Freitag, 27. Februar 2015

Angriffe auf Unterstützer

Wenn Menschen sich selbstlos für andere einsetzen, insbesondere die Opfer von Behörden-, Jugendamts- oder Justizwillkür unterstützen und im Internet über solche Fälle berichten und dabei Mißstände aufzeigen, verdient das große Anerkennung und Respekt. Leider werden solche Unterstützer stattdessen oft selbst angegriffen und strafrechtlich oder zivilrechtlich drangsaliert – weil sie unangenehme Wahrheiten gesagt haben. Das ist im Fall Antonya Schandorff mehrfach geschehen. Mehrfach sind bereits Menschen, die Antonya unterstützt haben und nur die Wahrheit dieses Falles geschildert haben, dafür angegriffen worden. Das ist ein unfassbarer Skandal und eine Schande für dieses Land.

Antonya ist sauer.

Ich selbst habe auch schon solche Erfahrungen machen müssen. Weil ich wahrheitsgemäß in diesem Blog über den Fall Antonya berichtet habe, wurde ich von den Anwälten der Halbschwester, welche mit ihren Lügen und Falschbeschuldigungen beim Jugendamt und beim Gericht das ganze Drama überhaupt erst ausgelöst hatte, angegriffen und bedroht. Darüber berichtete ich hier: [1], [2].

Robi Biswas, ein Freund von Antonya auf Facebook, hat an die Sendung „Monitor“ geschrieben und darin den Fall Antonya geschildert. Prompt bekam er dafür eine Strafanzeige von der Richterin Ziemer wegen übler Nachrede, weil er in seinem Schreiben gesagt hatte, die Richterin habe eine Kindesentführung begangen. Doch wie soll man es denn bitteschön sonst nennen, wenn jemand ein Kind gegen seinen Willen gewaltsam aus der Schule zerrt, gewaltsam in ein Auto verfrachtet und dann gewaltsam in ein entfernt liegendes „Heim“ bringt und dort einsperrt? Das hat die Richterin nämlich getan! Und das ist ganz eindeutig eine Kindesentführung (strafbar nach § 235 StGB) – das sehe nicht nur ich so, sondern die meisten anderen Menschen auch. Oder glaubt diese Dame etwa, nur weil sie Richterin ist, darf sie so etwas??? Klar, die Gesetze gelten natürlich immer nur für andere Menschen, aber niemals für Justizangehörige selbst. Richter können tun und lassen, was sie wollen, ohne jemals dafür belangt zu werden. Dafür sorgt schon das „Krähenprinzip“, der oberste Grundsatz in der Justizmafia. Und so etwas nennt sich „Rechtsstaat“!

Jetzt hat es Angela Masch erwischt, eine Moderatorin von „OkiTalk Der Heiße Hocker“, einer Internet-Radio-Sendung, die schon einige Male über den Fall Antonya berichtet hat. Sie hat dabei aber vor allem die Aussagen von Antonya wiedergegeben. Jetzt hat sie dafür einen Strafbefehl bekommen, weil sie angeblich dem Leiter des Kinderhauses Marbede, in dem Antonya sieben Monate lang gefangen gehalten wurde (man kann es nicht anders nennen!), übel nachgeredet haben soll.


Das ist doch unfassbar, oder? Antonya selbst hat dazu Folgendes zu sagen:


Also, es geht hier um die Aussage, der Heimleiter habe Antonya beim Duschen beobachtet und in Antonyas Unterwäsche herumgeschnüffelt. Diese Aussagen tätigte Antonya gleich nach ihrer Flucht aus dem „Heim“, also Ende August 2013. Seitdem wurden diese Aussagen in vielen Berichten, Internetseiten und Videos über diesen Fall wiedergegeben. Und um es gleich zu sagen: Ich glaube es. Ich glaube Antonya, dass es sich wirklich so zugetragen hat, denn dafür kenne ich sie inzwischen gut genug und vertraue ihr. Zum Zeitpunkt dieser Vorgänge in dem „Heim“ war sie im übrigen erst 12 bzw. 13 Jahre alt.

Angela Masch war nur eine von vielen, die diese Aussagen im Rahmen ihrer Berichterstattung wiedergegeben hat. Warum hat es ausgerechnet sie jetzt erwischt? Und warum jetzt? Die betreffenden OkiTalk-Sendungen, um die es dabei geht, waren vom 10.03.2014, vom 21.04.2014 und vom 18.05.2014 – sie liegen also zum Teil fast ein Jahr zurück! Warum bekam Angela jetzt plötzlich einen Strafbefehl dafür? Und warum gerade sie, und die vielen anderen, die darüber berichtet hatten (zum Teil in noch deutlicherer Form), wurden für diese Aussagen nicht belangt? Es ist also reine Willkür, was sich die Staatsanwaltschaft Verden (Niedersachsen) hier geleistet hat.

Dass es nur um Willkür und Einschüchterung von Menschen geht, die unliebsame Wahrheiten sagen, zeigt sich auch daran, wie die Strafverfolgungsbehörden hier vorgehen: Zuerst bekam Angela Masch nur eine Einladung von der Kripo zu einer Anhörung, in der als Anzeigegrund nur stand: „Üble Nachrede ohne sexuelle Grundlage“. Nähere Angaben oder Einzelheiten wurden nicht genannt. Da Angela überhaupt nicht wusste, was damit gemeint war oder worum es ging, schrieb sie an die Kripo und bat darum, ihr nähere Einzelheiten mitzuteilen. Doch das geschah nicht. Stattdessen bekam sie kurz darauf einen Strafbefehl vom Amtsgericht Diepholz (Niedersachsen), mit welchem sie zu einer beträchtlichen Geldstrafe verurteilt wurde. Ohne dass sie sich vorher äußern konnte! Hier liegt also eindeutig eine Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) vor. Aber das ist typisch, wenn Leute exemplarisch bestraft werden sollen.

Meiner Meinung nach soll hier nur ein Exempel statuiert werden. Aus einem Kreis von vielen Unterstützern, die auf Mißstände hinweisen, werden einzelne Personen herausgeriffen und exemplarisch bestraft, als Abschreckung für alle anderen, um diese zum Schweigen zu bewegen. Das sind die typischen Mätzchen eines totalitären Staates.

Natürlich hat Angela gegen diesen Strafbefehl Einspruch eingelegt. Was dabei herauskommt, bleibt abzuwarten. Wenn es aber zu einer Verhandlung kommt, dann müssten die Vorwürfe vor Gericht explizit geklärt werden, ob es sich also tatsächlich um Üble Nachrede oder um die Wahrheit handelt. Dann müssten die Aussagen von Antonya und ggf. anderer Kinder als Wahrheitsbeweis in die Verhandlung geführt und dort abgeklärt werden. Und das dürfte dann wohl für den Heimleiter, die Staatsanwaltschaft und das Gericht äußerst unangenehm werden. Ich habe Angela außerdem empfohlen, den Heimleiter wegen falscher Verdächtigung (§ 164 StGB, denn er hat sie zu Unrecht angezeigt!) und den Staatsanwalt wegen Verfolgung Unschuldiger (§ 344 StGB) anzuzeigen. Solche Leute dürfen einfach mit deratigen Willkür-Maßnahmen nicht durchkommen, die doch nur das Ziel haben, engagierte Bürger einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen.

Es ist außerdem zu fragen, wieso die Vorwürfe gegen den Heimleiter nicht überprüft worden sind, sondern gleich von der Unwahrheit dieser Vorwürfe ausgegangen wird. Nur um dem betreffenden Kind seine Glaufhaftigkeit abzusprechen? Wenn aber von einem Kind solche Aussagen gegen einen Leiter eines „Kinderhauses“ laut werden, dann sollten doch die zuständigen Behörden hier zumindest mal etwas genauer hinsehen, oder? Warum ist das nicht geschehen? Wie kann ein „Heim“ mit einem solchen Leiter weiterhin toleriert und von staatlicher Seite gefördert werden?

Bei fast jeder Wahrheit, die gesagt wird, gibt es Leute, die dabei schlecht wegkommen, in diesem Fall der Heimleiter. Doch wenn diese Leute meinen, sie könnten die Verbreitung dieser Wahrheit durch Anzeigen wegen Übler Nachrede noch stoppen, werden sie dabei noch viel schlechter wegkommen. Und wenn Staatsanwälte und Richter bei so etwas mitspielen, ist das ein Skandal und eine Schande für dieses Land.

Es ist an Perfidie, Dreistigkeit, Skrupellosigkeit und Impertinenz wahrhaftig nicht mehr zu überbieten, wenn Menschen, die sich für andere einsetzen, ihnen nur helfen wollen und im Zuge dessen wahrheitsgemäß über den Fall berichten, dafür angegriffen, bedroht, sowie strafrechtlich und/oder zivilrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Nicht nur einigen Unterstützern von Antonya ist es so ergangen, sondern auch in den Fällen von Gustl Mollath, Ulvi Kulaç und anderen wurden Unterstützer angegriffen, die nur die Wahrheit gesagt haben.

Und es kommt doch dicker: Kaum wurde im Internet über das Verfahren gegen Angela Masch berichtet, haben einige höchst problematische, einschlägig bekannte Seiten wie der Misthaufen und der Niederrheiner mal wieder Hetze gegen Antonya und ihre Unterstützer betrieben: [1], [2]. Was sind das eigentlich für bösartige, geistesverwirrte Schwachköpfe? Aber dann Antonyas Unterstützer als „Verwirrte“ zu bezeichnen, das kann der feine Herr Niederrheiner! Und dann schreibt er noch, gegen den Heimleiter seinen „völlig unbewiesene, ehrenrührige Vorwürfe“ erhoben worden. Damit ist doch ganz klar erkennbar, auf welcher Seite der Niederrheiner und seine Spießgesellen stehen. Woher will er denn wissen, dass die Vorwürfe „völlig unbewiesen“ seien??? Die Aussage eines betroffenen Kindes ist sehr wohl ein Beweis! Aber hier wird Antonya mal wieder pauschal ihre Glaubhaftigkeit abgesprochen. Und dann wird nach allen Regeln der Kunst über die Unterstützer hergezogen. Das ist es, was Niederrheiner und seine systemtreuen, gläubigen Staatsdeppen zustande bringen. Aber sonst nichts.

Ach ja, und was die angebliche „Ehrenrühigkeit“ betrifft, daran ist der Heimleiter wohl selbst schuld. Das Interesse der Öffentlichkeit an der Wahrheit ist in jeden Fall höher zu bewerten. Es geht hier immerhin um eine Einrichtung, in der KINDER untergebracht sind! Mensch, da muss man doch mal genauer hinsehen!

Noch einmal: Ich glaube Antonya. Ich kenne sie. Sie sagt die Wahrheit. Und diejenigen, die ihre Aussagen wiedergeben, tun nichts anderes.

Auch ich berichte hier nur die Wahrheit. Das werde ich auch weiterhin tun – egal, was auch immer passieren mag. Mich muss man wirklich schon erschießen, damit ich schweige!

Und rein vorbeugend möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich mich sofort entsprechend wehren werde, falls irgendjemand noch einmal auf die Idee kommen sollte, mich für meine wahrheitsgemäße Berichterstattung hier in irgendeiner Weise anzugreifen:
  • Sollte mir irgendjemand (egal wer!) mit irgendetwas drohen (egal womit!), damit ich hier aus diesem Blog etwas entferne oder ändere, dann werde ich gegen diese Person unverzüglich eine Strafanzeige wegen Nötigung (§ 240 StGB) erstatten.   
  • Sollte irgendjemand mich anzeigen (weswegen auch immer!), werde ich sofort mit einer Gegenanzeige wegen falscher Verdächtigung (§ 164 StGB) antworten.  
  • Jede Person, die behauptet, ich würde hier in diesem Blog etwas Unwahres schreiben, LÜGT und muss damit rechnen, selbst wegen übler Nachrede und Beleidigung angezeigt zu werden – und zwar von mir.  
  • Außerdem werde ich alles, was andere gegen mich unternehmen sollten, sofort veröffentlichen. Insbesondere werde ich Schriftsätze und Emails, die ich bekomme, unverzüglich hier veröffentlichen.

Diese Reaktionen lege ich auch anderen Unterstützern und Webseitenbetreibern ans Herz, wenn sie angegriffen werden. Wir dürfen uns einfach nichts mehr gefallen lassen.

Wir müssen uns wehren. 
Wir sagen nur die Wahrheit, 
und das ist unser gutes Recht! 
Wir sind in diesem Kampf die Guten.
Und darum werden wir auch am Ende gewinnen!

*****

1 Kommentar:

ag5538145 hat gesagt…

das ist ja wie in der ddr oder wie bei herrn H.
schone grüsse aus der demokratischen schweiz

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