weiteren Spendenaufruf - ohne Absprache mit Familie Schandorff - gemacht, und die Spenden werden nur bei der DDH eingehen, davon sehen die Schandorffs nichts. Das ist Betrug und Unterschlagung von Spendengeldern, sofern sie nicht an diejenigen gehen sollten, für die sie eigentlich gedacht sein sollen.

Diese miesen Machenschaften der DDH werden hier noch einen neuen Artikel zur Folge haben.
So weit erst mal für heute.

Caesar hat gesagt…

Was einem Menschen passieren kann, der sich für andere einsetzt und unliebsame Wahrheiten schreibt, habe ich unlängst selbst erfahren müssen.

Das ist passiert:

Die Frechheiten deutscher Juristen - Teil 1

und als Antwort darauf:

Die Frechheiten deutscher Juristen - Teil 2

Aber von so etwas sollte man sich nicht einschüchtern lassen.

Caesar hat gesagt…

Es gibt jetzt im Fall Antonya einen ganz wichtigen Sieg. Das OLG hat eine Entscheidung zu ihren Gunsten getroffen und sämtliche familiengerichtlichen Maßnahmen aufgehoben. Zitat:

"Auf die Beschwerde der Kindeseltern wird der Beschluss des Amtsgerichts - Familiengerichts - Osterholz-Scharmbeck vom 16. September 2013 geändert und von der Anordnung familiengerichtlicher Maßnahmen abgesehen."

Das ist erst mal ein Grund zur Freude. Vor allem weil nach allen Erfahrungen mit der Justiz keiner mit diesem plötzlichen Einlenken gerechnet hat. Aber ich denke, da hat wohl vor allem die Öffentlichkeitsarbeit gewirkt und alle, die sich für Antonya eingesetzt haben. Denen allen sei hiermit gedankt.

Wie die Dinge sich nun für die Familie Schandorff weiterentwickeln werden, müssen wir abwarten. Es ist aber zu hoffen, dass sich bald wirklich alles zu einem doch noch guten Ende fügen wird.

Kommentar veröffentlichen

Wichtiger Hinweis:

Wer einen Kommentar schreibt, muss einen Namen und eine URL oder Email-Adresse angeben.

Anonyme Kommentare werden hier NICHT mehr veröffentlicht.

----------------------------------------------------------------------------