Freitag, 20. Juni 2014

Ein Beitrag zu Antonyas Geburtstag

Heute, am 20. Juni, feiert Antonya Schandorff ihren 14. Geburtstag. Ich und viele andere ihrer Unterstützer wünschen ihr alles erdenklich Gute für die Zukunft und dass sich endlich für sie und ihre Eltern alles zum Guten wendet.

So sehen Kämpfer aus.

Aus Anlass ihres Geburtstages möchte ich ein paar weitere Worte zu diesem Fall und zum aktuellen Stand der Dinge verlieren:

Seit eineinhalb Jahren erlebt Antonya Dinge, die kein Kind je erleben sollte. Und das Schlimmste dabei ist: Sie ist kein Einzelfall. Sie ist nur eine von Unzähligen. Es geschieht regelmäßig in Deutschland, dass Kinder völlig willkürlich aus intakten Familien herausgerissen werden. Dies begründen die Jugendämter und die Justiz dann mit dem Schlagwort „Kindeswohl“ und werden dabei noch von zweifelhaften und parteilichen Gutachtern bestätigt. Doch das wirkliche Kindeswohl – vor allem das, was das Kind selber will – interessiert dabei niemanden. Klar, wie sollte es das auch? Dahinter steckt ja eine ganze Industrie, die mit der Vermittlung von Kindern Geschäfte macht. Diese Leute, ebenso wie die sogenannten „Kinderheime“, müssen ja irgendwovon leben. Und liebe, brave Kinder aus intakten Familien sind nunmal leichter vermittelbar als sogenannte „Problemkinder“ aus sozial auffälligen Familien. Es ist schon eine regelrechte und staatlich geförderte und unterstütze Mafia, die hinter diesem Konzept steht.

Es gibt sicher viele Kinder, die an dem, was Antonya durchmachen musste, völlig zerbrochen wären. Antonya aber hat sich sehr selbstbewusst und kämpferisch gezeigt, und dafür hat sie meine Bewunderung. Schon von dem zweifelhaften Kinderheim aus hat sie ihren Fall ins Internet gestellt, und nach der Flucht aus dem Heim ist sie sofort an die Öffentlichkeit gegangen. Das verdient Respekt. Auf diese Idee wäre sicher nicht jedes Kind in so einer Situation gekommen. Und es hat auch sehr vieles gebracht: Dadurch wurde der Fall einer großen Öffentlichkeit bekannt und es hat sich ein breiter Unterstützerkreis gebildet, der bis heute besteht. Und der, zumindest was Bernd Schreiber und meine Wenigkeit betrifft, auch weiterhin bestehen wird.

Nach der Flucht von Antonya aus dem Kinderheim wurde den Eltern Axel und Dorthe Schandorff im September 2013 vom Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck das Sorgerecht für Antonya entzogen. Weil Antonya aber bei ihren Eltern bleiben wollte, hat die Familie um ihrer eigenen Sicherheit willen diesen sogenannten „RECHTS-Staat“ verlassen müssen und lebt seit September 2013 in Polen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Zwar hat das OLG Celle im April 2014 den Eltern das komplette Sorgerecht zurückgegeben und alle ergangenen familiengerichtlichen Maßnahmen für nichtig erklärt, so dass sie Familie Schandorff jetzt eigentlich nach Deutschland zurückkehren KÖNNTE – was sie auch wollen. Doch eine Rückkehr scheitert daran, dass die Staatsanwaltschaft gegen die Eltern Axel und Dorthe Schandorff ein Strafververfahren wegen „Kindesentführung“ (man fasst es nicht!!!) betreibt, weil sie mit Antonya um ihrer eigenen Sicherheit willen nach Polen geflüchtet sind, nachdem ihnen das Sorgerecht entzogen worden war (ich berichtete hier). Jetzt haben sie das Sorgerecht zwar zurück, aber die Staatsanwaltschaft (insbesondere ein Staatsanwalt König) will einfach nicht klein beigeben und vernünftigerweise das Verfahren einstellen. Meiner Meinung nach will die Justiz hier ein Exempel statuieren. Es soll wohl verhindert werden, dass es Nachahmer geben könnte, die sich nach einem Entzug des Sorgerechts ins Ausland absetzen können. Außerdem ist die deutsche Justiz ganz einfach wütend und frustriert, weil die Schandorffs mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit gegangen sind, wodurch einmal mehr ein schlechtes Licht auf diesen Staat fiel und er ein weiteres Mal als Unrechtsstaat entlarvt wurde. Das ist natürlich nicht hinzunehmen. Durch die Flucht und die Öffentlichkeit sind die Schandorffs jetzt Staatsfeinde und deshalb werden sie weiter verfolgt. Und nun frage ich: Woran erinnert uns das?

Unsere pflichtgetreuen deutschen Staatsbeamten beißen sich vor Wut sicher in den Allerwertesten, weil sie an die Schandorffs in Polen nicht herankommen. Denn um ihrer habhaft zu werden, müssten sie ja „in Polen einmarschieren“, und das können sich die Deutschen ganz gewiss nicht noch einmal erlauben. Deswegen sind die Schandorffs in Polen relativ sicher.
Doch wie lange wird ihr „Exil“ in Polen noch dauern?

Gerne würden die Schandorffs nach Deutschland zurückkehren und hier ein ganz normales Leben führen. Axel würde gerne wieder in Deutschland arbeiten und Antonya würde hier gerne wieder wie jedes andere Kind eine Schule besuchen. Doch leider ist das wegen des noch laufenden Strafverfahrens nicht möglich. Die Schandorffs haben Angst, dass sie beim Grenzübertritt nach Deutschland verhaftet werden, in Untersuchungshaft kommen und Antonya dann wieder ins Heim. Ob das wirklich so passieren wird, ist zwar ungewiss, aber nach allen Erfahrungen mit den deutschen Behörden, gerade in diesem Fall, ist es zu befürchten. Und die Schandorffs befürchten das sehr stark, nach allem, was geschehen ist. Diese Familie ist traumatisiert und hat das elementare Grundvertrauen in diesen Staat verloren. Für immer, wie es scheint. Und das mit Recht.

Es stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Soll Antonya in Polen bleiben, bis sie volljährig ist? Dann zumindest wird ihr bei einer Rückkehr keine Gefahr mehr drohen. Aber so weit muss es nicht kommen, wenn die deutschen Behörden endlich mal etwas Einsicht und Vernunft zeigen würden. Als erstes sollte das Verfahren gegen Axel und Dorthe Schandorff eingestellt werden. Dann sollte ihnen die Staatsanwaltschaft und das Gericht eine schriftliche Bestätigung zukommen lassen, dass ihnen keinerlei Verfolgungsmaßnahmen oder Repressalien mehr drohen, dass sie für eine Rückkehr nach Deutschland freies Geleit haben und sie sich hier ihren neuen Wohnsitz selbst aussuchen dürfen. Erst wenn sie es schriftlich haben, dass man sie ganz sicher in Ruhe lassen wird, würden sie zurückkehren – vorher nicht.

Anstelle von Sturheit und Verbissenheit sollten die deutschen Behördenvertreter endlich mal Charakter zeigen und Antonya die Chance auf ein normales Leben zurückgeben. Die deutschen Staatsdiener in den Behörden haben doch sicher auch Kinder. Können sie sich von daher denn wirklich nicht vorstellen, wie Axel und Dorthe und vor allem Antonya sich fühlen??? Ist wirklich jede Spur von Menschlichkeit aus ihnen gewichen? Sollten sie nicht endlich diese Familie in Ruhe lassen und ihnen die Chance auf ein normales Leben zurückgeben? Wenn man sich vor Augen führt, dass alle Maßnahmen gegen Antonya und ihre Eltern nur durch eine Falschbeschuldigung ausgelöst worden sind, ist es wahrlich erschreckend, was der deutsche Staat dieser Familie bisher angetan hat. Sollte das nicht endlich ein Ende haben? Sollten die Behörden nicht endlich versuchen, den Schaden – soweit das überhaupt noch möglich ist – wiedergutzumachen?

Oh ja, dafür wird es höchste Zeit!!! Antonya sollte endlich ein Leben führen können und dürfen, welches andere 14-jährige auch führen.


Liebe Antonya, falls Du das liest:

Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Kraft, Mut und Stärke.
Du bist nicht allein.
Du hast Freunde und Unterstützer.
Und einen Schutzengel hast Du jetzt auch.


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Mittwoch, 11. Juni 2014

Haus Kemnade am 06.06.2014


Dies war der Freitag vor Pfingsten. In den letzten Tagen war es warm und sonnig, der Sommer schien schon begonnen zu haben. Dementsprechend war ich auch gekleidet, als ich am Abend von zu Hause aus losging (kurzes Freizeithemd und weiße Hose). Ich ging zur Bushaltestelle an der Königsallee und fuhr von dort aus um 19.56 Uhr mit dem Bus CE31 bis zum Haus Kemnade, wo ich um ca. 20.10 Uhr eintraf. Da ich noch etwas Zeit hatte (angemeldet war ich für 20.30 Uhr), spazierte ich noch ein wenig um die Burg herum.

Irgendwann ging ich dann gemütlich ins Burggelände. Zuerst schaute ich in die Partyscheune, wo an diesem Abend eine deutsch-türkische Hochzeit stattfand, dann ging ich in den romantischen Innenhof. Weil es so ein schöner warmer Abend war, setzte ich mich diesmal nicht an meinen üblichen Stammplatz im Restaurant. Im Restaurant saß bei diesem Wetter sowieso keiner; alle Gäste saßen auf dem Hof. Deshalb nahm ich auch an einem schönen kleinen Tisch auf dem Innenhof unter den alten Kastanien Platz, das war bei diesem Wetter viel angebrachter. An dem größeren Tisch hinter mir saßen Birgit Bruns mit ihren Schwiegereltern und mehreren anderen Leuten. Heinz kam später auch noch dazu.

Dann traf ich die Menüauswahl. Bedient wurde ich von Hendrik und Nicole. Auf der aktuellen Speisekarte gab es wieder ein paar ganz besondere Leckereien, einige wirklich gute Ideen (z.B. das Hummerwürstchen), die ich dann auch in mein Menü mit einbezog.

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Und hier ist das Menü dieses Abends:

Als Aperitif ein Prosecco mit Pfirsich.

Ein Amuse Bouche gab es diesmal nicht. Warum nicht?

Begleitend zum Menü eine Flasche Mineralwasser (Herzog Life)
sowie ein Körbchen mit leicht geröstetem Baguettebrot.

1. Gang – Vorspeise:
„Kemnader Dreierlei“
Auberginenröllchen mit Avocadocréme gefüllt,
hausgemachtes Hummerbratwürstchen
und Rindercarpaccio mit Rucola und Parmesanhobel

2. Gang – Suppe:
Crémesuppe vom Bärlauch
mit Croûtons

3. Gang – Fisch:
Doradenfilets mit mediterraner Kruste,
Salsa von getrockeneten Tomaten, dazu Röstis und Maispürée

Wein von der Vorspeise bis zum Fisch:
Oberrotweiler Weißburgunder, 2013,
ein fruchtiger Weißwein aus dem Badener Kaiserstuhl

4. Gang – Hauptgericht:
„Variation vom heimischen Wild“
Ragout, Maultaschen und Braten vom Wild
mit hausgemachten Spätzle und frischen Pfifferlingen

Wein beim Hauptgericht:
Carson´s, Cabernet Sauvignon Shiraz, 2013,
ein kräftiger geschmackvoller australischer Rotwein

5. Gang – Dessert:
„Rhabarber-Trilogie“
Rhabarber in Morellokirschen gegart,
Rhabarberkompott mit Vanillesauce
und Rhabarber-Passionsfrucht-Eis

Danach noch einen Kaffee und einen Cognac „Remy Martin“.

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Dieses Menü war einfach ausgezeichnet, sowohl die Speisen als auch die dazu gereichten Weine, die ich mir wie immer empfehlen ließ. Es wurde also mal wieder ein wunderbarer kulinarischer Abend mit allem, was dazu gehört. Inzwischen war es dunkel geworden. Nach dem Menü setzte ich mich noch an den Tisch zu Heinz, Birgit und ihrer Nichte und unterhielt mich noch ein wenig mit ihnen, zum Beispiel über das Hoffest und den bald stattfindenden Kulinarischen Altstadtmarkt in Hattingen.

Als es schließlich für mich Zeit wurde, verabschiedete ich mich. Um 23.50 Uhr fuhr ich mit dem letzten Bus wieder zurück bis zur Königsallee-Markstraße und ging den Rest zu Fuß. Gegen 0.20 Uhr traf ich wieder zu Hause ein. Dort sah ich mir bei Kaffee und Cognac noch einen guten Film an.

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