Dienstag, 12. November 2013

Der Talibernd und das Beamtendumm

Von den kritischen Seiten, die ich regelmäßig lese und die mir gefallen, möchte ich aus aktuellem Anlass (dazu gleich mehr) die folgende Seite erwähnen: http://beamtendumm.wordpress.com. Der Betreiber dieser Seite, Bernd Schreiber, auch „Talibernd“ genannt, ist gewissermaßen ein „Nachbar“, denn er kommt auch aus dem Ruhrpott, und zwar aus Gelsenkirchen. Ich habe ihn aber bisher noch nicht persönlich getroffen, aber er liest auch regelmäßig hier in diesem Blog.

Wegen dieses T-Shirts - und zwar nur wegen der Aufschrift „Prozessbeobachter“ -
wurde Bernd Schreiber für mehrere Tage ins Gefängnis gesperrt.

Der Talibernd ist ein Kritiker der Behörden, insbesondere der Polizei und der Justiz. Ein Kritiker, wie ich heute auch einer bin. Er kennt auch den Solarkritiker persönlich und hat schon einige seiner Prozesse verfolgt. In seinem Beamtendumm-Blog schreibt er viel über Justizopfer wie z.B. Gustl Mollath und hat auch eine Liste mit Geschädigten des Systems.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich es für angebracht hielt, dem Talibernd Schreiber hier einen Artikel zu widmen. Ein weiterer Grund ist, dass er mich vor kurzem in seinem Blog lobend erwähnt hat mit dem Artikel „Jura studieren und anständig bleiben“. Hier ein Zitat aus diesem Artikel:

Jura studieren und anständig bleiben, geht das überhaupt? 
[…..] 
Ist also Jurist ein Synonym für menschlichen Abschaum? Bei Proll und Co. könnte man dies denken, aber es gibt Hoffnung. 
In Bochum gibt es einen Blogger. Meist und gerne berichtet er über gutes Essen. Aber der Mann ist nicht nur Genießer, sondern auch studierter Jurist. Und manchmal schreibt er auch über verschiedene juristische Themen. Und wenn er dies tut, dann klingt das nicht nach Jurist, sondern nach Justizkritiker. 
Wieso ist dieser Jurist so anders als seine studierten Kollegen? Er hat zwar Jura studiert, aber frühzeitig die Schweinereien erkannt, war nicht bereit dies mitzumachen, und hat deshalb niemals als Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt gearbeitet. 
Und jetzt hat dieser Gourmetjurist einen Beitrag veröffentlicht, den man unbedingt als lesenswert, als Pflichtlektüre bezeichnen muss. Ich habe solch einen Beitrag von ihm bisher nicht gelesen. Nach meinem Geschmack ist dieses Gericht seine 5 Sterne wert.

Vielen Dank dafür. Dabei habe ich nur das geschrieben, was ich wirklich denke. Und um die Frage zu beantworten: Jura studieren und anständig bleiben, geht das überhaupt? Antwort: Ja, es geht! Ich habe es geschafft. Trotz des Jura-Studiums und des Referendariats habe ich meinen gesunden Menschenverstand und mein Gerechtigkeitsempfinden bewahrt – was bei den meisten Juristen leider anders ist. Und weil ich danach nie als Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt gearbeitet habe, ist es mir auch wirklich möglich gewesen, anständig zu bleiben. Darüber werde ich aber bald noch gesondert schreiben.

Dass die meisten Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte, aber auch Beamte in anderen Behörden wie Verwaltung oder Polizei, nicht gerade viel mit gesundem Menschenverstand oder Gerechtigkeit im Sinn haben, sondern dass bei ihnen eher das Gegeteil der Fall ist, das hat auch Bernd Schreiber schon vor langer Zeit erkannt. Aus diesem Grund nennt er seinen Blog auch „Beamtendumm“. Bernd Schreiber ist selbst schon mehrere Male zum Opfer dummer und willkürlich handelnder Beamter geworden. Abgesehen von der Verhaftung wegen des obigen T-Shirts möchte ich noch zwei weitere Beispiele nennen:

Schikane: Geschlagene viereinhalb Jahre musste er mit diversen Gerichten um einen Elektrorollstuhl mit Aufstehhilfe kämpfen, den er wegen seiner Behinderung dringend benötigte, der im aber ständig verweigert wurde. Doch was waren die wirklichen Gründe für diese Verweigerungen? Könnte es vielleicht auch damit zu tun haben, dass Bernd Schreiber als Justizkritiker bekannt ist, deshalb bei den Gerichten unbeliebt und sie ihn aus diesem Grund schikanieren wollten? Dieser Verdacht ist nicht ganz abwegig.

Willkür und Gewalt: Im April 2009 war Bernd Schreiber als Zuschauer im Amtsgericht Recklinghausen bei einem Prozess gegen den Solarkritiker. Im Sitzungssaal wollte Bernd sein Handy ausschalten, damit es nicht während der Verhandlung klingelt (was ja wohl das einzig Richtige ist!). Der Richter sah das und forderte ihn auf, das Handy abzugeben. Als Bernd daraufhin einen rechtsmittelfähigen Bescheid gegen diesen Beschluss verlangte, was sein gutes Recht ist, forderte der Richter ihn auf, den Sitzungssaal zu verlassen. Als Bernd auch dafür einen rechtsmittelfähigen Bescheid verlangte, was ebenfalls sein gutes Recht ist, rief der Richter drei Justizwachleute. Diese drei packten Bernd und zerrten ihn – trotz seiner bekannten und deutlich erkennbaren schweren Körperbehinderung – gewaltsam aus dem Sitzungssaal, setzen ihn draußen auf einen Stuhl und warfen ihn dann mit diesem um. Nach dieser Misshandlung musste Bernd ins Krankenhaus gebracht werden und sein Gesundheitszustand wurde danach deutlich schlechter.
Erwähnenswert ist, dass sich dieser „Vorfall“ am 20. April ereignete. Dieser Tag ist für deutsche Polizei- und Justizangehörige noch immer ein besonderer Feiertag, an welchem sie bevorzugt gegen unliebsame Personen vorgehen. Lesen Sie dazu: Recklinghausen feiert Hitlers Geburtstag.

Der Hauptgrund aber, weshalb ich nun diesen Artikel über Bernd Schreiber schreibe, ist eine Beamtendummheit, mit der Bernd Schreiber aktuell schikaniert wird und die in ihrer Lächerlichkeit kaum zu überbieten sein dürfte:

Eine Richterin hat ihn beschuldigt, ihr am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen nachgestellt zu haben! Au Backe, das ist wirklich starker Tobak: Rollstuhlfahrer stellt Richterin nach!
Angeblich soll er am Bahnhof hinter ihr hergefahren sein, so lautet der Vorwurf. Und dadurch fühlte diese Richterin sich verfolgt.

Nähere Berichte darüber sind hier: [1], [2], [3], [4].

Nur wusste Bernd Schreiber gar nichts davon. Er kennt diese Richterin überhaupt nicht, er ist ihr nie begegnet. Diese Richterin kennt ihn aber offenbar. Sie hatte nämlich mehrere Anträge in seinem Verfahren wegen des Elektrorollstuhls abgelehnt. Und sie hat wohl ein Video gesehen, in dem er im Internet über diese Ablehnungen berichtete. Das dürfte wohl der Hintergrund für diese Beschuldigung sein.

Da Bernd Schreiber dieser Richterin aber nie begegnet ist, kann er ihr auch nicht nachgestellt haben. Er war wohl nur zur selben Zeit am Bahnhof wie sie, weiter nichts. Allein dadurch will diese Frau sich verfolgt gefühlt haben. Hallo? Ist das nicht krank? Denkt sie etwa, der Bahnhof gehört ihr allein? Oder ist dies in Wirklichkeit nur wieder eine ausgeklügelte Schikane gegen einen unliebsamen Justizkritiker? Wenn ja, ist sie allerdings an Dummheit nicht zu überbieten.

Sollte diese Richterin sich am Bahnhof wirklich von ihm verfolgt gefühlt haben, nur weil er zufällig zur gleichen Zeit dort war (nochmal: er kennt sie gar nicht!), dann ist diese Frau ernsthaft krank, leidet an akutem Verfolgungswahn und ist reif für die Psychiatrie. Aber Richterinnen und Richter haben ohnehin ein sehr gestörtes Verhältnis zur Realität, wie sie immer wieder selbst unter Beweis stellen. Stattdessen weisen sie lieber geistig völlig gesunde Menschen wie Gustl Mollath in Psychiatrien ein, nur weil diese unliebsame Wahrheiten sagen. Das haben sie auch bei Rainer Hoffmann probiert, aber der konnte rechtzeitig fliehen.

Meiner Meinung nach wollen die dummen Beamten dem Talibernd mit dieser absurden Beschuldigung aber nur eine „verbraten“. Das ist aber so dumm und unrealistisch, dass es einfach nicht gelingen kann. Die daran beteiligten Beamten machen sich selbst nur über alle Maßen lächerlich. Und der Talibernd lässt sich durch solche Nummern auch nicht aus der Fassung bringen, geschweige denn einschüchtern. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

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Zum Schluss möchte ich noch ein Video zeigen, dass ich heute auf Beamtendumm fand und das zu den Themen „Gewalt“ und „Polizei“ passt. Die Hauptrolle in diesem Video spiel ein aggressiver Bulle:

video

In diesem Sinne: Tschüss dann, bis die Tage!

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