Donnerstag, 30. März 2017

Caesar wird ein Fernsehstar


Wer hätte das gedacht?

Den Lesern dieses Blogs wird sicher aufgefallen sein, dass ich hier seit drei Monaten nichts mehr geschrieben habe. In diesem Jahr (2017) noch gar nichts. Nun will ich erklären, warum. Es war nicht so, dass mir nichts mehr eingefallen oder in meinem Leben nichts mehr passiert wäre. Nein, ganz im Gegenteil. Der Grund war, dass ich in den letzten drei Monaten kaum noch Zeit hatte, weil ich sehr beschäftigt war. Und womit war ich beschäftigt? – Mit Dreharbeiten!

Es ist tatsächlich so, dass ich jetzt mit über 40 Jahren noch so etwas wie eine TV-Karriere auf die Beine stelle. In den letzten drei Monaten hatte ich dauernd Engagements für diverse TV-Produktionen. Begonnen hat das alles aber schon vor einem knappen Jahr. Seit April 2016 habe ich an mehreren Castings für diverse Produktionsfirmen teilgenommen. Einige Zeit später kamen dann auch die ersten Rollenangebote. So habe ich 2016 bereits einige Male in Sendungen für RTL und SAT.1 mitgewirkt. Es waren anfangs kleinere Rollen, aber dann wurden sie größer. Ich merkte dabei auch, dass es mir großen Spaß machte.

Der Gedanke, dass ich eigentlich Schauspieler hätte werden können, statt Jura zu studieren, kam mir übrigens zum ersten Mal bei meiner Anwesenheit beim Deutschen Fernsehpreis 2014. Es ist auch grundsätzlich so, dass man erst später im Leben merkt, was man alles anders und besser hätte machen können. Der ganze Jura-Scheiß hat mir im Endeffekt nichts gebracht, außer Stress, Ärger und 2008 sogar einen Burnout. Die Folgen waren schon ziemlich krass. Das einzig Vorteilhafte ist das juristische Wissen, das ich jetzt habe, denn das kann man natürlich immer gebrauchen. Ich habe mich ja ohnehin schon vor langer Zeit von einem Juristen zu einem Justizkritiker entwickelt, habe also „die Seiten gewechselt“. Heute denke ich aber, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, wenn ich schon mit Anfang 20 damit angefangen hätte, Schauspieler zu werden, also auch mit richtiger Schauspielausbildung u.s.w., denn das Talent dazu habe ich, wie ich schon oft selbst gemerkt habe und wie mir auch schon andere bestätigt haben. Wer weiß, wo ich dann heute wäre … ? Aber egal! Jetzt hat sich bei mir mit über 40 noch die Chance ergeben, in dieser Branche tätig zu sein, und diese Chance nutze ich. Das Wichtigste ist ja dabei, dass es Spaß und Freude macht.

Seit Beginn des Jahres 2017 ging es dann richtig los, das war ja auch mein großer Vorsatz für dieses Jahr. Und in den letzten drei Monaten habe ich so richtig durchgestartet. Ständig kamen Anrufe mit Buchungsanfragen, die ich dann natürlich gerne annahm (falls ich für den Tag nicht schon anderweitig gebucht war). Es gibt mehrere TV-Sendungen bei unterschiedlichen Sendern, in denen ich bisher mitgewirkt habe bzw. mitwirke, und die auch zum Teil schon ausgestrahlt wurden. Vom Scripted-Reality-Bereich bin ich jetzt im Soap-Bereich angelangt. Und wer weiß, was noch alles kommt ….


Wenn eine Sendung, in der ich dabei bin, ausgestrahlt wird (und mir der Sendetermin vorher mitgeteilt wird!), so werde ich dies rechtzeitig auf Facebook bekanntgeben.

In der letzten Zeit bin ich eigentlich ständig zwischen Bochum und Köln, wo meist die Dreharbeiten stattfinden, unterwegs. Vielleicht wird die Domstadt auch schon bald zur zweiten Heimat für mich. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass ich alles, was ich hier in Bochum habe, aufgeben werde. Nein, es bleibt alles erhalten. Auch mit meiner Justiz- und Jugendamtskritik sowie mit der Hilfe für Jugendamts- und Justizopfer werde ich weitermachen, wann immer meine Zeit es zulässt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich in dieser Hinsicht als Prominenter sogar noch mehr erreichen kann, statt als gewöhnlicher Bürger, der dann allzu leicht als „Querulant“ abgestempelt wird.

Wie gesagt, ich weiß noch nicht, wohin meine Reise in der TV-Branche geht, wie es weiter geht und was sich noch alles ergibt. Ich erwarte auch nichts Bestimmtes. Das Wichtigste ist ja nur, dass ich endlich etwas gefunden habe, was mir wirklich Spaß macht. Eine Beschäftigung, die mich erfüllt. Das ist es, worauf es ankommt. Und ich lerne viele interessante Menschen kennen. Jetzt werde ich jedenfalls noch einmal richtig durchstarten!

Ich bin offen für alles, was kommt – und bereit, jede Herausforderung anzunehmen. Vielleicht verschlägt es mich ja in ein paar Jahren auch noch in den Dschungel … ?

Dieses Bild könnte eine gute Vorlage für Autogrammkarten sein.

Da fällt mir noch ein berühmtes Filmzitat ein:

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
Man weiß nie, was man bekommt.

Wie wahr das ist, habe ich jetzt wieder erfahren.

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